Folge 05: Delicatessen
Shownotes
In dieser Folge stellen wir uns der düster-komischen Welt von "Delikatessen" und fragen: Was ist normal, wenn es ums Essen geht? Wir tauchen tief in die apokalyptische Hausgemeinschaft ein, analysieren Kannibalismus als Gesellschaftsphänomen und diskutieren, wie sich Moral und Genuss an den Rand des Möglichen bewegen. Gemeinsam beleuchten wir, wo die Grenze zwischen Notwendigkeit und Exzess verläuft – und was passiert, wenn Liebe auf einen leeren Magen trifft. Unser Gespräch verbindet schwarzhumorige Filmanalyse mit aktuellen Fragen rund um Ernährung, Veganismus und gesellschaftliche Normen. Lass dich überraschen von einem Film, der mehr serviert als nur ein makabres Menü – und vielleicht auch Appetit auf Neues macht.
Takeaways
- Der Film thematisiert die moralischen Fragen des Cannibalismus.
- In der postapokalyptischen Welt ist Essen ein Überlebensfaktor.
- Die Rolle des Metzgers ist zentral für die Handlung.
- Die Troglodisten repräsentieren alternative Lebensweisen.
- Die Normalität des Fleischkonsums wird hinterfragt.
- Liebe beeinflusst die Entscheidungen der Charaktere.
- Der Film zeigt die Absurdität der Nahrungsproduktion.
- Es gibt eine klare Trennung zwischen 'uns' und 'den anderen'.
- Die Diskussion über Ernährung ist auch heute relevant.
- Der Film regt zur Reflexion über unsere Essgewohnheiten an.
Delicatessen bei imdb Delicatessen bei wikipedia Delicatessen bei amzon
Die fabelhafte Welt der Amélie
https://de.wikipedia.org/wiki/DiefabelhafteWeltderAm%C3%A9lie
Dänische Delikatessen (Film)
https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%A4nische_Delikatessen
Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber
https://de.wikipedia.org/wiki/DerKoch,derDieb,seineFrauundihrLiebhaber
Flugzeugabsturz der Fuerza-Aérea-Uruguaya 571 (Anden 1972)
https://de.wikipedia.org/wiki/FlugzeugabsturzderFuerzaA%C3%A9reaUruguaya_571
Rae Tannahill: Fleisch und Blut – Eine Kulturgeschichte des Kannibalismus
https://www.suhrkamp.de/buch/rae-tannahill-fleisch-und-blut-t-9783518459632
Gabriel García Márquez: Bericht eines Schiffbrüchigen
https://de.wikipedia.org/wiki/BerichteinesSchiffbr%C3%BCchigen
Burger King (pflanzliche Produkte)
https://www.burgerking.de/produkte/plant-based
Food Waste / Lebensmittelverschwendung
https://de.wikipedia.org/wiki/Lebensmittelverschwendung
Julia Child
https://de.wikipedia.org/wiki/Julia_Child
Julie & Julia (Film)
https://de.wikipedia.org/wiki/Julie%26Julia
Mehr Infos zu Dr. Daniel Kofahl unter: https://www.apek-consult.de/team/dr-daniel-kofahl/ - Kontakt: Kofahl@apek-consult.de
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Johannes Quirin: und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Film und Fressen. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute haben wir einen Film, der uns die Frage stellt, wie weit würdest du für ein gutes Stück Fleisch gehen? Sehr, weit, wie sich herausstellt. sprechen über den französischen Kultfilm Delikatessen von 1991. Und natürlich an meiner Seite nicht verspeist ist natürlich heute wieder mit dabei Dr. Daniel Kofahl unser Ernährungsoziologe und heute wie ich finde, so ein bisschen auch der Moralapostel des Magens. Hallo Daniel.
Daniel: Hallo Johannes, mein geliebter Alkoholmoderator und wahrscheinlich der heute schwarzhumorigste Genussexperte Deutschlands. bin ganz gespannt, was du dazu zu sagen hast, hier für Delikatessen auf die Teller oder über die Theke gehen.
Johannes Quirin: Ja, Delikatessen. Der Titel spricht ja eigentlich Bände und man denkt, was wird da wohl auf dem Teller landen? Ich glaube, bevor wir direkt einsteigen, könnte ja eine Zusammenfassung für alle die, die diesen Film nicht kennen, aber kennen sollten, sicherlich helfen. Also stellt euch eine postapokalyptische Welt vor, in der Essen so knapp ist, dass sogar Mais als Währung dient. In dieser tristen Welt gibt es ein Mietshaus. Das hat einen entscheidenden Vorteil, zumindest für alle die, die dort wohnen. Eine Metzgerei im Erdgeschoss. Und der Metzger, Clappé, ist ein angesehener Mann. Denn er hat immer Fleisch. Das Problem ist nur, seine Hausmeister haben eine extrem kurze Lebenserwartung. Jetzt könnte man natürlich schon denken, was es da geht. Und ja. Man kriegt es natürlich auch relativ schnell mit. Und der neueste Kandidat für den Posten, für diesen Hausmeister-Posten, tja und natürlich auch für den Fleischwolf, ist Louisan. Ein ehemaliger Clown. Doch dann passiert, was immer passiert, zumindest oft in französischen Filmen, muss man vielleicht auch dazu sagen, wenn die Liebe ins Spiel kommt. Die kurzsichtige Tochter des Metzgers Gélie verliebt sich in den Clown und plötzlich steht sie vor der Frage Liebe oder Lendenbraten. Kurz gesagt, ist irgendwie auch eine Komödie, aber sehr, schwarz und natürlich mit jede Menge kannibalen. Was kann denn da noch schiefgehen, Daniel?
Daniel: geht auf jeden Fall drunter und drüber, lieber Johannes. Ich denke wir werden einiges finden, schief geht. Es kommt auch mehr zu Missgeschicken. Und vielleicht auch etwas was schief geht, die Fokussierung auf das bestimmte Lebensmittel gilt. Dass daher dann von den Hausbewohnern oberirdisch präferiert wird. Johannes, wie bist du denn überhaupt darauf gekommen diesen Film hier auszuwählen? ich bin ja von dir ansonsten eigentlich mehr... Die Filme gewohnten die schönen Seiten des Lebens. Das ist eine Komödie, aber eine wirklich düstere von der Grundstimmung.
Johannes Quirin: Ja, so Apokalyptisches. Die apokalyptischen Reiter, vielleicht liegt das auch daran an meinem Vornamen. Johannes der Apostel, ne? Aber nein, Spaß beiseite. Ich fand es mal spannend, nachdem wir uns schon in einem anderen Film, der das Cannibalismus entsprechend beschäftigt haben. Fand ich das natürlich jetzt auch noch mal gut und es gibt auch mit es gibt ja neben diesen delikatessen das original französische original würde ich jetzt einfach mal sagen gibt es ja auch noch dänische delikatessen Er spielt in einem ähnlichen setting aber dann halt noch mal im skandinavischen raum und ich dachte das ist Ein film den habe ich tatsächlich wirklich vor vor vor vielen vielen jahren gesehen habe ihn Ja, sehr als sehr unterhaltsam in einer gewissen Art und Weise angesehen, weil da vieles einfach mitspielt. du hast es ja gesagt, Oberfläche, da geht es auch in dieser apokalyptischen Welt auch nachher in die Unterwelt. Und ich habe ihn auch aus diesem Grund ausgewählt, weil ich finde, er ist auch irgendwo. passend für die aktuelle zeit wie gehen wir mit der fleischlichen ernährung ⁓ und wie sieht es denn mit den veganern aus und Ja im verlaufe des films merkt man ja da schon da gibt es einige militante menschen die unterirdisch leben und die sind eigentlich vegetarisch aber eigentlich vegan unterwegs und das war so Mit dem Grund, einfach mal zu sagen, ja, das ist ein Film von 91, da hat vegan jetzt noch nicht so die große Rolle gespielt, aber zeigt eigentlich schon, wo es hingehen könnte in so einer apokalyptischen Grundstimmung. Und wer weiß, wenn irgendjemand in Amerika oder Russland aufs Knöpfchen drückt, vielleicht müssen wir uns dann auch überlegen, ob Mais eben ein Zahlungsmittel ist oder man's dann doch verspeist.
Daniel: Ja, finde ich sehr gut. Schon pointiert beobachtet und ausgesprochen von dir. Ja, ich habe den Film auch vor, glaube ich, 15 Jahren das erste Mal gesehen. Oder auch nur einmal vielleicht gesehen. Der ist mir auf jeden Fall in Erinnerung geblieben. Also ich konnte auch beim jetzt Re-Watch, obwohl ich ihn dazwischen jetzt nicht mehr geguckt habe, einen Großteil der Handlung wieder erinnern. Da merkt man schon, dass sich der Film einprägt. Ich würde auch sagen, also wir sind jetzt ja keine Technik, ähm, ähm, auf die technikfokussierten Szeneasten, die das hier besprechen und so analysieren. Aber ich denke, ähm... Es ist offensichtlich, dass dieser Film ein herausragendes Meisterwerk ist. Es ist sehr gut gemacht. Von der Farbgebung, den Kameraeinstellungen, der schauspielerischen Leistung. Das ist einfach ein guter Film. Gar keine Frage, dass der immer wieder geguckt wird. Und sich in diversen Blu-ray oder DVD-Auflagen, wo man so best of cinema zeigt, immer wieder findet. Ich hab den damals gesehen und ich fand da, das weiß ich noch, dass ich gedacht hab, dass es irgendwie die... durchgeknallte Version von Wunderbarer Welt der Amelie. Das Witzige ist, dass Wunderbarer Welt der Amelie, habe ich im Kino gesehen und dann zehn Jahre später gesehen. Das der Vorläufer, der zehn Jahre vor Wunderbarer Welt der Amelie rausgekommen ist. Das passt super zusammen. Es auch diese verspielte Art Weise. Es viele Details und Absurdität. Aber ist nicht so schön bunt. Das ist ja wirklich so an der Grenze zur Apokalypse, zum menschlichen zivilisatorischen Versagen, das hier thematisiert wird. Genau, wir haben jetzt das zweite Mal, dass Cannibalismus eine Rolle spielt. Jetzt spielt es hier eine deutlich stärkere Rolle als in anderen Film. Für alle, die nicht mehr erinnern, bei der Koch, Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber, da wurde am Ende... Ich bin nicht der Moralapostel, sondern als Soziologe würde ich auch darauf eingehen. Wie normal, wie unnormal ist das eigentlich, dass Menschen Fleisch gegessen wird? Und nur, dass niemand falsch versteht in diesen hochsensiven Zeiten, auch wenn ich darauf hinweise, dass das jetzt nicht nur eine filmische Komponente ist und alle Jubeljahre mal als Kriminalfall auftaucht, natürlich möchte ich keinesfalls den Kanibalismus rechtfertigen. sagen, das irgendwie, man kann das so oder so sehen, rechtlich. Aber es ist eben eine spannende Grenzfrage, das ist der menschliche Existenz. Also was können wir essen, was darf man essen? letztlich auch, was die Debatte tierische Lebensmittel anbelangt, ja, wen können wir denn eigentlich essen? Und genau, wie du gesagt hast, das spielt gegenwärtig auch immer wieder eine große Rolle. dadurch, dass die vegetarische oder vegane Bewegung deutlich einen Zulauf erhalten hat und auch bestimmte ethische Argumente sich nicht so einfach vom Tisch wischen lassen, sondern man... Da eben auch Entscheidungen treffen muss, was man verzehrt, was man nicht verzehrt, wen man tötet und wen man eben beim Leben lässt, wenn es Essen und Trinken geht. Und wir müssen uns ernähren als Menschen und kommen diese Fragen gar nicht drum herum.
Johannes Quirin: Ja, es ist eine extenzielle Frage, die vor allem jetzt in diesem Film im Mittelpunkt steht. Wir wollen natürlich jetzt nicht extenziell in unserer Zeit darüber sprechen, ob man Fleisch essen muss oder auch vegan leben kann. In diesem apokalyptischen Setting ist es natürlich schon eine extenzielle Frage, ob man irgendeinen Menschen schlachtet, nennen wir so, wie es ist, und dann eben... Verspeist wenn man jetzt an die nachkriegszeit denkt da wurde auch das ein oder andere gegessen was heute auch nicht mehr so im vog ist Pferdefleisch da wurde pferde geschlachtet wurde pferde gegessen Jetzt hat er rappe oder wenn man jetzt auch nach asien schaut auch dort findet man ja auf jedem nachtmarkt Dinge die wir jetzt nicht unbedingt auf unserem Teller haben das sind die kulturen schon unterschiedlich aber jetzt hier die extenzielle frage esse ich jetzt jemanden, der mir nichts bedeutet, der alle paar Monate, wenn er fett genug ist, ausgetauscht wird oder esse ich ihn nicht. Und da fällt mir natürlich auch solche Punkte ein, wie es gab einen Flugzeugabsturz in den Rugby-Team, das 72 Tage dort ausgeratet hat, bis es gefunden worden ist zwischen Chile und Argentinien. Und was haben die gemacht? Die haben die Toten gegessen. Das war natürlich auch nachher ein großes Thema, aber in dem Fall war es natürlich der pure Nicht nur der Überlebenswille, sondern auch Überwindung, das zu tun. Und jetzt kann man natürlich diskutieren, ist es in so einem Fall moralisch verwerflich? Du hast es auch gesagt. Wie ist es da zu bewerten? ich denke immer, klar ist das ein Filmsetting, aber wenn man in dieser Situation ist und es das schiere Überleben geht, Die haben sich natürlich als Hausgemeinschaft dort eingerichtet. Jeder sorgt dafür, dass es dem Metzger gut geht, auf seine ganz unterschiedliche Art und Weise. sorgt dann, der Metzger sorgt dann dafür, dass es der Hausgemeinschaft gut geht. Das sind ja dann auch diese Verknüpfungspunkte hin zur bunten Welt der Amelie, wo es auch so eine Hausgemeinschaft gibt. Hier ist es natürlich ganz anders. ganz andere Setting. wenn man so einfach in die Welt reinschaut, dieser Flugzeugabsturz, geht ⁓ die Existenz, greife ich dann tatsächlich zu etwas, was in unserer Welt, in unserer Hemisphäre ganz verpönt ist. Wenn man dann aber auch noch mal schaut, ritueller Kannibalismus, es, vielleicht gibt es den auch noch, ich will es gar nicht ausschließen, Aber gab es auf alle Fälle, dass man da durchaus, ja, Hirn oder Herz gegessen hat, ⁓ den Kraft des Verstorbenen zu übernehmen? Und das ist natürlich jetzt hier ganz anders in diesem Film. Der Metzger ist im Endeffekt natürlich auch irgendwie ein gieriger Geschäftsmann, weil er sitzt dann immer schön in seinem Keller und zählt diese einzelnen Mais-Teile. ⁓ zu sehen, wie reicher geworden ist. Oder er holt sich dann eben auch aus der Nachbarschaft, die einen Riesendeckel, wie man so schön sagt, wenn man in der Gastronomie unterwegs ist, einen Riesendeckel hat, eine offene Rechnung hat bei ihm, dann holt er das eben durch sexuelle Gefälligkeiten, würde ich das jetzt mal schön umschreiben. Und da ist natürlich die Frage, wie du es auch gesagt hast, ist es denn wirklich verwerflich oder nicht? Ich denke, es kommt dann halt immer aus dieser Sicht aus dieser Situation heraus auch an. Wenn es ⁓ die Existenz dann überlegt man sich sicherlich auch nochmal ganz andere Dinge, die über diese Norm, die man sonst gesetzt hat, tatsächlich schlägt. Und klar, könnten Sie sich natürlich auch überlegen, ist es jetzt notwendig, ständig dort den neuen Hausmeister zu schlachten und zu verspeisen sie werden ja auch schon teilweise sehr sehr nervös wenn mal ein paar tage kein fleisch auf den tisch kommt oder geht man denn dazu über und das ist mir da auch eingefallen tatsächlich es klingt zwar so absurd aber es ist mir auf direkt eingefallen oder geht man tatsächlich auch wieder einfach ein paar jahre zurück wo es darum ging den sonntagsbraten zu haben ja unter der woche irgendwie ohne fleisch auszukommen Und dann kommt eben der Sonntagsbraten auf den Tisch. Vielleicht hätte in dieser Situation dann dort auch diese Fleischvorräte des geschlachtelten Hausmeisters etwas länger aushalten können.
Daniel: Ja, wenn ich das richtig sehe, sind sie auch schon in der Situation, dass sie ja immer wieder Hungerphasen haben oben. Wie du sagst, es geht ihnen oft nicht schnell genug. Also da beschwert sich auch irgendwie der Mann bei seiner Frau, dass irgendwie er Hunger hat und wann wird denn endlich dieser Hausmeister jetzt zum Schafott geführt und der Metzger trödelt irgendwie, wird ihm vorgeworfen, weil er lieber möchte, dass der Hausmeister das zukünftige Essen also noch die Wände streicht, bevor er geschlachtet wird. Also das wird auch in so einer
Johannes Quirin: Hahaha
Daniel: Nonchalant. Man ist beim Zusehen irritiert. Man muss zum einen schmunzeln, zum anderen kann man gar nicht fassen, wie abgebrüht man über andere Menschen spricht. Ich würde noch einmal darauf anklüpfen, worauf du schon hingewiesen hast, dass es Fälle gibt von Cannibalismus und GAP, die öfters aufgetreten sind. Meine historische Kenntnis über Cannibalismus erschöpft sich fast darin, dass ich ein wissenschaftliches Buch von Rhea Tennerhill rezipiert habe. Im Deutschen heißt das Fleisch und Blut, eine Kulturgeschichte des Cannibalismus. In diesem Buch beschreibt diese Historikerin tatsächlich, wo überall Cannibalismus... Wo immer wieder mal Cannibalismus aufgetreten ist, aber sie zeigt eben die Häufigkeit davon. das fand ich deswegen, und finde ich auch deswegen sehr wichtig, das vor Augen teilen, dass Cannibalismus eben nicht nur etwas ist, was wie bei den Wilden in der Südsee vorgekommen ist, die haben dann den Seefahrer verspeist, der vorbeikam. Das ist eine absurde Gebräuche der Wilden. Das nicht so wie in Deutschland, sich zwei Männer verabreden und dann eine den anderen isst. Sie wollen ihre psychischen Herausforderungen bewältigen. Sie beschreibt, dass das immer wieder auftaucht. Sie schreibt, solange der Mensch Jäger und Pflanzensammler blieb, nur beschränkter Kontrolle über seine Versorgung mit Nahrungsmitteln, war er in notwendiger Teilzeitkanibale. Das ist nur von uns aus Deutschland gesehen, sondern auch Bezug auf Europa. 450 nach Christus herrschte in Italien Hungersnot, in deren Verlauf Eltern ihre Kinder aßen. Zwischen 695 und 700 litt England und Irland unter einer 3-jährigen Hungersnot, in deren Verlauf die Menschen einander auffraßen. 1845 und 1851 waren Bulgarien und Deutschland an der Reihe. 1936 begann in Schottland eine 4-jährige Hungersnot, als deren Folge die Menschen einander verschlangen. In der zweiten Hefte des 20. Jahrhunderts überzog eine 5-jährige Hungersnot die gesamte romanisierte Welt. Die Not war so groß, sie sogar ihre Eltern aßen, junge Männer verspeisten ihre Mütter und Mütter vergassen völlig ihren Mutterinstinkt und verzierten ihre kleinen Kinder. wir sehen eben, wenn es zu diesen lebensbedrohlichen Situationen kommt, wir haben ja jetzt hier einen Film dieser apokalyptischen Welt zu tun, das spielt ja so ein Hochhaus am Rande der Restzivilisation könnte man sagen, also Paris ist... Das Zentrum des Brits ist die Hertha-Zituation, der französische Nationalstolz so Film natürlich auch wieder voll mit dabei. Super! Und dann zieht dieser Clown, der gegessen werden soll als Hausmeister in so eine Bruchbude, in so ein Bruchbudenhaus am Rande. Danach kommt nichts mehr in dieser Welt. Und es gibt ja offensichtlich auch nichts mehr, das so richtig hergestellt wird. In einer Szene heißt es, es wächst nicht mehr und es wird auch... Die Lebensmittelproduktion scheint völlig zum Erliegen gekommen zu sein. Der Mais wird verwendet. Ob der noch mal neu produziert wird, mir im Laufe dieses Films nicht klar. Aber wir haben es mit der Situation zu tun. Die Menschheit hat sich an den Rand ihrer Existenz gebracht. Da bricht all das was man als Zivilisation sich erarbeitet hat. Das ist das was uns als Menschen von unserer tierischen archaischen Vergangenheit oder Ursprung unterscheidet. Das bricht zusammen und man sieht wie nah das immer wieder beieinander liegt. Der Mensch ist eben nicht... Er nicht völlig evolutionär, sondern er hängt an dieser Grausamkeit. Das thematisiert diesen Film. Das stellt auch zur Debatte. Es gibt diese Hausgemeinschaft als ein organisches System. Da wird immer jemand von außen herangelockt. Es gibt eine Form von Exokannibalismus. Fremde dürfen verzehrt werden, die gehören nicht zu uns. Das keine Menschen wie wir. Das sind Wesen, die zwar unsere Gestalt haben. Aber das ist etwas, was als Nahrung dienen kann. Wann gehört jemand dazu zu unserer Gruppe und wann gehört er nicht dazu und kann eben auch anders behandelt werden. Und dieser Clown, der ist ja ein Störfaktor, weil er sich dann für die Hausgemeinschaft, könnte man so sagen, also schwierigerweise, blöderweise sehr gut integriert und da Anschluss findet. Und auf einmal gehört er dann, ja, eben fast schon dazu und es gibt ja dann noch Zuneigung zu ihm. Das macht ihm den Verzehr dann auch kompliziert. Das bekommt auch Verbündete und der Metzger Der starke Gegenpol hat dann immer mehr mit Widerständen zu kämpfen, was seine Position anbelangt, was seine Machtstellung anbelangt, die derjenige hat, Essen erzeugt, Nahrung erzeugt und die auch verteilen darf.
Johannes Quirin: Und deswegen muss dann die Schwiegermutter dran glauben aus dem, glaubt, dritten Stock. Weil nämlich die Mägen knurren und alle werden unzufrieden und dann muss man Nahrung ran schaffen. Aber wie du auch gesagt hast, er soll mal schön noch den Flur streichen und das Quietschen des Bettes bei der Geliebten des Metzgers beseitigen und, und, und. er gehört irgendwie mit dazu, plötzlich dieser Hausmeister. Und dann muss man dann für Ersatz sorgen. Dann versucht er in einer diffusen Aktion eben diese Schwiegermutter, die senile alte Oma, die vielleicht sowieso bald stirbt, zu opfern, weil die Familie Schulden hat bei Metzger und er sich so dieser Schulden eben entledigen könnte. Da wird es aber auch noch aufgerufen, hier die Reichen, da gibt es so eine reiche Dame aus einem anderen Stockwerk, die will sich ständig das Leben nehmen, also könnte sie doch auch automatisch irgendwie hier auf der Schlachtbank landen und den Hunger stillen, aber nein, die Oma soll es sein, sie wird es auch, aber das ist auch ganz interessant, eigentlich will er diesen klauen, ja. durch das Schreien anlocken. wird aber jemand anderes angelockt, das sieht man ja dann auch, der dann entsprechend auch noch ein ganzes Bein oder ein Unterschenkel, ich weiß es gar nicht mehr so ganz genau, wo abgehackt worden ist, opfern musste. Also da geht es dann schon auch richtig wild zu und dieser Metzger, der sonst so fürsorglich in Richtung seiner Tochter ist, der alles Mögliche für seine Tochter auch möglich macht. wird da wirklich zu einem Psycho-Killer, würde ich fast sagen. Auch wenn er natürlich seiner Arbeit nachgeht, schwingt sein Hackebeil und versorgt dann eben die Hausgemeinschaft mit frischem Nahrungsmittel in diesem Fall. ja, das, was du gesagt hast, es wird nichts mehr produziert, das... Sagen sie alle aber lustigerweise wird in ihrem haus ja tatsächlich nahrung produziert von so einem Seltsamem kaut der auch glaube ich nicht bei metzger einkauft sondern er züchtet frösche und Schnecken das ist jetzt natürlich auch was typisch französisches Wenn man jetzt auf europa schaut frösche dürfen natürlich nicht mehr in europa zur nahrungsaufnahme gezüchtet werden. Deswegen gibt es aber immer noch Frosch-Schenkel auf der Speisekarte, auch im Saarland tatsächlich in manchen Restaurants, was auch sehr großem Unmut führt. Was ich auch nachvollziehen kann, wenn diese Frosch-Schenkel eben genau so verarbeitet werden, wie sie verarbeitet werden. Die Frösche dürfen nicht mehr aus der EU kommen. In dem Fall wenn sie heute noch irgendwo auf einer Speisekarte stehen, sondern sie kommen dann tief gefroren aus Asien. Und dort wird dem Frosch bei dem wendigen Leib das Beinchen aus dem Leib gerissen, was natürlich gar nicht geht. Deswegen, ich esse jetzt auch keine Froschschenkel. Schnecken ist vielleicht noch mal was anderes, aber Froschschenkel esse ich jetzt nicht. Aber sie gibt es immer noch auf Karten im Saarland, in Frankreich und vielleicht auch sonst noch irgendwo in der Republik. Jedenfalls... Dieser Mensch, der dort im Wohnen, der glaube ich unten wohnt, der wohnt glaube ich parterre. Jedenfalls wohnt er sehr wassernah und züchtet wie gesagt in diesem Klima Frösche und Schnecken und verzehrt zumindestens, hatten wir uns gesehen, Schnecken, die er sich dann schön zubereitet. deswegen, also es gibt ja durchaus noch Möglichkeiten scheinbar Dinge zu produzieren, die jetzt Außerhalb natürlich klar wie viel Schnecken muss man produzieren satt zu werden regelmäßig das ist jetzt mal das andere aber er scheint sich ja von etwas anderem zu ernähren weil er für sich vielleicht auch gesagt hat nee Menschenfleisch konsumiere ich nicht aber vegetarisch oder vegan will ich auch nicht werden also das muss natürlich und das zeigt auch dieser film dann zu einem gewissen zeitpunkt eben als dann so bisschen diese liebe ins spiel kommt Ist ein Leben mehr wert als ein gutes Steak, man sagen. Und in dieser Welt, nachdem der Clown Louisin kommt und sich in die Metzger-Tochter verliebt und die Metzger-Tochter auch sich in ihn verliebt, ist die klare Antwort eben nein. Weil da muss man dann einfach tatsächlich sagen, da zählt die Liebe plötzlich mehr als ein voller ... Bauch ja und jeder ist da auf sich als selbst gestellt auch wenn man, danach her eben Die die menschen sieht die jetzt muss ich gerade noch mal gucken ich habe es mir hier aufgeschrieben Die in der unterwelt leben die haben ja auch so einen speziellen namen finde ich gerade bitte Ja genau genau genau richtig die eben ja als veganer
Daniel: Troglodisten oder? Troglodisten kann das sein?
Johannes Quirin: Unterirdisch leben die haben sich ja auch dafür entschieden eben anders unterwegs zu sein also es gibt ja schon auch immer eine wahl Und es ist halt immer nur die Aus welchem gesichtspunkt man da unterwegs ist und was ist eben das normale für dich und für andere
Daniel: Ich würde auch sagen, dass das ein entscheidender Punkt Mann im Keller, der vom Wasser überlaufenen Wohnung schnecken und fröschen zu geht. Das ist eine Figur, nur am Rande vorkommt, aber die die moralische Zweifelhaftigkeit hervorbringt. Es gibt in der Systemtouriseo einen Ausdruck, Die Frage stellt sich, warum werden diese Schnecken und Frösche nicht gegessen? Wie kommt man dazu vorher Menschen zu schlachten? Es gibt keine große Diskussion, warum sie die verzehren. Die die Wohnung über ein Kochfenster einbrechen, um einen Frosch zu damit sie am jemanden erschrecken möchten. Es ist schon möglich, Kontakt zu dieser Person herzustellen. Er ist aber die einzige Person, gezeigt wird, wie er Schnecken verzehrt. Er einen großen Berg an Weinbergschneckenhäusern, die sich schon stapeln. lebt davon ganz gut anscheinend. Für mich stellt sich auch die Frage, warum nicht? die Produktion dieses Segments ausweiten. Sie produzieren ja allehand anderen Kokolores. Zwei Brüder produzieren, der das Bein verliert, die produzieren Spieluhren in der postapokalyptischen Welt. wirklich Frage, wieso investiert man Arbeitskraft in diese sehr filigrane, handwerkliche Herstellung von Spieluhren mit so komischen Blur-Geräuschen. gut, das wird gemacht. Es steckt viel... nicht viel Irrationales in dieser Welt, wozu das Fleisch essen möchte. Aber das Fleisch ist vielleicht auch nicht ein wichtiger Punkt, den du sagst. Ist das Steak so wichtig? Will man keine Frösche und Schnecken essen, will man unbedingt Steak haben? Für Steak gibt es nur noch eine Ressource und das sind andere menschliche Lebewesen. Dann entfernen sich die Bewohner von diesem Produktionsprozess. Sie am Schlachtprozess nicht beteiligt, aber wissen das. Stake kommt auch vom Rind oder vom Huhn, aber das habe ich damit zu tun. Ich kaufe das Supermarkt oder beim Metzger fertig vorbereitet. Ich würde das Schwein nicht quicken, dass da geschlachtet wird, so wie das bei Michael Lerneberger noch so anschaulich beschrieben wird. Für die ist das auch verpackt in Folie, die kaufen es an der Theke ein. Damit ist das eigentlich ein Handelsprodukt. Die ganze moralische Verantwortung oder den moralischen Ballast der Tätigkeit selber schieben sie auf den Metzger. Jetzt kann man natürlich auch sagen, der Metzger ist eben noch ein unangenehmer Zeitgenosse, kein filigraner Charakter, gewalttätig sowieso. Am Anfang hat auch etwas gesagt, der Überwindung im Das ist ein wichtiger Punkt, wenn man sich anschaut, wer Fleisch zubereitet und wer das nicht macht. Auch bei tierischen Schlachtprozessen gehört eine Form der Überwindung dazu. Es gibt einen kleinen Text, ein kleines Mini-Büchlein bei Reklam. Anthony de Saint-Empri, der Autor der der kleine Prinz geschrieben hat. Das Buch heißt Durst. Text ist nur 50 Seiten und lässt sich innerhalb von einem Nachmittag locker weglesen. Es beruht auf einer wahren Geschichte wie ein Schiffbrüchiger, der tagelang auf einem Ozean treibt. Der hat nichts zu essen und den quält der Hunger und der Durst. Und dann schafft er es auf diesem Boot, nach vielen Tagen, wo er schon so voll sich hinvegetiert. Er Vogel, ein Vogelchen. Er schafft es noch, diesem Vogel das Genick zu brechen. Aber schon das belastet ihn so sehr, dass er nicht schafft, diesen Vogel zu essen. Er muss ihn auch roh essen, aber er steht am Überlebensbild. Das schafft er nicht. Das ist ein Vögelchen. Das wäre auch uns die Frage. Wenn wir schlachten müssten. Das der Prototyp des unangenehmen Zeitgenossen und selbst der ist mit massiven Ekel. Die Zivilisation muss überwinden. Hier wird das an den Metzger ausgelagert. Für eine Tätigkeit im Metzen töten, muss man eine bestimmte charakterische Disposition mitbringen. Und man wird dadurch immer weiter abgestumpft. Der Protagonist der Clown sagt, dass Niemand ist von Grund auf böse, man muss jedem verzeihen. ist fast eine soziologische Beschreibung. Es steckt natürlich gesellschaftliche Mitverantwortung darin. Die Hausgemeinschaft möchte eben Fleisch haben. Man lagert das in den Personen aus. Natürlich heißt das nicht, niemand kann von seinen Taten verantwortlich sein. Es muss schon irgendwie geklärt sein, sowas man zulässt oder nicht. Das ist ein Aspekt, den sich nachzudenken lohnt. oder profitiert nur von dem Genuss, dabei rumkommt. Und letzter Punkt noch, weil du es auch schon angesprochen hast, dann kommt natürlich noch Absolutität in diesem Film noch drauf, dass eben dann dieser Mann seinen Bein verliert in diesem nächtlichen Grangel, Gemetzel und dann... Das Bein ja auch verkauft. Der Metzger entschuldigt sich wohl bei ihm. klar, Bein setzt schon mal ab. Also man sich auch selber essen. Würde man sich in einer Notsituation, ja oder aus Genussgründen Selbstverschleißung, würde man sich selber das Bein abhacken und das schön zubereiten. Man überlebt es ja. Also erstmal kann man es ja essen. Ob das so gesund ist, ich jetzt nicht. kann ich nicht zu sagen. Aber prinzipiell würde es funktionieren. Am Ende hat es jemanden, hast du es so schön wie du kochst, mit Rosmarin und schön zubereitet. Es ist eine spiralförmige Moralfrage und eine Machbarkeitsfrage. Es ist witzig, eklig und interessant, was dieser Film uns bietet.
Johannes Quirin: Ja, die Verantwortung für das Tun, man auslagert, das ist natürlich ein sehr, sehr spannender Aspekt. Im Endeffekt betrifft es die ja normalerweise alle gar nicht. Das fängt ja dann erst an, als dann eben das Bein, aber auch die Großmutter plötzlich unter den Messern und Beilen des Metzgers landet. Da ist man zwar bisschen traurig, aber ja, es sorgt ja dafür, dass dann wieder Mäuler gestopft werden. Und das ist eben, was ist dieses Normale, ja? Und das spielt in diesem Film schon auch eine große Rolle. Und der Film spielt auch sehr gut mit dieser Frage, was ist jetzt normal, was ist denn das, was zählt? Und diese Kannibalen im Haus finden ihr Verhalten völlig normal. Das sieht man ja auch in dieser Zuspitzung, als sie unbedingt diesen Hausmeister, der nicht dazu gehört, trotzdem schlachten wollen, egal was passiert. ja, dieses Spiel mit diesem Normal-Fleisch oder Nicht-Fleisch, das ist natürlich ganz spannend. da fiel mir auch noch mal ein, es gab jetzt in dem Fall das Umgekehrte Beispiel für uns ist ja im Moment immer noch normal Fleisch zu essen für viele wir haben zwar auch über eine million zwei millionen knapp vielleicht veganer in deutschland die tendenz steigt aber Für uns ist natürlich Fleisch immer noch das normale und mit diesem normal wurde in Wien gespielt bei einer fast food kette Burger King sie auch zu nennen und die haben in ihrer Filiale, 22 war das, in einer der Filialen dort im Endeffekt pflanzlich zum Standard gemacht. Und wenn du da reingekommen bist und ein Burger bestellt hast, dann wurdest du aktiv gefragt, normal oder mit Fleisch. Ja, und das ist natürlich dieser Paradigmenwechsel, der ja jetzt auch in der Gesellschaft vorhanden ist, wo man sagt, ist es denn gut, dass man so viel Fleisch konsumiert? Oder sollte man da durchaus auch einfach nochmal überlegen, wie viel und wann und wie viel man konsumiert. Früher, nach dem Krieg, in dieser Boomzeit in Deutschland, waren das ja extrem viele Kilo pro Kopf. Und heute sinkt ja auch der Konsum nochmal. Und es geht auch nochmal in Richtung, teilweise vielleicht noch nicht so ganz, aber bewussteren Konsum. Wie auch eingangs gesagt, dieser Sonntagsbraten. Und hier ist es ja wirklich so, Da gibt es ja gar nichts anderes. Das Normal ist eben für diese Menschen in diesem Haus, muss Fleisch auf den Tisch. Egal, wie du auch gesagt hast, selbst wenn das irgendwie mein eigenes Bein ist. Ich brauche hier mein Stück Fleisch und alles andere zählt gar nicht. Und das ist im Umkehrschluss natürlich genauso militant, wie man das manchmal jetzt auch in den sozialen Medien durch militante veganer wahrnimmt die da menschen natürlich auch genau mit diesen themen konfrontieren die sagen ja wenn das dann für dich in ordnung wenn ich menschen schlachten würde und menschen essen würde ist das dann in ordnung für dich ja die dann genau mit diesen fragen die dieser film auch aufzeigt im endeffekt konfrontieren und sagen ja wenn es für dich in ordnung ist das eine kuh stirbt ein Huhn stirbt oder was auch immer, Lebewesen stirbt, dann muss es doch eigentlich auch für dich in Ordnung sein, einen Menschen sterben zu lassen, den man dann verspeist. Nein, da ist es halt das, was du auch eben gesagt hast. Klar, in Notsituationen gab es diese Dinge, diesen Kannibalismus auch in Europa, weltweit, aber er ist eben nicht kulturkonform, würde ich jetzt einfach mal sagen, gesellschaftskonform. Es ist irgendwie was Absurdes, dass man sein eigenes gleiches Wesen essen würde. Andere gar kein Problem in irgendeiner Art und Weise, wenn es halt in die Kultur passt. Und ein Mensch, nee, das ist irgendwie abnormal. Ja, warum auch immer. Warum auch immer, sag ich jetzt in dem Fall, ob es eben auch vielleicht gesundheitliche Themen hat. Man sagt ja auch. Alles was einem zu nahe ist, man sollte jetzt auch zum Beispiel ja nicht unbedingt Affenfleisch essen, da gab es ja auch schon Themen und und und. Aber grundsätzlich ist es natürlich irgendwie seltsam die eigene Art zu essen. Das gibt es weiß ich nicht gut in in der der Tierwelt gibt es das durchaus schon mal, dass ein Weibchen auch ein Männchen frisst nach der Paarung oder ähnlichem. Aber klar in in vielen. Tierarten ist es auch nicht üblich, dass die sich dann gegenseitig auffressen, sondern wenn sie was fressen, dann fressen sie irgendwie was anderes. und das spielt schon irgendwo auch natürlich eine Rolle. Und hier ist es eben dieser Notstand, der dazu führt, dass ausgelagert der Metzger, der auch wie du sagst schon so bösartig aussieht, der sieht auch schon so So aus wie so ein Schlachter wie so ein Metzger. Man könnte natürlich auch sagen wie so ein Henker. Es fehlt jetzt eigentlich nur noch die Kapuze und dann hat er auch schon die Statur vom typischen Henker, der natürlich auch etwas abseits eigentlich immer war in der Gesellschaft, aber einem redlichen Handwerk damals nachgegangen ist, wenn Köpfe gerollt sind oder wenn jemand erhängt worden ist. Aber er stand abseits der Gesellschaft und hier dieser Henker steht ja mitten in der Gesellschaft ist angesehen, gehört das Mietshaus, der hat unheimlich viel Mais auf dem Konto im Keller und kriegt alles, er will. Das ist natürlich auch noch mal irgendwie so was ganz Absurdes, man da, er geht seinem Handwerk zwar nach, aber extrem überzeichnet seinem Handwerk nach, tatsächlich alle damit zu versorgen. Und letzten Endes, ich hatte es ja eingangs auch schon gesagt, eigentlich nur ein Kapitalist zu sein.
Daniel: Der Metzger hat natürlich auch grandios gespielt und will auch das Gesicht und die ganze Mimik des bilden. Er hat ja auch sinnliche Momente mit seiner Gliebten, wo er eine zärtliche Seite offenbart, aber auch vorspielt. Also genau hier die Physiognomik und der Charakter, das sind so filmische Dinge, die Hand in Hand gehen. Da kann man das im richtigen Leben nicht immer drauf setzen. Also entweder den Kanibalen von Rotenburg, wenn ich das mal in Anspruchszeichen nennen kann, Anschauer. Ich habe das schon mal geguckt im Internet, als ich den Film gesehen habe. Was war ich mit dem? Wie kam es dazu? Dann hätte ich auch gerne so...
Johannes Quirin: Hm.
Daniel: habe mir über den Nachhinein dass ich das nicht ansehen Das wirklich so, als würde jemand essen wollen. Da ist etwas gewachsen. kein Psychiater. Das filmische Mittel zeigt das ziemlich gut. Wann darf man jemand essen und wann darf man etwas nicht essen? Es gibt auch einen historischen Zivilisationsprozess, der sich die Menschheit anschaut, immer inklusiver wird. Ich weiß noch, dass auch Frage am Mord ging, dass man sagte, Wenn man sich die Griechen als antike Form der Zivilisation dann galt es zivilisatorischen Errungenschaften für alle Menschen. Aber waren eben die Athener, das waren die Griechen. Und alle die nicht dazugehörten, das waren eben Barbaren. Und mit Barbaren kann man machen was man will. Für die gelten diese Regeln nicht. Das sind fremdartige Lebewesen. Die haben zwar auch zwei Beine und zwei Arme und vielleicht auch den Kopf und können auch so Worte sagen. Aber es ist ja irgendwie klar, dass das keine Menschen sind, keine Bürger, sondern Barbaren. Und heutzutage sagen wir ja universalistische Menschenrechte, die Regeln gelten für alle Menschen auf der Welt. Auch wenn wir jemanden in Papua Neuginea oder in Nordamerika oder wo immer in Südafrika noch nie gesehen haben, der hat eine andere Hautfarbe, spricht eine andere Sprache, mag anderes Essen und so weiter. Wir kennen diese Personen, wir nehmen trotzdem an, dass das Menschen sind und deswegen gelten für die gleichen Rechte. Dann kann man so jemanden nicht verzehren, während wir bei Tieren gerade so voll in der Debatte sind. Wir wissen aus Studien, dass sie nicht nur reine Biomasse sind, sondern dass ein bestimmtes emotionales kognitives Potenzial haben. Sie sind klüger, empfindungsfähiger als wir das lange Zeit... Die Menschen haben ein bestimmtes Unterscheidungspotenzial von uns. Was macht den Menschen denn aus? Wir werden dazu zu der Frage geworfen, was uns als Lebewesen ausmacht. Eine sehr plausible Antwort ist, dass der Mensch das Lebewesen als Symbole verwendet. Das die Menschenexistenz, wir bei keinem Tier finden. Werkzeuge Beispiel, können auch Tiere benutzen, also auch Biber oder Affen benutzen Werkzeuge, aber Symbole benutzen die eben erstmal so nicht. Das ist eben etwas, uns diese Form der Metakultur, das etwas, was den Menschen sehr speziell ausmacht. Deswegen möchte ich auch nicht in so eine Schiene kommen und sagen, ja irgendwie das gilt für alle Lebewesen, also ist alles gleich, das ist eben auch zu unterkomplex. Man muss dann eben tatsächlich entscheiden, Wir wie man welche Rechte auf welche Haltungsrechte zugesteht. Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen einem Schwein und einer Kuh, was die emotionale kognitive Intelligenz anbelangt, und Mehlwürmern oder Schnecken oder auch Fröschen. gibt nicht dasselbe, sondern es gibt auch Qualitative Unterschiede. Wir haben eine gewalttätige Seite gegenüber anderen Lebewesen und müssen sie dann im Zweifel umgehen. Da kann man sich überlegen, ob das so dass das Tier nicht leidet. Gibt es eine humane Form zu töten oder ist die Tanten oder Veganerinnen sagen, das alles Massenmord Ich würde sagen, dass nicht einfach zu beantworten Wir befinden uns im Reflektionsprozess und ich würde auch sagen, dass in diese zivilisatorische Richtung machen uns deutlich und besseres Standards. Aber immer mit dem Bewusstsein, was dieser Film zeigt, dass an der Grenze zum totalen Zusammenbruch Das kann jederzeit kippen, wenn es zu schlimmen Situationen kommt.
Johannes Quirin: Richtig. Und was macht das dann mit dir, wenn es eben dann da kommt? Greift dann der militante Veganer nicht doch vielleicht auch zu etwas anderem? Wir haben ja hier, wenn man es so nimmt, die Urform der militanten Veganer-Droglodisten. Du hast es ja eben auch schon richtig gesagt, die dort vorkommen, die leben im Untergrund. Es sind militärisch organisiert, wie man das auch so sieht. Also ist das jetzt so, dass sie für ihre Überzeugung kämpfen? Sind sie die Helden, die die Welt vielleicht zukünftig retten? Weil ansonsten sind ja alle verspeist irgendwann, bis auf wenige. Oder sind es die Extremisten, die da als Terroristen auch in der Zeitung genannt werden und die auch so gehandhabt werden als dann hier der... Das ist der Postbote, aber er wirkt ja irgendwie wie so ein Gradfahrer aus dem Zweiten Weltkrieg, der mit seinem Motorrad die Informationen von A nach B fährt und auch da Dinge mitnimmt und dann einen erschießt und dann sagt hier, ich habe einen davon erwischt. Also das ist ja auch keine Vermenschlichung, sondern ich habe da irgendetwas erschossen. So und der Film lässt das... Schon irgendwie auch offen sind das jetzt Extremisten, sind es die Helden. Und im Endeffekt ist es natürlich, du hast es ja auch angedeutet, so die gleiche Diskussion, die wir heute führen. Was ist jetzt so das gesunde Maß? Das gesunde Maß dazwischen. Sind wir irgendwo im Überfluss gelandet, dass Lebewesen, egal was sie fühlen und wie sie fühlen, leiden müssen dafür, dass ein Produkt Im überfluss vorhanden ist dass auch weggeschmissen wird das vernichtet wird weil es einfach zu viel produziert wird Und was ist da auch so ein gesundes maß und das ist finde ich hier Ja hier in diesem in diesem film sieht man natürlich klar es gibt kein fleisch mehr weil keine tiere mehr existieren außer schnecken und schnecken und frösche aber der mensch Zumindest mal hier der Hausmeister dann zu diesem Zuchtvieh wird, das dann geschlachtet wird, wenn es notwendig ist. Und dann gibt es wiederum die anderen, sagen, hey, wir können auch irgendwie anders leben. Auch wenn der Mais jetzt schon ziemlich verstaubt und alt ist, scheinbar. Wo ist jetzt so das gesunde Maß? Und darum dreht es sich ja eigentlich schon seit Jahren bei uns. Wo ist das gesunde Maß? Wie gehe ich mit Lebensmittel Da haben wir ja natürlich auch bei Taste the Waste mit ester kern darüber gesprochen und hier finde ich natürlich noch mal ganz anders gelagert ja logisch auch sehr überzeichnet wie gehe ich hier mit lebensmittel rum in anführungszeichen aber letzten endes wo ist das gesunde maß dass ich oder dass die menschheit hier vernünftig mit den ressourcen umgeht jetzt unabhängig davon dass hier menschen gegessen werden aber mit den ressourcen umgeht dass man da einen gesunden Weg findet von Konsum, von Essenskonsum. Weil das ist hier auch schon ungewöhnlich oder unnormal. Das ist ja schon wirklich so, ich kann es kaum erwarten. Ich esse nichts anderes. Es muss jetzt wieder irgendwas auf den Teller, egal von wem. Mir ist es wurscht, ob das die Schwiegermutter ist oder ob vom Nachbarn das Bein oder keine Ahnung, im Notfall mein eigener Arm. Ich brauche jetzt hier also es hatte auch schon so ein bisschen was so leicht drogensüchtig ist würde ich schon sagen ich kann nicht ohne fleisch und das ist so für mich so ein punkt wo ich sag ja irgendwie natürlich eine starke überzeichnung aber im endeffekt wird natürlich hier schon die frage aufgeworfen was ist denn so ein gesundes maß an konsum hier natürlich sehr stark auf lebensmittel gemünzt
Daniel: In meinem Redenfluss über den Einpunkt, den den Normalität neu definiert hat, Das ein springender Punkt dieses Films. Es geht darum, die Frage zu was normal was als Normalität hingenommen und weil es sich so eingespielt hat, weiter hinterfragen und nicht nach neuen Auswegen geguckt. Manchmal muss man einfach so eine Irritation reinbringen. Wie das Restaurant, das gesagt hast, wir definieren das mal als Normalität. Es gibt auch wieder pflanzliche Burger. Das ist natürlich nicht die Realität, weil es ist eben einfach nicht das normale. Aber es ist fast wie so ein Kunstprojekt, kulinarisches Kunstprojekt. Dass man sagt, man irritiert den Gast und lässt ihn mal die bisherigen Strukturen, dass man so als Ganggebe ansieht, mal hinterfragen. Der Clown ist sowieso wieder eine Figur, der im Alltagsgetriebe auch als überflüssige Person dargestellt wird. Er ja kein produktiver Beruf, ist ja Zeugnis, man könnte fast sagen wie der Soziologe.
Johannes Quirin: Hahaha.
Daniel: und wirft bestimmte Fragen auf oder schafft es Unruhe zu stiften. auf eine Art und Weise, dass das ganze System in Frage gestellt wird und man guckt welche anderen Auswirkungen es noch Und das würde aus meiner Sicht auch hier auf diese Trockenlodisten im Untergrund abzielen, genauso wie auf die Fleischäste da oben. Die Frage ist ja, die Trockenlodisten leben ja wenn nichts mehr nach. Man kann nicht ewig nur vom Mais leben, wenn kein Mais mehr produziert wird. der anderen Seite haben wir oben diejenigen, die sich gegenseitig nach und nach verzehren und dann Auswahlkriterien treffen, wer dazu gehört, nicht. Witzig mit der Schwiegermutter, da könnte man auch was sagen. Also was wäre, wenn es die Schwiegermutter gegangen wäre? Da würde wahrscheinlich ein Großteil der Ehemänner heute sagen, kein Problem, Schwiegermütter kann man ruhig schlachten. Da hat man mehr Ruhe im Haushalt.
Johannes Quirin: Hahaha.
Daniel: Aber genau, hier ein sympathischer Mann, der dann auftaucht und sich integriert. Da gerät das System dann ins Wanken. Und das bringt so viel Unruhe rein, dass die Normalität in Frage gestellt wird, dass man jetzt eben darüber nachdenkt, kann man Algen züchten? gibt ja Frösche und Schnecken, die man verzieren könnte. Das wäre doch ein Lebensmittel. Da müsste man doch, wenn es das Wasser gibt, dann müsste man auch irgendwelche anderen... Wenn man aus der Normalität rausbrechen würde, nur von den Ressourcen leben und einen übermäßigen Karnivoren, Karnivieren und so produzieren, die auch den Speiseplan ergänzen würden, ohne einen dieser beiden Extremisten rein zu geraten. eine neue Welt zu schaffen. Der Film sagt das zwar nicht konkret, aber am Ende... Die letzte Szene wird das Haus von außen gezeigt. Das werden auch beiden Liebenden, die Tochter des Metzgers und der Clown, beim Musizieren auf dem Dach gezeigt. Und da ändert sich auch so bisschen die Farbgestaltung des Films. Bis dahin ist es eigentlich immer so ein dunkelgelbliches Farbschema, das alles überlagert. Was dem Ganzen so eine... Das eine saftige, wie auch faulige Atmosphäre. Am Ende wird es lockerer, blauer und klarer. Jetzt ist das alles durcheinander geraten durch die Irritationen. Das werden neue Formen der Nahrungsmittelerzeugung, der Verteilung und des Speiseplans gefunden. Danach wird gesucht und aktiver. Das ist ein Neuanfang, auf den ganzen Trümmern die nach der globalen Apokalypse das Haus heimgesucht haben, das hier und da verwüstet wurde.
Johannes Quirin: wilder ritt genau hin zum ende des films und ich denke wir können da auch jetzt schon mal so langsam ein fazit ziehen was uns da ja so bei diesem film begeistert oder auch nicht begeistert hat wie sieht es bei dir da aus daniel
Daniel: Ich fand es eine super Auswahl von dir diesen Film. Ich habe auch gedacht, müssten dann nochmal darüber sprechen. Das ist auf jeden Fall auch ein Klassiker von mir des kundinatischen Kinos. Ich war überrascht, dass du ihn ausgewählt hast. super. fand es beim Nachschauen wieder von der filmischen Qualität hervorragend, dass das Gespräch mit dir wieder sehr fruchtbar Es gab auch schöne Szenen in dem Film. Das haben wir jetzt gar nicht so erwähnt. Einmal wurden ja Kekse gegessen und Tee getrunken. Es gab auch kleine Genusselemente, aber er lässt uns über Essen und Trinken nachdenken. an diesem Randgebiet des menschlichen Lebens. Ich finde es ein tolles ich gebe ihm drei von vier Gängen. Wie sieht es bei dir aus?
Johannes Quirin: So ja, also die T-Time, genau, die haben wir gar nicht besprochen. Die gab's natürlich auch. Somit auch kulinarische Momente außerhalb der sehr speziellen Kulinarik bisher. Genau, also mein Fazit zu Delikatessen, es ist natürlich, wie du es auch gesagt hast, ein sehr bizarrer Film. Düster, makaber, hat aber auch gleichzeitig an gewissen Stellen eine unglaubliche poesie wenn die figuren miteinander interagieren auch wenn es manchmal vielleicht eine makabere poesie ist und letzten ende ist auch so eine gewisse prise humor und diese balance die dort entsteht finde ich wirklich ja sehr sehenswert das ist eigentlich eine welt wenn man es jetzt mal so ganz blatt ausdrückt in der menschen zu wurst verarbeitet werden oder zu fleischstücken Aber trotzdem, und das macht vielleicht auch dieses französische aus, gibt es Liebe, Freundschaft und Hoffnung auf eine bessere Welt. Du hast es ja auch gesagt, die am Ende mit einem musikalischen Ende auf dem Dach eben da auch ausgedrückt und symbolisiert wird. Ja, und wenn man jetzt vom kulinarischen Kino ausgeht, es ist jetzt nicht unbedingt das kulinarische Kino, was wir bisher besprochen haben. Es ist eher so ein Extenzielles geht nur könnte man auch sagen es geht hier die Existenz und deswegen das das essen und ich finde was ist ein Mensch wert das ist so die Frage diese unbequemste aller Fragen die dieser film auf eine ganz andere Art und Weise auch stellt und Das ist irgendwie das was diesen film so ja so sehenswert und auch in einer gewissen Art Weise brillant für mich auch macht. Das Visuelle, das hast du ja auch gesagt, von so einem Seepia-Ton hin zu und so weiter und so fort, die schauspielerische Leistungen wunderbar toll. Aber genau diese Fragen, diese unbequemen Fragen, die im Kontext des Films dort gestellt werden und die man da auch so ein bisschen wie in den Spiegel vor sich gehalten bekommt. Das fand ich sehr, sehr interessant. Leider muss ich sagen, deswegen gibt es auch keine volle Punktzahl von mir, das vielleicht noch mal vorne ab, nimmt manches so ein bisschen diese Spannung raus. Man ahnt es schon teilweise, wie es ausgeht, weil da sind wir ja gar nicht eingestiegen. Am Anfang auch klar wird, was da mit Menschen in diesem Haus passiert. dieser ... Einwurf zu Beginn vielleicht nicht da gewesen wäre, wäre es spannender gewesen, was denn so in dieser Metzgerei verkauft wird. Und das finde ich so ein bisschen Spannung, hätte dem ganzen noch gut getan. Deswegen bin ich auch nur bei drei von vier Gängen. Es ist kein ganz perfektes Menü somit, aber ... Immerhin eins, was man gegessen haben sollte.
Daniel: Ich hoffe, dass unseren Zuhörern Zuhörerinnen auch Appetit gemacht haben auf dieses Spezielle Menü. Vielleicht kommt dann das eine oder andere Feedback. Ich würde das zum Abschluss der nächsten Film kurz nennen. Johannes Quirin (1:00:15) Genau! Daniel (1:00:18) Nachdem wir heute im grotesken, absurden Schwarzhumorien gewesen sind, schlage ich aus der Reihe benenne etwas ganz Zauberhaftes. Wenn ich mich richtig erinnere, ich habe den Film kaum noch vor Augen, ich hoffe ich verspreche jetzt nicht mehr oder schwüre nicht falsche Erwartungen, ich das so ankündige. Und zwar würde ich gerne mit dir einmal den Klassiker Jolie und Julia besprechen. Das filmische Aufarbeitung der Kochkarriere der bekannten Kochbuchautorin Julia Schild. Das war ein besänftiges, wohlwollendes Kontrastprogramm. Ich hoffe, die Qualität wird ähnlich gut sein, denn die war heute auf jeden Fall gegeben. Johannes Quirin (1:00:59) Ja. Ja, herzlichen Dank dir, Daniel, und auch danke schon mal für dieses neue Filmchen, das wir uns dann entsprechend anschauen dürfen. Es ist auf jeden Fall deutlich appetitlicher als das, was wir heute besprochen haben. Es geht ja da, wie du auch gesagt hast, die wahre Geschichte, eine wahre Geschichte. Von daher ist es sicherlich etwas, was viel Freude am Kochen und natürlich auch Leidenschaft am Kochen da tatsächlich einfach mit sich bringt. Und mir bleibt da eigentlich nur noch eins zu sagen, wie immer am Ende, denkt immer daran, manchmal sind die besten Geschichten die, die beim gemeinsamen Essen entstehen. Bis zum nächsten Mal bei Film und Fressen.
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