Folge 14: Kitchenstories - Geburtstagsfolge Teil 1

Shownotes

In dieser besonderen Jubiläumsfolge feiern wir ein Jahr Film und Fressen und tauchen tief ein in die skurrile Welt von "Kitchen Stories". Gemeinsam mit unserer Gästin Dr. Eva Maria Endres diskutieren wir, was passiert, wenn Forscher in norwegischen Junggesellenküchen auf Hochstühlen Platz nehmen und das Kochen wissenschaftlich beobachten. Wir sprechen über die Geschichte der Einbauküche, die Rolle von Beobachtung und Kontrolle, und wie aus Einsamkeit durch Essen Begegnung wird. Dabei beleuchten wir, wie Esskultur, soziale Dynamik und nordischer Humor in diesem außergewöhnlichen Film aufeinandertreffen. Freut euch auf pointierte Analysen, persönliche Geschichten und einen Blick hinter die Kulissen von Kulinarik und Kino.

Takeaways

  • Analyse des Films 'Kitchen Stories' aus wissenschaftlicher Perspektive
  • Skandinavische Esskultur und ihre Darstellung im Film
  • Die Herausforderungen der wissenschaftlichen Beobachtung in der Küche
  • Die Entwicklung der Küchenarchitektur und ihre gesellschaftliche Bedeutung
  • Die soziale Funktion der Küche und des Essens in der Gesellschaft

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Die Moral des Essens in Zeiten digitaler Kommunikation

https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-41848-2

APEC – Büro für Agrarpolitik und Ernährungskultur

https://apec-berlin.de/

Slow Food Youth

https://www.slowfood.de/slow_food_youth

Frankfurter Küche

https://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_K%C3%BCche

Bauhaus

https://de.wikipedia.org/wiki/Bauhaus

Christoph Klotter

https://www.hs-fulda.de/klotter

Diderot Café Berlin

https://www.tip-berlin.de/essen-trinken/cafes/diderot-cafe-berlin/

Babettes Fest

https://de.wikipedia.org/wiki/Babettes_Fest

Schokolade (Film)

https://de.wikipedia.org/wiki/Chocolat_(2000)

Slow Food Deutschland

https://www.slowfood.de/

Mehr Infos zu Dr. Daniel Kofahl unter: https://www.apek-consult.de/team/dr-daniel-kofahl/ - Kontakt: Kofahl@apek-consult.de

Mehr Infos zu Johannes Quirin

Musik Intro/Outro von Diana_Production_Music über Pixabay

Transkript anzeigen

00:00:03: Film und

00:00:03: Fressen,

00:00:04: der

00:00:04: Podcast über Kino mit Geschmack.

00:00:08: Mit Kofal

00:00:10: und Quirin.

00:00:11: Wusstet ihr dass eine schwedische Hausfrau in den fünftzigern in ihrer Küche jedes Jahr eine Strecke zurücklegen soll die ungefähr so lang ist wie von Schweden bis in den Kongo?

00:00:24: Tja herzlich willkommen bei film und fressen.

00:00:26: heute geht es um einen wunderbar skurrilen film zwei wortkake Männer Ein Hochstuhl, eine absurde wissenschaftliche Versuchsanordnung und die Frage was passiert wenn jemand beim Kochen über die Schulter schaut.

00:00:40: Wir sprechen über Kitchen Stories aus dem Jahr zwei tausend drei und wie immer mit dabei Ernährungssoziolog Dr.

00:00:47: Daniel Kofall unser Experte für alles was zwischen Topf und Gesellschaft passiert.

00:00:52: Hallo Daniel

00:00:53: Hallo Johannes, vielen Dank für die Begrüßung.

00:00:56: Du bist ja nicht nur unser ausgewieser Genus-Experte sondern neuerdings auch offizielles Mitglied der gastronomischen Gesellschaft wie es vor kurzem durch den sozialen Medien ging und heute natürlich unser Küchenprofi!

00:01:05: Ja und wir sind ja heute nicht alleine?

00:01:07: Genau, wir sind heute nicht nur allein.

00:01:09: und zwar gibt es bei uns in unserem Podcast eine besondere Situation nämlich es gibt uns jetzt ein Jahr lang, wir jähren uns.

00:01:16: Wir haben tatsächlich das Jahrfolge gemacht.

00:01:18: Wir sind nicht an der berühmten zwölften Folge gescheitert wie so viele andere Podcasts geschafft durchzuhalten, auch unsere Zuhörerschaft zu vergrößern und deswegen wollten wir es ein bisschen feiern.

00:01:27: Und wir feiern unseren Podcast wie andere auch ihre Jubiläenfeiern mit Gästen und wir fangen da an mit heute einer Folge wo wir einen ganz besonderen Gast haben und zwar freue ich mich das Dr.

00:01:39: Eva Maria Endres Ernährungs- und Kommunikationswissenschaftlerin und eine der Geschäftsführer des berühmt berüchtigten Büros für Agrarpolitiker Ernährungskultur nämlich APEC sowie Dozentin für Ernährungen Bildung und Ernehmungskommunikation in aller Hochschule Anhalt heute zu Gast ist.

00:01:53: Eva, wir beide kennen uns jetzt schon seit.

00:01:57: Zumindest habe ich bei der Durchschnitt meines E-Mail-Postfachts noch Mails gefunden die von damals stammen und ich würde das nicht alles aufzählen was du in Bezug auf Ernährungswissenschaften und Kulinar gemacht hast oder vor allen Dingen gerade machst.

00:02:08: sonst haben wir hier so ein Biopic die nächste Stunde über dich.

00:02:10: dass wäre sicher auch spannend aber ich glaube es muss an anderer Stelle passieren.

00:02:14: Ich würde einfach nur drei kurze Dinge hervorheben, um mich so ein bisschen einzuführen.

00:02:18: für all diejenigen, die vielleicht ein Lektüre-Difizit haben oder in den sozialen Medien nicht so aktiv sind und deswegen dich nicht so präsent auf dem Schirm haben.

00:02:27: Was wahrscheinlich nur eine Minderheit ist aber ich werde es jetzt trotzdem mal machen!

00:02:30: Du bist früher mal Slow Food Use Activistin gewesen.

00:02:33: das ist der erste Punkt.

00:02:34: dann hast du als zweites also auch was Besonderes was eben auch nicht alle Wissenschaftlerinnen machen oder alle Wissenschaftlern dass man zusammen mit dem Professor für Ernährungspsychologie Christoph Klotter eine Zeit lang als Gastronomen einen eigenes Café in Berlin geführt, das Diderot und dass wäre was ganz Aktuelles.

00:02:49: Du hast vor kurzem neues Buch veröffentlicht nämlich die Moral des Essens in Zeiten digitaler Kommunikation erschienen bei Springer, wer sich dafür interessiert.

00:02:57: Liebe Eva ich freue mich, dass du heute bei uns zu Gast bist und du hast auch einen ganz tollen Film vorgeschlagen!

00:03:01: Ja vielen Dank für die Einladung.

00:03:03: Ich freue mich auch sehr, dass ich heute mit euch den spannenden Podcast machen darf.

00:03:08: Und erst mal herzlichen Glückwunsch zum Jahrestag, ich finde das auf jeden Fall für ein Podcast ein großer Erfolg und freue mich auch sehr dass der Podcast fortgeführt wird.

00:03:16: Ich höre mir die Folgen auch immer sehr gerne an und habe dann auch dadurch immer Inspirationen für Filme Die ich vielleicht noch gucken muss und nachholen muss.

00:03:25: Genau!

00:03:25: Ich durfte einen Film vorschlagen und es ist mit tatsächlich überhaupt nicht leicht gefallen weil es gibt so viele spannende Filme einen Film vorgeschlagen, der ein bisschen karg ist.

00:03:38: Aber wie ich finde aus einer Perspektive der Forscherin natürlich die Ich bin extrem spannend weil er es wie Johannes schon gesagt hat so eine ganz skurrile Forschungssituation abbildet und da steigen wir sicherlich gleich noch ein bisschen näher drauf eint.

00:03:56: aber ich freue mich darauf.

00:03:57: ja schön dass du mit dabei bist, kann ich jetzt auch noch mal anschließend sagen.

00:04:04: Daniel hat es ja auch schon in der Begrüßung mitgegeben bei dem Film den Du ausgewählt hast.

00:04:11: Jetzt wird's mir klarer.

00:04:12: aussicht der Wissenschaftlerin warum dieser Film und kein anderer ist dann heute sein Muster!

00:04:18: Genau, wir haben ja immer noch eine kleine knackige Zusammenfassung für alle die den Film noch nie gesehen haben.

00:04:24: Ich zählte auch dazu.

00:04:25: von daher auch für mich nochmal als Rekapitulation was ich da so angeschaut habe.

00:04:32: Worum geht's?

00:04:32: Also, wir sind in Norwegen.

00:04:34: Frühe fünftiger Jahre das schwedische Forschungsinstitut.

00:04:39: Man bewegt sich hier tatsächlich in mehreren skandinavischen Ländern.

00:04:43: Das schwedisch Forschungs-Institut für Heim und Haushalt hat zu Hause schon erforscht wie eingangs schon erwähnt Wie sich Hausfrauen in ihrer Küche bewegen um einfach dann auch Geräte optimal anzuordnen Um ja die Hausfrau hier bei ihrem täglichen Bei ihrer tägliche Arbeit in der Küche tatsächlich noch ein bisschen zu unter.

00:05:01: und jetzt nimmt sich dieses Forschungsinstitut die nächste Gruppe vor.

00:05:05: Und die ist viel kniffliger!

00:05:07: Das sind alleinstehende Männer in Norwegen, wie kochen denn überhaupt Junggesellen wenn gar keine Frau im Haus ist?

00:05:13: Achtzehn Beobachter werden mit Auto- und Wohnwagen ins Nachbarland geschickt um das herauszufinden.

00:05:18: Einer von ihnen ist Volke.

00:05:19: Er soll den alten eigenbrötlerischen Junggesellens Isaac studieren.

00:05:24: Die Regeln sind eisern.

00:05:26: Der Beobachter sitzt auf einem hohen Schiedsrichterstuhl, so wie wir ihn vom Tennis auskennen in der Küchenecke und er darf kein Wort sagen.

00:05:34: Es darf keinen Wort gewechselt werden, keine Freundschaft entstehen, kein Kontakt sondern reine Objektivität!

00:05:39: Und Isaac aber, der seine Zusage längst bereut boykottiert das Ganze.

00:05:43: Er kocht trotzdem im Schlafzimmer, lässt Folge im Dunkeln sitzen bis plötzlich ein winziger Moment... Ein geliener Salzstreuer eine Rassecafé das ganze wissenschaftliche Regelwerk zum Einsturz bringt.

00:05:54: Aus zwei einsamen alten Männern oder vielleicht Männer, ja einer ist ein bisschen jünger aber jedenfalls aus zwei einsamem Männern werden gegen jede Fortschrift Freunde ein stiller trockener zutiefst menschlicher Film über das Beobachten und beobachtet werden.

00:06:11: Und ja, jetzt bin ich mal gespannt was dich denn da außer die wissenschaftliche Perspektive so dran interessiert hat dass du diesen Film ausgewählt hast liebe Eva Maria?

00:06:21: Naja

00:06:21: also der film steht ja schon ein bisschen für dieses skandinavische arthaus und damit bringt er einfach diese karkheit mit sich.

00:06:29: gerade schon erwähnt hatte na die spricht einen vielleicht im ersten moment nicht so direkt an.

00:06:34: aber was ich eben Eskultureller Sicht, total spannend finde ist diese skandinavische Eskultur auch die dort gezeigt wird und dann auch diese Bilder und die Sprache.

00:06:48: Grundsätzlich ist sehr wenig gesprochen in dem Film.

00:06:51: Auch die Bilder sind jetzt nicht von einer besonders tollen Landschaft oder irgendwie von der Art Reichtum geprägt, sondern es durchzieht diesen ganzen Film.

00:07:01: eben diese Kühle und Kälte, die man sonst vielleicht auch aus anderen skandinavischen Filmen kennt ist natürlich eine spannende Sache.

00:07:10: Ich musste da sofort Babettes fest, habt ihr ja auch schon besprochen hier in dem Podcast und dann muss ich dann natürlich sofort daran denken diese protestantische Esskultur die auch dort gezeigt wird was man vielleicht jetzt erst mal als genussfeindlich beschreiben kann.

00:07:24: Aber ich glaube, wir kommen dann auch noch auf so einige einzelne Szenen nochmal zu sprechen die in den Filmen gezeigt werden wo sich dann eben auch noch zeigt also ganz so genuss feindlich sind sie natürlich doch nicht.

00:07:35: aber das ist erstmal der erste Eindruck von diesem Film hat und das finde ich natürlich sehr spannend weil es erstmal etwas ganz anderes ist ein ganz anderer Zugang zum Thema Eskultur als man denen vielleicht klassisch aus italienischen Filmen oder ja, Filme die in Südfrankreich spielen.

00:07:54: Die von so einer absoluten Ja genussfülle Geschmacksvielfalt Reichtum geprägt sind.

00:08:01: Das würde ich auf jeden Fall auch aus meiner Perspektive so sehen dass wir diesen Film eine ganz spezielle S-Kultur präsentiert bekommen.

00:08:07: also Wir haben es nicht mit dieser Opulenz zu tun, die wir aus vielen französischen Filmen kennen oder wie sagen typische Klassiker des kulinarischen Kinos wo irgendwie ganz groß gekocht wird und aufgefahren wird was es alles gibt sondern wir haben hier Genau, da sprechen wir sicherlich gleich drüber.

00:08:20: Eine ganz einfache Perspektive auf sehr einfache Mahlzeiten die aber trotzdem dann ihren großen Effekt entfalten können sowohl kulinarisch genusstechnisch als auch für soziale.

00:08:31: und wir haben eben diese ganz spezielle Situationen die wer auch im wenigen Film finden.

00:08:36: das ist auch interessant dass du diesen film ausgewählt hast.

00:08:39: ich hatte es nicht auf dem schirm dass du den nehmen würdest weil sich dich angefragt habe weil wir es ja hier mit einer reinen Männergesellschaft auch zu tun haben.

00:08:45: Also in diesem Film, nicht in Schweden und Norwegen an sich aber dieser Film hat einen hundertprozentigen Männeranteil.

00:08:51: also es geht wirklich darum wie essen so allein stehende Männer auch Mahlzeiten?

00:08:55: oder was könnt ihr da für eine Rolle spielen?

00:08:57: Wie wird dieser Essalltag da hergestellt?

00:09:00: ich habe den Film selber vorher auch schon ganz oft gesehen.

00:09:02: du hast ihn jetzt zum zweit mal gesehen und du hast den ja auch schon öfters gesehen.

00:09:06: kannst du noch einmal vielleicht kurz erzählen wie du das erstmal auf diesen film gestoßen bist?

00:09:10: tatsächlich

00:09:11: Hatt ich damals in meinem Masterstudium, als ich habe Public Heart Nutrition studiert und da hatten wir ein Modul das nennt er sich Soziologie des Essens.

00:09:19: Und da hatte ich eine Professorin.

00:09:20: die hat ihren Lehrplan wirklich sehr akribisch vorbereitet und diese Professorin hat uns den Film empfohlen damals genau aus diesem Aspekt weil wir es eben über soziologische Forschungsmethoden hatten.

00:09:34: Das fand ich auch total spannend.

00:09:36: an dem Film gesehen hast, was dieses HFI, dieses Haushaltsforschungsinstitut in Schweden ja wie das aufgestellt ist.

00:09:47: Also ich dachte mir schon wow!

00:09:51: Was haben die bitte schön für Forschungsmittel zur Verfügung?

00:09:53: Man muss vielleicht noch ein bisschen erklären für diejenigen, die den Film jetzt noch nicht gesehen haben.

00:09:57: Erstens mal alle Forschenden werden mit einem eigenen Wohnwagen ausgestattet und dürfen dann in diesen Haushalten lebende Zeit lang.

00:10:06: Und der Leiter des Instituts, der fliegt dann mit so einem riesigen Flieger ein.

00:10:12: Der auch diesem Forschungsinstitut gehört – also da ist sogar das Logo von dem Forschungs-Institut aufgedruckt und da steigt er dort aus wie so'n Lebemann!

00:10:21: Also es ist ja auch zu dieser Kakeneskultur über die ich gerade gesprochen habe, ist quasi die absolute Antithese der Leitung dieses Forschungs institutes.

00:10:30: Er steigt da auf... halt betrunken macht er den Anschein.

00:10:34: Hinter ihm ruft dann noch so seine Frau geliebte hinterher, soll doch gleich wieder reinkommen und man merkt dann in dem Flugzeug ist so registreiben.

00:10:43: also es geht zu einer richtigen Party dort von Statten und der hat auch gar nicht viel Zeit sich mit diesem ganzen Forschung Setting auseinanderzusetzen weil ich muss auch gleich wieder weiter und das fand ich eine total absurde Szene wo ich mir so dachte ja also ich glaube sowohl Daniel als auch ich habe die ein oder andere Erfahrung gemacht, Forschungsgelder einzuwerben.

00:11:03: Was sich als extrem schwierig erweist und man ist irgendwie schon froh wenn man so ein bisschen die Arbeit vergütet bekommt, die man da machen möchte, die einen interessiert.

00:11:13: Also in Schweden schien das Ganze mit deutlich besseren finanziellen Mitteln damals ausgestattet zu sein.

00:11:18: Das fand ich schon mal ganz spannend!

00:11:20: Ja, so wie du es jetzt gerade erzählst.

00:11:21: Wir stehen die Tränen in den Augen voll lachen und ich muss aufpassen, dass ich das Mikrofon kichele an die ganze Zeit wenn du es natürlich völlig recht wie du sie da stellst.

00:11:28: Es ist absurd!

00:11:29: Das sind extrem viele Mittelscheine zur Verfügung zu stehen also durch Forschungsgelder.

00:11:33: Das Forschungsbudget scheint sehr groß zu sein.

00:11:35: dieser... Forschungsleiter ist ein Charakter, so wie er mir in der Haushaltsforschung in meiner Biografie nie begegnet ist.

00:11:41: Ja also mit dem Leben an Habitus das ist etwas aus der Zeit gefallen regional sehr unterschiedlich oder eben pure Fiktion ich kann es nicht beschreiben Ganz richtig und natürlich auch mit der Aufmerksamkeit, mit der er da bedacht wird.

00:11:54: Ja also der Doktor, der sich ja hier mit Haushaltsforschung beschäftigt hat die Kurifee und so was Also wenn man merkt wie das in Deutschland natürlich so im deutschsprachigen Raum nischen Dasein fristet oft diese Formen der Untersuchungen Obwohl sie sicherlich auch wirtschaftliche Relevanz haben dann ist es etwas ganz besonderes Wenn ich einmal zu Johannes du hast den Film jetzt zum ersten Mal gesehen oder hattest ihn vorher auch schon mal auf dem Schirm?

00:12:14: Nee

00:12:14: nee, das war zum ersten mal tatsächlich Und es ist ein... Etwas anderes, sondern ein skandinavisches Kino.

00:12:21: Sonst weiß man ja oft dass skandinawische Filme auch irgendwo.

00:12:25: also hat Auf seine Art und Weise vielleicht auch schwarzen Humor, gar keine Frage.

00:12:29: Aber oftmals ist das skandinavische Kino ja auch bekannt für seine Brutalität

00:12:34: etc.,

00:12:35: pp.

00:12:35: Ja?

00:12:35: Die Karkheit spielt immer irgendwo eine Rolle.

00:12:38: Alleinsein spielt auch oft eine Rolle.

00:12:40: wenn man jetzt an die Valander-Crimis denkt oder sowas... Auch Valanda ist ja oft alleine mit sich und seinen Gedanken Und das zeigt sich ja auch hier.

00:12:48: Jetzt ist es natürlich auch noch so.

00:12:49: Hier spielt ja auch nochmal ein bisschen diese skandinawische Rivalität Eine Rolle.

00:12:54: Schweden gegen Norwegen Da kommen diese besserwisserischen Schweden ins Land und vollführen hier irgendwelche Studien.

00:13:02: Eigentlich ist das Land sowieso nix, sogar Slenkrad auf der falschen Seite.

00:13:07: Darin kann er sich schon gar nicht gewöhnen wenn er dann da plötzlich damals noch eben auf die anderen Seite gefahren ist.

00:13:12: Das ist ja mittlerweile auch alles anders aber nichtsdestotrotz.

00:13:15: Und da merkt man halt irgendwie es ist zwar der Job, aber man fährt ungern irgendwo dahin startet das ja auch damit, dass der gar keine Lust hat.

00:13:25: Als wir unterschrieben aber versteckt sich erstmal lässt keinen rein und man braucht erst mal eine Zeit lang eines scheinbaren Abtastens bis er dann die Tür einen Spalt offen lässt, damit man da reinkommt.

00:13:38: und dann nimmt ihr diese Geschichte so ein bisschen Fahrt auf wenn man überhaupt davon sprechen kann, das war so ein bisschen gewöhnungsbedürftig.

00:13:47: Ohne dass ich jetzt schon mal zu weit vorgreife was nachher das Fazit sein wird aber ja es war ein sehr stiller und leiser Film der interessante Perspektiven einfach auch nochmal eröffnet hat und man vielleicht auch so sich selbst dran erinnert, wo man vielleicht mal kulinarisch gestanden hat wenn man sich nicht weiterentwickelt hat.

00:14:04: Wenn man als Junggeselle irgendwo anfängt zu kochen und die ersten Schritte geht.

00:14:08: Und das hat mich jetzt so auch dran erinnert.

00:14:11: aus dieser Beobachtungsperspektive, die hier wissenschaftlich dargestellt wird haben wir natürlich heutzutage auch wenn wir reality tv schauen wie zum Beispiel bauer sucht frau und dann manchmal sehen wieder ein bauer als Junggeselle lebt vieles, was da auch im Film vorkommt.

00:14:30: Also von daher gibt es im Endeffekt diese Beobachtungsperspektive die hier im film gezeigt wird.

00:14:35: heute sind wir die beobachter sei es auf social media oder ähnliches und beobachten andere beim essen oder beim zubereiten.

00:14:42: ja kochfernsehen funktioniert ja deswegen auch so gut.

00:14:45: man guckt gerne zu wie jemand kocht und vielleicht passiert auch noch irgendwas.

00:14:49: also Das ist ja, sei es jetzt Kitchen Impossible oder andere Sendungen wo man auch drauf giert dass irgendwas schief geht bei diesem ganzen Prozess.

00:14:58: Oder eben man beobachtet Menschen im Reality TV wie sie da tatsächlich in so ihrem Habitat leben so ähnlich wie hier dieser norwegische Eigenbrötler.

00:15:09: Ja, das stand es ja eigentlich, dass diese Forschungssituationen, wie sie ursprünglich angedacht war überhaupt nicht funktioniert.

00:15:14: Weil es ist wirklich eine absurde Situation, das muss man sich mal vorstellen.

00:15:19: Dass da jemand auf einem Hochstuhl in der Ecke in deinem Wohnzimmerküche sitzt und dir zuguckt ... Und du solltest aber so tun als wäre der nicht da?

00:15:28: Natürlich funktioniert das nicht!

00:15:30: Das geht natürlich nicht.

00:15:31: Also ich hab mir dann während dem Film noch so überlegt vielleicht würde es mit so einer Kamera, vielleicht hätte es da funktioniert, aber selbst da schlüpft man natürlich in eine andere Rolle.

00:15:41: Man ist auch nicht derjenige, der man unbeobachtet ist, sondern man hat immer den anderen Blick verinnerlicht und kann das auch nicht abstreifen.

00:15:52: Was ich an dem Film toll fand ... schon auch irgendwie reale Wurzeln hat, weil diese Art von Küche die wir heute kennen also die klassische Einbauküche sich eigentlich auch so entwickelt hat.

00:16:06: Also früher sahen die Küchen ja ganz anders aus, vor allen Dingen in den Bauernhäusern.

00:16:13: da war ja die Kochstelle zwar eine offene Feuerstelle und deswegen es hat immer viel gerust Feuerstelle und dann gab es so vereinzelte Möbel, vielleicht ein Geschirrschrank.

00:16:24: Das Gemüse schnippeln und die Zubereitung wurde eigentlich am Ess-Tisch auch mit durchgeführt.

00:16:30: also da gab's jetzt keine Arbeitsplatte in dem Sinne und das war so ein zusammengestückeltes Ja, von ganz verschiedenen Möbeln, die eigentlich nicht zusammenpassen.

00:16:39: So wie wir das heute kennen.

00:16:40: Es gab dann noch so einen Waschbecken.

00:16:42: Viele Häuser hatten ja auch kein Badezimmer, kein abgesondertes, sondern auch das Baden, wie wir es in dem Film sehen.

00:16:48: Das finde ich eine sehr schöne Szene.

00:16:50: übrigens, wo der Forscher zu seinem Leiter sagt ... Also hier passiert nichts, hier geht's nicht voran!

00:16:56: Ich kann hier eigentlich nichts notieren, der hält sich nie auf.

00:16:59: und dann sagt er eben ein paar Tage später an Samstag werde ich dann baden?

00:17:04: Und das ist dann quasi wie schon so eine Ankündigung.

00:17:07: Also am Samstag passiert was, da hast du dann etwas zu notieren?

00:17:09: Weil der werde ich dann in der Küche baden und genau das macht er dann auch.

00:17:13: aber wir sehen in dem Film eigentlich also so ne Übergangsphase von dieser Bauernküche wo alles noch so ein bisschen zusammengestückelt war und alles ein bisschen in der küche stattgefunden hat zu der Funktionalen Einbau-Küche sowie wir sie eigentlich heute kennen.

00:17:29: und die Entwicklung dieser Einbauküche hat ganz ähnlich zu diesem Forschungsprozess stattgefunden.

00:17:35: Also das ist ja im Zuge des Bauhaus entstanden, die Frankfurter Küche ist quasi die erste Einbauküche, die dann auch serienmäßig verbaut wurde und die wurde ja im Sinne des Terrorismus angelegt.

00:17:49: Also man wollte eine möglichst sinnvolle Arbeitsoptimierung da schaffen, möglichst kurze Arbeitswege.

00:17:55: Die Küche sollte klein und funktional gestaltet sein.

00:17:58: Man hat sich über jedes Detail Gedanken gemacht und hat sich eben orientiert eigentlich an so einer Arbeitsküche.

00:18:05: Das sollte kein Ort mehr sein wo man sich großartig aufhält sondern das sollte functional sein.

00:18:10: und die Entwickler Dieser Bauhaus-Einbauküche haben tatsächlich auch genau solche Studien gemacht, wie in dem Film gezeigt wurden.

00:18:18: Vielleicht für diejenigen, die den Film noch nicht gesehen haben... Wir sehen da den Forscher mit so einem Küchengrundriss, wo eben der Grundriss der Küche aufgezeichnet ist.

00:18:27: Und der Forscher ist dann angehalten dazu ja die Wege nachzuvollziehen also immer einzuzeichnen wenn das Forschungsobjekt denn vom Waschbecken zum Estisch läuft und dann vom Estisch zur Tür zum Lichtschalter usw.

00:18:40: Und so hat man eben versucht herauszufinden welche Wege besonders häufig gegangen werden und wie man eine Küche optimal anlegen kann sozusagen Und ja, wir kennen es ja auch so ein bisschen in der Gastronomie.

00:18:51: Ich glaube ich da weiß man dann spätestens Johannes kannst du vielleicht auch sagen wie wichtig das ist dass sowas gut angeordnet ist?

00:18:58: Dann damit auch eine gute Arbeitsteilung dann stattfinden kann oder effizient arbeiten kann.

00:19:04: Ja ja, Effizienz.

00:19:06: Das ist natürlich in einer gastronomischen Küche auch ganz wichtig wobei manchmal wundert man sich wie effizient und was für ein Output aus den kleinsten Gastro-Küchen rausgehauen wird.

00:19:16: und wenn man dann so Großküchen sieht, was da vielleicht auf dem Teller oder in der Schütze landet wir hatten das hier schon in der Großkühle, in der Rostocka werft also da ist natürlich manche kleine Küche dagegen.

00:19:30: Was der Output?

00:19:31: Die Menge angeht vielleicht geringer, aber was dann auf dem Teller landet ist natürlich viel feiner angerichtet.

00:19:36: Aber das funktioniert natürlich nur wenn da auch ein effizienter Ablauf ist.

00:19:40: wo wird dann entsprechend an welcher Station was zubereitet und wo wird es nachher am Pass unter der Wärmelampe zusammengeführt dass dann so einen Teller dabei rauskommen kann?

00:19:49: Und das Schöne ist ja du hast es ja auch gerade erwähnt Eva Maria dass dieser Film ja tatsächlich auch auf diese Begebenheiten beruht, weil es ja in Schwäben tatsächlich so ein Erforschungsinstitut gab.

00:20:01: Dass sich damit beschäftigt hat und wie du's auch beschrieben hast einfach im Endeffekt die Wege der Hausfrau vermessen hat um zu sehen was ist jetzt hier rational oder was ist hier effektiv?

00:20:13: Und eben letzten Endes haben wir diese Arbeitsküche, lange Zeit in vielen... oder diese Einbau-Küche.

00:20:20: Arbeitsköche kann man aber auch sagen.

00:20:22: Lange Zeit in allen Haushalten dann gefunden.

00:20:25: Elform durchdacht und das Dreieck dass man dann wirklich sehr gut und effizient von her zu spülen zur Kühlschrank und wieder zurückwechseln kann ohne dass man sich da viel zuviel dreht.

00:20:35: Und ja manchmal gibt es dann vielleicht mal so ein paar Veränderungen wie mit Küchenblock Aber dann spielt glaube ich eher die Ästhetik wiederum eine große Rolle anstatt dass es nachher effiziente ist.

00:20:46: Ja, wenn man dann plötzlich irgendwie so ein Küchenblock da in der Mitte stehen hat.

00:20:49: Manchmal hat man vielleicht noch die Möglichkeit dort auch einen Wasseranschluss zu haben.

00:20:53: Da hat man zumindest Wasser und Herdfläche, Backofen vielleicht auch noch.

00:20:58: aber das ist ja oftmals eher was Ästhetisches Architektonisches, wenn es dann da in diese Richtung geht.

00:21:05: Und ich fand das interessant, dass du jetzt auch von der Heerleitung erzählt hast Bauhausküche etc.

00:21:12: wo wir jetzt tatsächlich dann auch stehen.

00:21:14: Und wenn man aber immer noch sieht wie Singles oftmals leben, die haben natürlich manchmal ja kostenbedingt vielleicht nur so eine Einraumwohnung mit einer kleinen Pantry-Küche oder sowas.

00:21:26: Also da sieht man ja auch tatsächlich das.

00:21:29: Manche auch sagen okay ich koch nur das Geringste und ich brauche gar nicht so viel Platz für eine Küche sondern ich nehme mir lieber etwas wo ich leben kann.

00:21:36: Auch da sieht mal vielleicht an die Unterschiede wiederum.

00:21:39: Worauf legt man Wert?

00:21:40: Früher gab's halt irgendwo immer.

00:21:43: Die Küche war so auch das Zentrum des Lebens, weil es meistens der bestgeheizte Raum ... weil der Herd sowieso lief, also von daher war dort auch immer irgendwie die Zusammenkunft.

00:21:52: Deswegen gab es auch so einen Raum.

00:21:54: aber heutzutage ist das nicht mehr so notwendig.

00:21:56: und wenn ich mich auch so recht erinnere in Paris sind die Wohnungen meistens ja sowieso klein außer man hat viel Kohle und hat dann größere Wohnung und in den wenigsten Wohnungen ist überhaupt auch da eine Küche drin.

00:22:08: deswegen gehen die Pariser auch gerne essen Ja?

00:22:10: Also da sieht man auch wie unterschiedlich so Ansätze sein können von der Bauern-Küche wo das auch notwendig war dass man sich irgendwie trifft stärkt, bevor es dann wieder an die Arbeit geht bis heute eben wo das Kochen zu Hause nicht bei jedem so im Mittelpunkt steht.

00:22:24: Genau beziehungsweise hat ja auch die Geselligkeit wieder ein bisschen einzugehalten.

00:22:29: also wir haben zwar so die Grundelemente von einer Bauhausküche man kann sich diese Bauhaus-Küche oder viele kennen vielleicht auf den Grundriss oder haben denen teilweise auch noch in ihren Wohnungen dass die Küche wirklich abgeschnitten ist.

00:22:40: also es ist ein eigener funktionaler Raum.

00:22:43: Und wenn wir uns jetzt die Hausfrau in den fünftigern, sechziger Jahren vorstellen.

00:22:47: Dann war es tatsächlich so, dass sie dann wirklich dort alleine ihren Arbeitstag zugebracht hat während die Menschen im Esszimmer bekocht wurden und dort die Familie und die Gäste saßen und die Frau aber alleine in der Küche geschuftet hat.

00:23:03: Das versucht man ja heute wieder ein bisschen aufzubrechen was du gerade gesagt hast Johannes mit der Kochinsel.

00:23:08: also man versucht da wieder diesen Wohnen... S-Arbeitsbereich, Küchenarbeitsbereich wieder miteinander zu versöhnen.

00:23:15: So dass auch wieder ein bisschen mehr Geselligkeit dort einzughält ja.

00:23:18: Ich finde das an dem Punkt auch ganz spannend vielleicht noch einmal einen Schritt zurückzumachen zu dieser Frage mit dem Forschungdesign.

00:23:23: also klappt das?

00:23:25: Dass dieser Mann da sitzt der Forscher die Forscherin da sitzt und jemand so objektiv ohne Eingriff zu beobachten Und ich denke auch es gab wir diesen Vorläufer mit den Hausfrauen wo das Modell ja irgendwie abgekupfert wurde und erscheint ist ja mal funktioniert haben.

00:23:39: Das macht sogar einen Schritt weit Sinn, das so anzunehmen.

00:23:44: Weil die Hausfrau eben auch dazu gezwungen war ihren Arbeitsalltag in der Küche zu vollführen.

00:23:49: Also klar, da sitzt diese auf einmal ein Typ in der Küche und das ist sicherlich irritierend und störend Und man kommt dann vielleicht nicht mehr im Bademantel völlig unfgesiert da rein.

00:23:57: Sondern auch die haus von den fünftigern wird sich für die Haare gemacht haben, bevor sie dann vor dem fremden Mann auftaucht.

00:24:02: oder würftigstens was über.

00:24:03: Aber trotzdem, sie ist gezwungen.

00:24:05: Sie muss für die Kinder das Essen machen und das Essen für die Familie zu bereiten.

00:24:09: Sie kann gar nicht anders als den Alltag bewältigen.

00:24:11: Und dadurch kann er auch diese Wege beobachten.

00:24:13: Das mögliche hundertprozentig die Wege sein, die sie ohne beobacht macht.

00:24:16: aber es ist eben durch die Erzwung des Situationen durchaus möglich ein Ergebnis zu erzielen.

00:24:22: Es besteht auch wenig Anknüpfungspunkte vermutlich zwischen einem fremden Mann der am Hochstuhl sitzt und einer verheirateten Frau da groß irgendwie anzubendeln.

00:24:31: also man kommt auch gar nicht in privaten Situation hinein, die ja das Forschungsdesign am Anfang in diesem Film immer auszuschließen versucht.

00:24:39: Ja was man auch eine Zeit nach der Methodik so hat, ja also bloß nicht sich mit dem Feld identifizieren, dass man untersucht, ja bloß sie zu sehr da reingehen, sondern immer schön professionell Distanz waren und klar zwischen fremdem Mann-und Haushorn im Fünfzigern mag das funktioniert haben.

00:24:52: aber in diesem film und in dieser Situation klappt es eben nicht und da muss man sehen also jede Forschung, die mit sich sowas privat beschäftigt wie auch essen, die muss damit errechnen dass eben zum einen in diese privaten Situationen entstehen können.

00:25:04: Also wenn da nur zwei Männer zusammen sind alleine irgendwo der Wildnis dauert.

00:25:07: also das ist ja... unangenehm, wenn man sich da nicht unterhält.

00:25:10: Und natürlich dass hier der Mann, der Single-Mann, der alleinstehende Herr durchaus die Möglichkeit hat den Raum dann zu verlassen.

00:25:17: also okay dann es sowieso hauptsächlich Butterbrote und trinkt mein Kaffee das kann er ja auch woanders machen.

00:25:23: dann lagert irgendwie seine kleinen Kochtätigkeiten einfach ins Schlafzimmer nach oben aus um sich der Beobachtungssituationen zu entziehen und auf einmal kann man überhaupt nichts mehr beobachten.

00:25:31: dann wird in die Küche gar nicht mehr benutzt obwohl sie ja... und das ist ja auch eine wichtige Frage die ihr jetzt auch aufgeworfen habt Wofür wird denn eigentlich die Küche benutzt?

00:25:38: Also wozu dient sie denn, ist die dann die reine Versorgungsverpflegungstation oder der reine Produktionsort wie in der Gastronomie.

00:25:44: Dann isst die Effizienz ja eben auch extrem wichtig und das habt ihr auch gesagt.

00:25:48: Das ist für mich so irgendwie sociologisch interessant.

00:25:50: Dienste zu Hause Geselligkeit also ist das echt der primäre Ort.

00:25:52: Ja man will Leute zusammenbringen, ja man will da zusammensitzen.

00:25:55: Das spielt ja dann in diesem Film in dieser Situation auch eine wichtige Rolle.

00:25:58: Da gibt es einen Küchentisch, ja es gibt nur ganz wenig rudimentäre Getränke und Speisen, aber man trifft sich eben dort.

00:26:05: Ja das ist ein Raum der Begegnung.

00:26:07: oder es ist die Repräsentationsküche, dass ich ja vielleicht auch bei diesen Insel-Küchen oder diese modernen Küchen heute ein wichtiger Punkt, also dass man irgendwann zeigt, man hat nicht nur diese studentische Küche im Zimmer drin, die ich auch mal besessen habe sondern irgendwann möchte man vielleicht dann da auch zeigen irgendwie... Ich hab jetzt auch eine Küche, die bisschen mehr besitzt.

00:26:25: Man möchte vielleicht aber nicht, dass dies auch eine Gefahr hat.

00:26:27: Vielleicht auch nicht in die Protzküche kommen.

00:26:28: Aber manche haben auch nur eine Küche umzurepräsentieren und kochen dann gar nicht da drin.

00:26:32: Benutzen dann doch immer noch den Airfryer oder die Mikrowelle, um was aufzuwärmen.

00:26:36: Also eine Kücher ist eben auch immer ein Ort... wo verschiedene Dinge stattfinden können.

00:26:40: Und ich denke, das zeigt dieser Film auch ganz schön?

00:26:42: Absolut

00:26:43: ja!

00:26:43: Auch wenn Isaac zumindest in der ersten Hälfte des Films dann dort nicht kocht in der Küche, tut er ja trotzdem andere Dinge.

00:26:51: Also er schneidet zum Beispiel seinen Nachbarn die Haare.

00:26:53: Wenn der Nachbar vorbeikommt, treffen sie sich dort und dann deckt Isaac den Tisch mit zwei Kaffeetassen.

00:26:58: Der Nachbar bekommt dann ein Tasse Kaffee und dann schneidet ihm ... Die Haar ist eine wunderbare Szene für mich, fand ich total lustig.

00:27:05: Vor allen Dingen weil der Nachbars dann... die abgeschnittenen Haare auch mitnimmt und einsteckt.

00:27:10: Weiter wird es dann aufgelöst, wozu er die verwendet eigentlich?

00:27:13: Aber das wirkt auch erst mal grotesk.

00:27:15: Und was ich auch eine schöne Szene fand, da finde ich auch interessant, was ihr dazu denkt... Der Isaac kocht zwar nicht!

00:27:22: Und er empfindet den forschenden Volke als totalen Störfaktor aber ersetzt sich abends in die Küche und ist so demonstrativ ne Tafel Schokolade.

00:27:33: Man merkt schon richtig, Volke der Forschende hätte auch schon teilt.

00:27:36: gerne ein Stück davon ab.

00:27:37: Er schaut dann immer so gierig da drauf und Isaac sagt, ja wir dürfen nicht interagieren.

00:27:42: also das steht natürlich im Raum und das heißt er ist dann die ganze Tafel Schokolade alleine, er macht es Licht aus und geht ins Bett und dann sieht man dem nächsten Moment wie folge dann am nächsten Tag sofort morgens mit seinem Auto in die Stadt fährt und sich eine Kiste mit Lebensmitteln holt und da sind dann glaube ich drei oder vier fünf Tafeln Schokoladen.

00:28:01: dann legt er sich in seinen Wohnwagen und verputzt erst mal eine Tafels nach der anderen weil er so eine Lust auf Schokolade bekommen hat.

00:28:09: Aber das finde ich auch noch mal schon in der schönen Szene.

00:28:12: und eben die Schokolades, als Genussmittel wie es da inszeniert wird.

00:28:17: Ja, da war er wohl gleich Influencer würde ich mal behaupten.

00:28:19: So würde man's vielleicht heute sagen.

00:28:22: Er hat ihm Lust auf eine schöne Tafel norwegischer Schokoladen gemacht und er konnte den gar nicht anders als dann tatsächlich sich selbst zu versorgen die dann zu verspeisen.

00:28:37: Das ist ja mit Speck fängt man mäusig, man sieht ja auch wie er da diese Mausefallen vorbereitet und so weiter und sofort.

00:28:43: und in dem Fall hat er dann mit der Schokolade den forschenden Folge dann entsprechend gefangen.

00:28:51: und das sind dann so diese kleinen Momente wo man vielleicht auch schon zusammen wächst und irgendwie eine Beziehung aufbaut ne Unterschwellige.

00:28:59: Ich meine so geht es ja auch.

00:29:00: ich habe jetzt den Begriff Influencer Content Creator, im Endeffekt meint man ja auch manchmal dass man zu diesen Personen die da irgendwie was vollführen tatsächlich ja auch eine Beziehung aufbaut und das ist dann hier könnte man das auch sagen.

00:29:14: Ja sie bauen dann schon irgendwo eine Bezierung auf der Beobachter mit dem Objekt, dass er da beobachtet und manchmal vielleicht dann genauso sein möchte wie er und gar nicht da oben aufm Stuhl sitzt.

00:29:26: Vielleicht noch ein kurzer Gedanke zur Küche weil du gesagt hast abgeschlossener Raum.

00:29:31: Ja, auch bei meinen Eltern im Elternhaus ist es genauso.

00:29:35: Aber es gibt die Durchreiche, die man dann nach innen ins Wohnzimmer-Szimmer öffnen kann damit man dann auch effizient die Speisen durchreichen kann.

00:29:44: Das ist mir noch gerade so eingefallen weil das ist ja auch ein kleines Verbindungsfenster in diese Welt wo du sagst die Hausfrau abgeschlossen gearbeitet und dann geht dieses Fenster auf den Mahat, einen kleinen Blick in dieses Reich.

00:29:58: Und dann geht das Fenster wieder zu damit man ja nicht sieht dass es vielleicht noch ganz unordentlich aussieht.

00:30:03: also das fand ich auch ganz interessant und spannend wie man da einfach als Beobachter im Endeffekt in einer anderen Perspektive reinblicken kann in diese Küche.

00:30:11: und ob das mit Kameras anders wäre glaube ich tatsächlich auch nicht wenn anstatt jemanden auf dem Stuhl da säße Kameras angebracht werden, außer er wüsste nicht dass die Kamera da ist.

00:30:22: Weil man neigt natürlich immer dazu wenn man beobachtet wird sich auch anders zu verhalten, weil man spürt der beobachtet und möchte ja irgendetwas sehen.

00:30:31: Und es ist ja wohl auch so.

00:30:33: ich habe auch mal ein Ernährungsprotokoll ausgeführt.

00:30:36: Man schreibt das natürlich auch anders als man vielleicht immer dann auch isst.

00:30:40: also Es ist natürlich einfach Fehler Anfällig wenn man Beobachtet wird oder Wenn man tatsächlich selbst Sich irgendwo tracken soll.

00:30:53: Also das verändert, dass es verhält.

00:30:55: Aber ist natürlich auch interessant warum das tatsächlich so passiert?

00:30:59: Das kann ich jetzt nicht sagen.

00:31:00: aber ihr als Wissenschaftler wisst vielleicht, warum der Mensch dann plötzlich ganz anders wird wenn er weiß, er wird hier irgendwo in seinem Tun beobachtet.

00:31:11: Ja natürlich also Daniel du kannst das vielleicht auch noch mal ergänzen, aber in der Sozialforschung nennt man das den Bayer's der sozialen Erwünschtheit weil man als Beobachtungsobjekt automatisch Versuch zu antizipieren, wie man sich dann verhalten soll.

00:31:26: Also was ist denn das Ideal?

00:31:28: Dass da erwünscht wird und man versucht sich selbst immer... im bestmöglichsten Licht darzustellen.

00:31:36: Das funktioniert ganz automatisch, da kann man... Also es ist ein Automatismus wo man eigentlich gar nicht wirklich was dagegen tun kann.

00:31:42: und dann versetzt sich dann automatisch in die Situation des Forschenden und überlegt, was wollen die denn jetzt von mir?

00:31:48: Und so ging's dir wahrscheinlich auch als du das Ernährungsprotokoll ausgefüllt hast, dann hast du dich schon gefragt, wenn ich da jetzt zur Ernährungberatung gehe und in dieser Situation sitze und wir uns gemeinsam anschauen, was möchte derjenige den dann von mir lesen oder wie kann Patienten sein sozusagen.

00:32:05: Das sind dann ja so Fragen, die dann einen in dem Moment durch den Kopf gehen?

00:32:09: Ja sehr schön!

00:32:09: Dann frage ich, wie kann ich ein guter Patient sein?

00:32:11: Also das ist eine Ernährungsforschung.

00:32:13: auch ne ganz wichtige Sache glaube ich von der Ernährung paraterin zu tun hat dass da die Enten entkommen, die sich dann noch gerne, nämlich das warbe ich mit denen spreche als jemand inszenieren, die die Therapie sehr gut befolgen oder das anerkennen abnicken aber dann der Praxis natürlich immer wieder ran scheitern.

00:32:26: Ich will jetzt doch gar nicht in so Methoden-Seminar ausarten selber.

00:32:29: Ich fahre glückwärts überall, also auch wieder einen Punkt an den du im Tatist mit der Schokolade weil das eben zum einen aber eine methodische Komponent enthält, zum anderen aber auch eine schöne Anekdote im Film ist.

00:32:36: Nämlich dass man da sieht das hier.

00:32:38: Wechselwirkungen entstehen.

00:32:39: also menschliche Situationen und soziale Situation sind immer welche wo man eben in dieser Beobachtung der Beobachung des Beobachtenes beobachtet.

00:32:46: Man wird beim Beobachen wie man beobachtet ja so eine Kaskade wie man sie gegenseitig neue soziale Situationen schafft die sich auch entwickeln und die nicht stark kontrolliert werden können.

00:32:56: Der eine ist Schokolade.

00:32:58: Also meine Beobachtung war, er versucht in dem Moment noch irgendwie ja mit der Situation sich zu arrangieren.

00:33:03: Dass da jemand in seiner Küche sitzt und hat verschiedene Praktiken.

00:33:05: Er zieht sich mal zurück und macht das Licht aus damit dann Volke im Dunkeln sitzt.

00:33:10: Dann sitzt er jetzt hier in einer Küche und das ist der Punkt wo er so sagt Aus meiner Perspektive So ich sitze jetzt in meiner Küche Und ich ess jetzt hier mein Schokolade aber er will eigentlich nicht dabei beobachtet werden und macht dann das Licht raus Damit er eben zwar da sitzt Aber nicht beobachtet wird.

00:33:21: Das ist für ihn auch nur unten gewohnte Situationen ganz privaten S- und Lebensraum.

00:33:29: Und dann natürlich dein Beobachter, der entwickelt Appetit und soll Distanz zur Situation entwickeln und passt sich auf einmal die S-Situation an, die da herrscht in dem, wie du beschreibst auch diesen Appetite entwickelt – und auf dasselbe Produkt!

00:33:41: Und dann eben Dauch da einsteigt.

00:33:42: und nachher gibt es ja wieder Situationen wo sie Speisen austauschen, wo dann Volke irgendwie sein Kehrpaket mit den Heringe bekommt und im Würsten oder dem Käse oder dem Bier sich da was gönnt… Einfach auch so super, schöne gendertypische Beobachtung finde ich.

00:34:00: Da sollen nicht mal alle einen Kampf scheren, aber wie feiert so ein Mann?

00:34:03: Allein stehen da so einen schönen Abend.

00:34:05: Es gibt nur Wurst und es gibt nur Käse

00:34:08: und Heringe!

00:34:09: Also es ist wirklich nichts da was auch in der Lebensepyramide hier die breite Basis darstellen würde ja.

00:34:14: Da wird noch Bier dazu getrunken.

00:34:16: Es ist das große Fressen im Kleinen.

00:34:18: Ja, es ist nicht ganz so dramatisch wie in dem Film Das Große Fressend dass er daran stirbt oder es gibt nicht so opulenten Speisen Aber es eben auch also purer Genuss bis hin zum negativen Ende des Exzesses.

00:34:29: Er stirbt ja nicht, aber übergibt sich.

00:34:30: Also er lebt seinen kleinen Tod und dann wird da diese Speisen aber auch an sein Beobachtungsobjekt, an seinen Gastgeber weitergeben also die Teilen dieses Speisen.

00:34:39: Aber diese Beobachungsstation an sich, das hast du ja auch mit den modernen Küchen, anderen Küchen beschrieben... Das ist ja auch eine Frage so wie es ist wenn man echt dauern beobachtet wird beim Essen, beim Kochen?

00:34:50: Ist, glaube ich, gegenüber von jemandem fremden?

00:34:52: Ist man natürlich sehr viel skeptischer.

00:34:54: Man, der einem ganz unbekannt ist, wo man auch nicht weiß, welche Wertmaßstübchen er anlässt... Da diszipliert man sich selber oder versucht sich völlig rauszuziehen und fühlt sich auch kontrolliert!

00:35:03: Und während man natürlich von Leuten Menschen die man in seinem Lebensumfeld Tag für Tag kennt, die zur Familie dazugehören so als das Gangste was man so hat als Primärsystem da fühlt man sich natürlich irgendwann ungezwungener.

00:35:14: ja man ist dann nicht mehr so in diesen Kontrollmechanismus drin sondern kann das einfach tolerieren, nimmt das hin und lebt dann authentischer.

00:35:21: Und dann gibt es natürlich auch wieder die Situation dass man sie auch gerne beim Beobachten beobachten lässt.

00:35:25: also auch wir beobachten ja hier gerade den Film und wir senden das nachher raus und wir freuen uns natürlich wenn wir Zuhörer haben und zuhörern die uns beim Be Obachten beoberten.

00:35:33: Ja so wir machen das mit einem bestimmten Zweck Also kontrolliert schon aber auch mit dem Sendungsbewusstsein.

00:35:38: Das wäre bei modernen Küchen auch so.

00:35:39: die Frage Auch in der Gastronomie diese offene Küche ist das eigentlich etwas wo man so teil habe?

00:35:45: zeigt.

00:35:46: Also man Gast und Koch, Essende und Produzierende die gehören jetzt irgendwie so näher zusammen sind ganz nah beieinander und alle nehmen daran teil.

00:35:55: oder ist das eben auch eine Kontrollsituation?

00:35:56: ja wo der Fremde immer guckt so wie arbeiten in der Küche und fühlen die anderen sich eigentlich auch kontrolliert beobachtet.

00:36:01: also es ist aus meiner Perspektive nicht eindeutig ob das etwas positives ist wenn man die Küche soweit öffnet oder ob das etwas Negatives sein kann, was bestimmte Personen unter Druck setzt.

00:36:11: Das muss man abwägen und auch von den beteiligten Personen abhängig machen welche Wertigkeit das besitzt.

00:36:17: Diese Beobachtungssituation

00:36:19: in der Küche die du ansprichst ist ja ein Konzept dass dann irgendwann entstanden ist, dass man dann entweder der offenen Pass hat oder das man tatsächlich irgendwie ein Glaskasten hat wo die ganze Mannschaft entsprechend drin kocht.

00:36:33: Aber eigentlich ist es ja was ganz Übliches wenn man diese ganzen Straßenküchen im Ausland sieht.

00:36:39: Da siehst du ja jederzeit was gekocht wird!

00:36:42: Das ist eigentlich gar nicht so unüblich, das ist eher nur wieder eine deutsche Entwicklung gewesen vielleicht auch der Effizienz geschuldet abgeschlossener Raum nicht wieder gearbeitet wird.

00:36:53: Man weiß, da kommt was raus und die Abläufe sind extra so... Also alles ist angeordnet dass die Abläufe nicht gestört werden.

00:37:00: Beobachter Gäste, die dann neugierig reinblicken oder vielleicht Fragen stellen sogar sich bemüßigt fühlen Fragen zu stellen, die stören vielleicht diese Abläufen.

00:37:09: Und wie gesagt so Straßenküche oder mittlerweile ja auch hier diese ganzen Street Food Trucks

00:37:15: usw.,

00:37:16: man sieht ja förmlich wie gearbeitet Ein, dass man Bezug zu dem Produkt bekommt oder einen Bezug zur diesen Köchin.

00:37:25: Zu dem Koch zur Köchin bekommt sicherlich einfacher das man sich da öffnet.

00:37:29: und es ist ja auch so, dass mittlerweile nicht alle aber viele Köche ja auch wenn sowieso nicht schon sichtbar sind auch raus treten und bewusst eintreten in den Gastraum um dann auch mal noch zu sagen hat es ihnen geschmeckt war alles in Ordnung?

00:37:42: also man öffnete sich plötzlich macht das eben gar nicht mehr so versteckt und will sich auch vielleicht bewusst beobachten lassen, um da auch teilweise noch ein anderes Feedback zu bekommen als es üblich ist.

00:37:53: Klar, manchmal will man vielleicht auch gar nicht wissen wie gearbeitet wird in der Küche.

00:37:57: Dann ist es auch gut wenn so der verschlossene Raum ist und man das nicht beobachten kann aber gerade dann wenn es vielleicht du hast es auch gesagt je nachdem an wen sich da adressiert auch vielleicht was monetär dahinter steckt ne?

00:38:12: Dann möchte man ja auch ein Teil davon sein und sehen was Du für Dein Geld bekommst Und nicht, ob.

00:38:19: sonst gibt es ja mittlerweile auch oftmals diese Chefstables oder Kitchen-Table wo man wirklich in der Küche sitzt und dem Kocht der Köchin der ganzen Crew einfach da auch auf die Finger schauen kann.

00:38:31: Und Teil ist auch die Atmosphäre mitbekommt.

00:38:34: also mal is' wirklich dann eigentlich so ein Teil davon und das ist ja hier auch im Endeffekt der Beobachter sollte ein Teil des ganz normalen Lebens sein.

00:38:44: Der sollte da so mit reingehen, dass sich eben Isaac gar nicht beobachtet fühlt, sondern es ist ganz normal, bloß das funktioniert hier logischerweise auch nicht.

00:38:54: und ich würde behaupten, das funktioniert auch nicht immer in einer Sterneküche wenn man da plötzlich am Kitchen-Table sitzt.

00:39:01: Wenn der besetzt ist, ist die Atmosphäre garantiert eine andere.

00:39:05: Vielleicht dazu auch nochmal kurz?

00:39:07: Wir hatten ja einen Zapperklapp in Stuttgart und waren ja bewusst anonym.

00:39:12: Die Anonymen Kulinariker und Fremde kamen ja in unsere Wohnung Und da gab es auch Anfragen vom Fernsehen.

00:39:18: also da wollte das Fernsehen uns auch mal so begleiten.

00:39:21: ZDF war das glaube ich damals und dann haben wir gesagt Ja sie können uns schon gerne begleitet.

00:39:26: erstens wir sind nicht zu sehen und zu erkennen, also wenn wir begleitet werden dann so dass man uns nicht erkennt.

00:39:32: Und habe ich gesagt ich weiß ehrlich gesagt auch nicht ob ein Abend wie wir ihn erleben dann auch so abläuft denn Kameras dabei sind und da bin ich auch immer noch fest davon überzeugt das das eben genau dann nicht so wäre weil dann weiss man ja da ist irgendwie ein Team dabei das einen filmen das wird nachher im ZDF gesendet.

00:39:51: Also verhält man sich anders als an einem normalen Zapperklappabend der Fall war.

00:39:58: Und das haben sie dann auch scheinbar verstanden, dass da vielleicht vieles kaputt geht.

00:40:03: und also ich glaube Sie haben gar keinen Beitrag zu diesem Thema gemacht.

00:40:07: Also nicht nur irgendjemand anderes gesucht, der vielleicht gesagt hat ja klar machen wir aber so wäre es natürlich dann auch vielleicht uninteressant geworden.

00:40:16: zudem hätte alle anfragen müssen, ob sie einverstanden sind das gefilmt wird.

00:40:21: Das kommt ja auch noch dazu.

00:40:23: Also von daher so diese Beobachtungsperspektive egal in welcher Art und Weise das verändert auf jeden Fall immer in irgendeiner Art des Verhaltenes von einem selbst aber auch dass was nachher gesendet wird.

00:40:37: Ja also wir wissen ja auch nie wie es dann tatsächlich wenn's gefilmt wird gesendete werden würde weil dann ja immer noch etwas bearbeitet werden könnte, ja?

00:40:47: Also wir legen hier keine fremden Worte in den Mund.

00:40:51: Eva Maria, da brauchst du keinen Angst zu haben!

00:40:57: Wir

00:40:57: könnten auch verändern.

00:40:58: also das muss man ja auch immer noch mal sehen.

00:41:00: damals Hätte er, hat ja auch aufgeschrieben und sie haben es ja auch teilweise gar nicht geglaubt.

00:41:05: Wie der kocht im Schlafzimmer oder so was.

00:41:07: also als er den Bericht dann ausgefüllt hat.

00:41:09: Also das ist ja auch so etwas, Moment stimmt das?

00:41:12: Was da jetzt beobachtet hat!

00:41:13: Auch da wurde jetzt erst mal gezweifelt, was da auf so einem Papier steht.

00:41:19: Ja, was ich dann aber trotzdem auch schön fand... dass durch das Essen eben diese Verbindungselemente dann auch entstanden sind.

00:41:28: Und da sieht man auch mal wieder, was für eine ungeheure sozialisierende Kraft das Essen dann letzten Endes doch hat.

00:41:34: Also natürlich kann man sich ja vielleicht andere Situationen vorstellen wo so ne Verbrüderung stattfindet also auch gerade bei zwei allein stehenden Männern Vielleicht wenn die zusammenarbeiten oder sowas.

00:41:45: Da finden wir auch so Verbrüderungs-Elemente statt.

00:41:48: Aber gerade durch das Essen wurde es dann hier in dem Film noch mal so schön gezeigt.

00:42:08: Ja Eva, du hast jetzt zuletzt diese Verbindungselemente des Essens angesprochen und was für eine ungeheure sozialisierende Kraft das Essen hat.

00:42:15: Und auch dieses Verbrüdungselementen des Essends die der Film zeigt da würde ich auch sofort zustimmen als Soziologe.

00:42:20: Jetzt kommen wir aber schon so ein bisschen in den Bereich der Fazit.

00:42:23: Hier ziehen wir immer so ein persönliches Resumé zu dem Film und vergeben je nach persönlichen Geschmack bis zu vier Gänge für einen Film.

00:42:30: Magst Du Eva mit dem Fazit beginnen und so einer Art Abschlussbewertung abgeben?

00:42:34: Ja mache ich ganz gerne.

00:42:36: also Ich würde den Film insgesamt drei Gänge vergeben.

00:42:41: Ich bin mir ehrlich gesagt gar nicht mehr so sicher, was jetzt eigentlich das letzte Mal mein Fazit war.

00:42:47: Aber ich würde aus der heutigen Perspektive drei Gange vergeben!

00:42:50: Es ist natürlich ein bisschen ein Kagerfilm in dem man erstmal so ein bisschen reinkommen muss.

00:42:55: deswegen der eine Gang Abzug von meiner Seite.

00:42:59: Nächstes zu trotz mag ich irgendwie diesen trockenen Humor, den der Film dann doch hat und die verbindenden Elemente, über die ich ja auch zuletzt gesprochen habe.

00:43:10: Die treten natürlich noch mal deutlicher hervor durch diese Karkheit.

00:43:14: auch und was mir einfach besonders schön gefällt ist dieser Ansatz aus der Forschungsperspektive.

00:43:20: damit kann ich mich irgendwie sehr gut identifizieren und findet den auch in so einer total rührenden Komik dargestellt wie die Menschen da in ihren Küchen beobachtet werden diese Idee zu haben das gefällt mir einfach total gut an dem Film.

00:43:36: Und ja, also aus kulinarischer Perspektive würde ich sagen, lässt er sicherlich zu wünschen.

00:43:41: Übrigens ist es wahrscheinlich auch nicht die Küche, die mich so direkt anspricht.

00:43:46: Aber aus den genannten Argumenten finde ich den Film auf jeden Fall sehr, sehr sehenswert und wahrscheinlich eher was für die Wintermonate aber den kann man sich ja sehr gut vormerken.

00:43:57: Vielen Dank Eva!

00:43:58: Johannes, machst du dir die Fortsetzung des Fazits?

00:44:00: Kann ich gerne

00:44:01: tun?!

00:44:02: Ich hab's noch... Bildlich vor Augen, wie ich damals bei unserem Gespräch den Film fand und das hat sich jetzt auch seitdem nicht verändert.

00:44:11: Ich habe ihn auch noch mal geschaut aber grundsätzlich hatte ich ihm einen halb vielleicht auch eher einen Stern oder einen Gang gegeben weil ja ich mag eigentlich skandinavische Filme schon sehr... Sehr, sehr.

00:44:26: Aber genau bei diesem Film ist es doch etwas... Du hattest das auch gerade gesagt, Eva?

00:44:31: Man braucht sehr lange Zeit bis man reinkommt oder bis sich auch einiges tut denn hauptsächlich sitzt ja erstmal einer auf dem Stuhl und beobachtet jemand dabei bei dem was er eigentlich nicht tut was er eigentlich machen soll, nämlich kochen essen.

00:44:46: Was auch immer und deswegen kommt das natürlich auch in dieser Karkheit wie du es so schön gesagt hast sehr sehr kurz Und ich bin ja jemand der schon auch den genuss mag und auch die kulinarik.

00:44:56: ein schöner genussmoment ist zwar die schokolade Die dann da genussvoll genascht wird.

00:45:02: Da konnte ich mich vielleicht sogar identifizieren denn so eine tavelschokolade kann dann auch mal ganz schnell weggesaugt werden wenn sie gut ist und von daher Wie gesagt ein bis einen halb Gänge.

00:45:14: Mich hatte nicht so sehr begeistert, er ist natürlich in irgendeiner Art und Weise auch kunstvoll aber mir deutlich zu wenig Bewegung und zu wenig kulinarische Elemente die mich dann tatsächlich begeistern und fesseln.

00:45:30: ich koche ja auch gerne immer mal was nach was in so einem Film vorkommt und das bleibt an bei der Tafelschokolade.

00:45:35: Vielen Dank, Johannes auch für dein Fazit.

00:45:37: Ich erinnere mich auch noch sehr gut, dass wir das tatsächlich so vor ein paar Wochen eingesprochen haben und mich wundert es jetzt nicht, dass du den Film zur Erfrischung in den Sommermonaten nicht nochmal geschaut hast nachdem du das damals schon so andeutet bist ja genauso wenig subtil wie dieses Mal, dass dir der Film nicht so gut gefallen hatte.

00:45:53: aber genau soll es ja auch sein Und ich bleibe auch bei meinem Fazit von Damals.

00:45:58: also ich habe mich wirklich sehr gefreut, dass Eva Maria diesen Film für unsere Geburtstagsfeier ausgewählt hat.

00:46:03: Das ist wirklich eine schöne Überraschung gewesen.

00:46:06: Es war eben doch was völlig unerwartetes und mich hat er wieder mal sehr angesprochen, er holt mich wirklich ab.

00:46:12: Ich finde das ist, was auch in unserem Gespräch fand ich schön rauskam also diese Situationen in der Küche die Funktion der Küchen die da so thematisiert wird.

00:46:20: Das haben wir dem Film gut dargestellt.

00:46:23: Ich muss auch sagen was Eva zuletzt gesagt hat diese Verbrüdungselemente oder diese sozialisierende Kraft des Essens sie finden ja eben auch in diesem film dargestellt.

00:46:30: Also und zwar an Speisen vielleicht nicht besonders elaboriert sind, aber die eben in ihrer Einfachheit zeigen welche Kraft da drin steckt.

00:46:39: In so einem ganz bodenständigen Genuss von traditionellen Gerichten, die in Schweden oder Norwegen eine wichtige Rolle spielen.

00:46:47: persönlich muss ich sagen Ich habe auch Appetit bekommen wenn der Volke in seinem Wohnwagen seinen kleinen Exzess hat mit den Geschenken der Tante Oder wenn sie dort diese Torte zusammenspeisen.

00:46:59: Die beiden Männer das finde ich einfach eine schöne Situation und ich finde es auch insgesamt ein schönes Männergeschichte, die Eva uns da präsentiert hat.

00:47:05: Das finde ich einfach sehr menschlich!

00:47:08: Ich finde er hat eben auch diesen norwegischen schwedischen skandinavischen Humor den Johannes auch angesprochen hat.

00:47:13: also gerade diese Szene ja auch die fährt ganz dramatisch ist wenn grand in einer Nacht umbringen will und dann auf den Badengleisen abstellt mit seinem Wohnwagen.

00:47:22: Und der da in letzter Minute gerettet wird, da steckt eben so eine ganz feine Spannung mit drin, auch so ein ganz feiner, dann doch existenzielle Analyse des Lebens die vielleicht gar nicht so aufgebauscht wird aber die man eben doch findet wenn man getroffen aufachtet.

00:47:35: ja also für mich ist es ein Klassiker vielleicht nicht das kulinarischen Kinos sondern dass das Küchenkinos und ich kann nur sagen also ein guter Film den ich sicherlich noch öfters gucken werde, nicht unbedingt im Sommer sondern wahrscheinlich auch eher im Winter wenn ich ihn persönlich schaue.

00:47:47: Von mir ganz klar vier von vier Gängeln Eva!

00:47:51: Ich freue mich dass du hier unsere reportoire von filmen reingebracht hast.

00:47:56: Ja schön freut mich sehr Daniel das dich das so begeistert hat.

00:47:59: ich wusste gar nicht dass zu den Filmen so lieb ist genau und natürlich auch ein kratzespannungsfeld zwischen euch beiden.

00:48:04: ich kann es auch gut nachvollziehen Johannes dass du die dosensuppe auf dem camping kocher nicht unbedingt nachkommen möchtest.

00:48:11: Ja, diese Spannung zwischen Johannes und mir kam schon bei manchen Filmen raus.

00:48:13: Aber im Laufe der Zeit haben wir auch einige gefunden die von den beiden gute Bewertungen erhalten haben.

00:48:18: Insofern gibt es auf jeden Fall eine auch ästhetisch genussvolle Schnittmenge.

00:48:22: ich glaube wir kommen auch beim guten Essen würden wir zusammen finden.

00:48:25: ja jetzt ist natürlich noch die Frage zum Schluss was werden wir in unserer nächsten Folge gucken?

00:48:30: Und da bist du wieder am Drucker Johannes!

00:48:33: Na, was werden wir gesehen haben?

00:48:34: Um das

00:48:38: korrekt

00:48:38: zu formulieren.

00:48:39: Genau!

00:48:40: Also damals haben wir es ja noch nicht gesehen.

00:48:42: jetzt haben wir's schon besprochen und genauso kontrovers diskutiert.

00:48:46: Zu Gast war so muss ich sagen.

00:48:48: also für euch die das dann hören werden ist zu Gast.

00:48:51: auch nochmal zu einer Jubiläumsfolge quasi der zweite Teil weil wir ja auch zwei Host sind durften wir natürlich auch zwei Gäste einladen Schokoladenfilm, der mich nicht so begeistert hat.

00:49:05: Einen zweiten Schokoladenfilm ausgesucht und dazu natürlich eine passende Fachkompetenz in weiblicher Form.

00:49:11: Dazu eingeladen.

00:49:12: Lea Marlene Wagner, Konditorenmeisterin, Schokolade-Sommiliere arbeitet im zwei Sternerestaurant im Saarland und die wird uns natürlich einiges über Schokolades vermitteln was wir beide sicherlich nicht wissen sondern wie gesagt einfach nur wegnaschen was mit hoher Kunst erstellt wird Hauen uns oder haben uns angeschaut und werden dann natürlich darüber sprechen über den Film

00:49:38: Schokola.

00:49:38: Das ist ein wichtiger Film fürs kulinarische Kino, ich freue mich auf das was wir besprochen haben werden in unserer nächsten Folge.

00:49:45: und ja nochmal Eva schön dass du mit dabei warst bei unseren Geburtstagsfeier und wirklich freuen wir alle drei irgendwann mal zusammen essen gehen.

00:49:52: aber jetzt kommt sicherlich Johannes mit seinem.

00:49:55: Entspürt

00:49:55: ihr?

00:49:55: Ja, genau.

00:49:56: Also auch bei meiner Seite herzlichen Dank Eva.

00:49:59: und wie gesagt wir sind ja da schon mal am Ende danke fürs Reinhören!

00:50:03: Wir hoffen die Folge hat euch geschmeckt und gefallen.

00:50:05: lasst uns gerne einen Kommentar da ein Like und empfehlt uns weiter wenn es euch gefallen hat.

00:50:11: und denkt immer daran.

00:50:12: manchmal sind die besten Geschichten die die beim gemeinsamen Essen entstehen bis zum nächsten Mal bei Film und Fressen.

00:50:18: das war film und fressen

00:50:21: der

00:50:21: podcast über Kino mit Geschmack,

00:50:24: mit Kofal und Quirin.

00:50:27: Dir hat diese Folge gefallen?

00:50:29: Dann teile sie gerne

00:50:30: mit anderen!

00:50:31: Und abonniere

00:50:32: uns falls noch nicht geschehen.

00:50:33: wir freuen uns über Bewertungen die helfen uns weiter und dann bis zur nächsten Folge auf Wiederhören.

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