Folge 11: Bottle Shock

Shownotes

In dieser Folge nehmen wir euch mit auf eine Reise ins Napa Valley und sprechen über den Film "Bottle Shock" – ein Werk, das die legendäre Blindverkostung von Paris 1976 und den Aufstieg des amerikanischen Weins feiert. Wir diskutieren die Unterschiede zwischen alter und neuer Weinwelt, warum Genuss und Kommerz oft Hand in Hand gehen und wie subjektiv eigentlich guter Geschmack sein kann.

Dabei tauchen wir tief in die Geschichte ein, erzählen von persönlichen Weinmomenten und fragen uns, was einen Wein wirklich besonders macht. Wir vergleichen "Bottle Shock" mit "Sideways" und sprechen offen über Kitsch, Klischees und echte Genussmomente. Am Ende verraten wir, warum manchmal eine einzige Flasche reicht, um die Welt zu verändern – und warum es sich lohnt, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen. Prost und viel Spaß beim Hören!

Takeaways

  • Die historische Blindverkostung von 1976
  • Unterschiede zwischen französischem und kalifornischem Wein
  • Die Bedeutung von Terroir und Tradition im Weinbau
  • Die Rolle von Bewertungen und Rankings in der Weinwelt
  • Der Einfluss von Bottle Shock auf die Weinindustrie
  • Kulturelle Unterschiede im Weintrinken und -verstehen
  • Die Entwicklung des kalifornischen Weins nach 1976
  • Objektivität und Subjektivität bei Weinbewertungen
  • Die Demokratisierung des Weingenusses durch Blindverkostungen
  • Die Bedeutung von Geschichten und Kultur im Weinmarketing

Bottle Shock bei imdb Bottle Shock bei wikipedia Bottle Shock bei amzon

Judgement of Paris (Weinverkostung 1976)

https://de.wikipedia.org/wiki/Weinverkostung_von_Paris_1976

Chateau Montelena

https://www.chateaumontelena.com/

Steven Spurrier

https://de.wikipedia.org/wiki/Steven_Spurrier

Sideways (Film)

https://de.wikipedia.org/wiki/Sideways

Robert Parker (Weinkritiker)

https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_M._Parker_jr.

AOC (Appellation d’Origine Contrôlée)

https://de.wikipedia.org/wiki/Appellation_d%E2%80%99Origine_Contr%C3%B4l%C3%A9e

VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter)

https://www.vdp.de/de/

Riesling

https://de.wikipedia.org/wiki/Riesling

Reblaus (Phylloxera)

https://de.wikipedia.org/wiki/Reblaus

Prohibition in den USA

https://de.wikipedia.org/wiki/Prohibition_in_den_Vereinigten_Staaten

Chateau Montelena Chardonnay 1973

https://www.chateaumontelena.com/wines/1973-chardonnay/

Napa Valley

https://de.wikipedia.org/wiki/Napa_Valley_AVA

Bordeaux (Weinregion)

https://de.wikipedia.org/wiki/Bordeaux_(Weinbaugebiet)

Burgund (Weinregion)

https://de.wikipedia.org/wiki/Burgund_(Weinbaugebiet)

Mehr Infos zu Dr. Daniel Kofahl unter: https://www.apek-consult.de/team/dr-daniel-kofahl/ - Kontakt: Kofahl@apek-consult.de

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Musik Intro/Outro von Diana_Production_Music über Pixabay

Transkript anzeigen

00:00:03: Manchmal braucht es nur einen einzigen Nachmittag, um eine Weltordnung zu kippen.

00:00:18: Herzlich willkommen bei Film und Fressen!

00:00:20: Heute sprechen wir über den Film Bottle Shock.

00:00:25: Wie immer mit dabei Ernährungssoziologe Dr.

00:00:28: Daniel Kofal und heute unter seinem Kampfnamen mit dabei der Tannin-Terminator, Hallo Daniel!

00:00:35: Guten Morgen Johannes unser Genussexperte und heute mal wieder ganz besonders für das flüssige Gold des Gaumens.

00:00:42: Ja denn darum dreht es sich ja ich hatte's ja so vollmundig angekündigt in der letzten Folge Ein Jubiläumsjahr für mich, ein Jubilärumsjah für Amerika.

00:00:54: Deswegen der Film, der im Jahre neunzehntundertsechsenzig spielt aber aus dem Jahr zwei tausend acht ist sich auch an wahre Begebenheiten anlehnt.

00:01:07: Aber da kommen wir dann auch noch später dazu.

00:01:10: deswegen zuerst einmal Für viele die diesen film so wie wir beide das erste mal dann sehen werden gesehen haben, die Zusammenfassung.

00:01:20: Ja eigentlich ist es wie gesagt eine wahre Begebenheit an die sich der Film anlehnt.

00:01:26: Es ist ne Komödie mit nem ernsten Hintergrund könnte man auch sagen Bottle Shock und zwar ich hab's ja gesagt aus dem Jahr.

00:01:35: Da kommen wir auch gleich dazu, damit sich das auch erklärt was denn da gerichtet wird über was gerichtet.

00:01:48: Der britische Weinhändler Steven Spurrier herrlich versnobt gespielt von Alan Rickman reist in Snapper Valley um kalifornische Weine für eine Blindverkostung in Paris zu suchen.

00:01:59: er hat dort einen kleinen Weinladen und will einfach auch zeigen Ja, dass die französischen Weiner irgendwie überlegen sind und vor allem will er das auch für sich nutzen um etwas PR!

00:02:12: Für seinen Weinladen zu machen.

00:02:14: Für seine Weinkurse zu machen, die sogar nicht ankommen.

00:02:17: Im Neppavalli trifft er dann auf Jim Barrett und seinen Sohn Bohm Beides Winzer.

00:02:23: vor allem Jim Barret ist ja würde ich mal sagen Quereinsteiger der versucht im Nepper Valley richtig guten Wein zu machen.

00:02:32: Und die sind auf dem Chateau Montelena, man merkt schon hier haben wir schon die französischen Einschläge bei der Benahmung der großen Weinkeller und ja sie versuchen mit viel Schweiß und Schulden den perfekten Chardonnay herzustellen!

00:02:49: Das soll ja wie gesagt ein PR Gag für Spurriers Weinladen in Paris werden.

00:02:54: doch das endet in einem historischem Erdbeben.

00:02:58: Die französischen Juoren, die wählen den kalifornischen Chardonnay von Chateau Montelena auf Platz eins.

00:03:06: Was dazwischen drin noch alles so passiert da kommen wir natürlich jetzt auch noch in der Besprechung dazu.

00:03:11: deswegen so kurz und knackig.

00:03:13: Denfalls ist es ein Film über Leitenschaft Terroir und dem Moment in dem die alte Welt von der neuen überholt wurde.

00:03:22: Vielen

00:03:23: Dank für die schöne Zusammenfassung.

00:03:24: Johannes du hast ihn ausgesucht den film und ich hoffe der hat ja auch lust aufs weintrinken gemacht.

00:03:31: er beginnt ja finde ich mit sehr schönen einstellungen wieder über diese kalifornischen Weinberge oder Weinfelder geflogen wird.

00:03:40: man sieht saftige reben und man sieht als erstes auch so eine gruppe von hippies die da wein trinken nicht nur wein sondern auch hasche schrauchen.

00:03:50: also es ist irgendwie schon ein film der Etwas damit bricht wie die französische Weinkultur, die im Gegensatz zur kalifornischen hier in Zentrofit.

00:03:59: Also er bricht damit wie Französische Weinkultur so immer ins Zähne gesetzt wird oder sich selber auch in Szene setzt.

00:04:05: aber wir haben dann eben doch diesen Gegenpunkt nämlich diesen kleinen Weinladen der noch so ein ja französsisches Flair des Weintrinkens vermitteln will.

00:04:16: Allerdings ist jetzt in diesem Wein Laden nicht ganz so extraktisch zur Sache wie bei den Hippies auf dem Weinfeld in Kalifornien, sondern im Weinladen ist ja relativ wenig los.

00:04:26: da sitzt nämlich der Verkäufer, der Händler mit seinem einzigen Kunden und der scheint eben auch zwar ein Weinkenner zu sein aber auch niemand, der ihn mit seinem Budget über Wasser halten könnte.

00:04:40: Der betreibt ihm an einen Verföhrdienst.

00:04:43: Für mich kam hier so gleich der Gedanke ins Spiel.

00:04:46: Man sieht, dass Wein eben nicht nur Genuss ist auch nicht nur Wissen, Weinwissen.

00:04:54: dieses Geschäft von Steven das scheint ja eine Akademie zu sein nennt sich selber auch Weinakademie sondern es ist eben auch ein Geschäft Und das wäre für mich das erste, was mich so Eindruck macht.

00:05:04: Es geht beim Wein dann eben einerseits um das Wissen es geht aber auch ganz viel um Geschäfte und auch um Zahlungen.

00:05:12: Darum wird sich dieser Film immer wieder drehen, dass man sehen wird wie Wein als Genussmittel in Stellung gebracht wird.

00:05:21: Auch etwas damit zu tun hat wer an einem Wein verdienen kann.

00:05:25: Ja klar, wo Genuss ist da ist auch Kommerz meistens nicht so weit, bis manches mal dann vielleicht der Commerz auch überwiegt.

00:05:37: Also der Film war ja für mich ganz neu und ich bin auf der Recherche darauf gestoßen und fand ihn – ich hatte es ja auch gesagt wenn man jetzt so betrachtet eigentlich den Vorfilm passend zu Sideways weil Sideways er darauf aufbaut.

00:05:51: hier sehen wir quasi das Snapper Valley im Entstehen zwar schon sehr viele gute Weingüter dort, aber die sind letzten Endes nicht bekannt in der Welt.

00:06:05: In der alten Welt möchten wir vielleicht mal einfach so sagen oder möchte ich mal sagen weil natürlich in Amerika wurde auch Wein getrunken und Sideways spielt ja... Deutliche Jahre danach, wo eben der kalifornische Wein plötzlich dann auch eher Kommerz als Geheimtipp war.

00:06:21: Und das sehen wir ja!

00:06:23: Du hast es so schön beschrieben hippies ich mein Woodstock sagt ja auch der Vater zu Bo ist er schon längst vorbei und er lebte auch eher so diesen strigenten Amerikaner, der da irgendwas erreichen möchte und Bo ist eher so der Lebemann.

00:06:38: Der Sohn, der gar nicht so recht weiß wohin er soll?

00:06:41: Er hat lange Haare, surft lieber, raucht vielleicht auch mal ein Joint und feiert auf jeden Fall gerne mit anderen und hat jede Menge Frauen am Start.

00:06:50: Ist ja aus so einem Wummen-Eiser Ja!

00:06:52: Und da gibt es ja noch die Mutter, die getrennt vom Vater lebt aber die Kohle hat.

00:06:57: und das sind jetzt diese Geschichten.

00:06:59: also man merkt Und das ist es ja auch tatsächlich sehr, sehr oft wenn man anfängt mit einem Weingut außer man wird irgendwie reingeboren in was existierendes.

00:07:08: Man baut etwas aus Leidenschaft auf und man baut aus Philosophie heraus auf weil man das gerne umsetzen möchte.

00:07:17: Er war es im Endeffekt hier der Jim versucht mit Chateau Montelena.

00:07:25: Er will den perfekten Wein machen als Quereinsteiger, er hat zwar Menschen um sich die das auch können.

00:07:30: wie gesagt ist er angelehnt an die wahren Begebenheiten Chanteaux Monteléna und natürlich Judgement of Paris.

00:07:37: also diese Blindverkostung die gab es und gibt es so wirklich.

00:07:43: nur die Personen die da so mitspielen Die sind nicht immer hundert Prozent getroffen oder das, was so passiert.

00:07:49: Jedenfalls Jim als Kleinstärker versucht es ja da erfolgreich zu sein und er setzt da voll auf Qualität egal was es kostet nimmt lieber noch ein Kredit auf bevor er Wein verkauft der noch nichts seinen Ansprüchen entspricht.

00:08:03: Das ist ganz egal, was der Markt will.

00:08:05: Also hier ist tatsächlich ja genau eigentlich noch nicht der Kommerz vorhanden sondern erst mal die Leidenschaft.

00:08:10: ich will etwas richtig Gutes machen und da sind wir ja mittendrin in dem was viele Manufakturen umtreibt.

00:08:16: das sind so Freaks die für ihr Ding für Ihr Thema einfach stehen sich da rein verbeißen, egal ob sie damit Geld verdienen zuerst mal oder nicht.

00:08:26: Sie wollen das beste Produkt erschaffen und da sind wir eben auch im Chateau Montelena und die alte Welt ist natürlich da verhaftet wie du sagst mit ihren Weinen.

00:08:35: er nennt sich Akademie der französischen weine glaube ich wenn man es übersetzt und er sitzt da einfach mit seinem amerikanischen Freund Erfolgreich ein Geschäft nebendran betreibt.

00:08:46: Und der kommt halt immer zum Wein probieren, aber zahlt nix und das ist natürlich blöd.

00:08:51: Deswegen überlegt er was wie kann ich denn auch kommerziell werden?

00:08:54: Weil er – das ist ja das Lustige!

00:08:55: Der englische Steven, der is natürlich eigentlich auch so ein Freak.

00:09:00: Er macht etwas mit Leidenschaft wird aber gar nicht anerkannt von den französischen... Sommeliers und Experten.

00:09:07: Und das sieht man ja auch in dieser einen Szene, wo er versucht reinzukommen – eine große Verkostung kriegt dann nachher nur den Platz angeboten, den keiner will.

00:09:15: beziehungsweise es wurde noch so ein Katzentisch hingestellt und er kriegt ständig die Tür bei der Verkosterung an den Kopf, an den Arm oder sonst du an den Tisch geknallt und das wormt ihn.

00:09:25: aber das ist vielleicht auch so ein bisschen genau das was sich auch über diesen Film hinwegzieht dieses Gehobene der Weinwelt, vor allem der französischen Weinwelt in diesen Jahren.

00:09:36: Wir sind die besten.

00:09:37: an uns kommt keiner ran und dann darf auch hier nicht so ein Engländer kommen und uns irgendwas über Wein erzählen.

00:09:43: außerdem wir sind ja die Grand-Nation.

00:09:44: warum brauchen wir überhaupt vielleicht jemanden der uns das Weintrinken näher bringt?

00:09:49: Wir trinken schon immer Wein!

00:09:51: Und dass ist eben das wo es ganz spannend wird.

00:09:54: wann kippt das ganze?

00:09:56: er fährt er ins Snapper Valley?

00:10:00: gar nicht.

00:10:01: das gilt, was er so aus Frankreich oder aus der alten Welt ja aus der Alten Weinwelt kennt.

00:10:07: Ja die ersten Proben er will ja bezahlen dafür und die gucken ihn ganz komisch an.

00:10:12: Was soll das?

00:10:13: Also wenn jemand zu mir kommt, der kann natürlich mein Wein probieren ganz kostenlos also ja ganz normal ne.

00:10:17: Und deswegen Kommerz und Genuss in dem Fall Wein.

00:10:22: Das liegt sehr nah beieinander.

00:10:24: Zu Beginn.

00:10:25: hier gibt es irgendwie noch eine Verschiebung bis dann die neue Welt irgendwann näher an die alte Welt rückt.

00:10:33: Das hast du jetzt ganz schön beschrieben, auch diese Unterschiede innerhalb der anerkannten Protagonisten in der Weinwelt also gerade im dieser Kontrast zwischen den anerkanten Verkostern bewährtern die großen Bewertungen raushauen und die großen Punkte vergeben wie du es gesagt hast, die wollen sich eben mit Steven nicht mehr unterhalten.

00:10:56: Also er will sich da zu einem Tisch setzen und dann sagt ja nee möchte er nicht kann er wieder gehen und darf aber im Moment für den so eine Blindverkostung organisieren.

00:11:03: und genau das ist auch beschrieben bei dieser Treffen da wo er da an der Tür platziert wird und eine ganz schlechte Position hat.

00:11:09: Er gehört zwar dazu, ist aber ne Randerscheinung.

00:11:11: also auch da gibt es diese großen Unterschiede.

00:11:13: ja so wäre's wirklich im Zentrum an der Definitionsmacht dran und wer is' da am Rande?

00:11:17: Und ist zwar mit Leidenschaft dabei, hat aber eigentlich wenig Einfluss selber das Feld des Machtgefüge mitzubestimmen.

00:11:25: Das interessante klar, dass passiert hier in diesem Film, dass dann dieser Steven sich mit dieser Blindverkostung die es wirklich geben hat, dieses Giantmatch auf Paris durcheinander zu bringen, sondern tatsächlich ja am Ende das alte Machtgefüge zu stürzen und dann ein neues zu etablieren.

00:11:42: Ich würde trotzdem sagen bis heute in meiner Wahrnehmung – wir haben dabei Sideways auch schon darüber gesprochen.

00:11:48: ich habe unsere Folge von Sideways angehört um nochmal zu reflektieren.

00:11:51: so was hatten wir schon mathematisiert und wie können diese Filme auch auseinandergreifen?

00:11:54: Da hatte ich auch schon mal gesagt dass mein Weinwissen eigentlich relativ gering ist.

00:11:58: also ich trinke wie schon gesagt relativ wenig Wein mit wenig Kennerschaft muss ich einfach sagen.

00:12:04: trotzdem interessieren, weil meine Warnung ist weiterhin so.

00:12:07: Das französische Wein trinken oder die franzusische Weinwelt erscheint mir als eine, die trotz der Globalisierung des Weins immer noch so eine zentrale Stellung eigentlich in der Welt hat.

00:12:19: Klar es gibt jetzt auch Italiener Spanier sind irgendwie auch präsent, denn wir finden im Regal das sehe ich ja auch wenn ich davor stehe meist orientierungslos Südafrikaner Kalifornia und so weiter aber trotzdem irgendwie der Weinkönig ist weiterhin in Frankreich.

00:12:33: kannst du noch mal vielleicht irgendwie sagen, wie es dazu gekommen ist dass Frankreich diese super präsente Stellung im Wein sich erarbeitet hat und wie du das wahrnimmst ob das weiterhin so isst oder ob ich einfach getäuscht bin unter dem alten Muster anhänge.

00:12:47: Das eigentlich Prä, also der Sechse-Siebzig

00:12:50: Ja, also auch wenn ich ja ein verfechterter Regionalität bin deswegen tatsächlich im deutschen Wein zu Hause bin ist es natürlich schon so dass der französische Wein eine starke Stellung hatte und immer noch durchaus hat sage ich jetzt mal so.

00:13:06: Es sicherlich auch in unterschiedlichen Gründen liegt das oder baut auf unterschiedlichen Gründen auf, so muss man das vielleicht sagen und hat sich dann auch über die hunderte Jahrtausende zementiert.

00:13:19: Weil natürlich klar lange Traditionen, Mönche wie so oft, die irgendwas gemacht haben in dem Fall halt systematisch Weinbau und Weinberge dort kultiviert haben und aufgebaut haben.

00:13:31: und ja dass letzten Endes genau dort wo es gut wächst wo das Terroir so eine Rolle spielt und dieses Terroire, dass ist natürlich dann auch ne französische Erfindung.

00:13:40: Also vieles was uns im Wein begegnet, das kommt natürlich aus dem Ursprungsland Frankreich.

00:13:46: ja weil die sich damit beschäftigt haben da sind die Franzosen sehr gut drin.

00:13:49: Das sieht man nicht nur beim Wein, sondern auch zum Beispiel beim Käse oder bei anderen Produkten.

00:13:55: sie sind nämlich dann auch ganz schnell dabei, dass bestimmte Dinge geregelt werden.

00:13:59: Und das ist seit nineteenhundertfünfunddreißig so der Fall, Solche Buchstaben sind dem einen oder anderen ja auch schon mal begegnet.

00:14:11: Ja, man könnte vielleicht sagen in Deutschland mit dem Klassensystem des VDPs nachher aber auch dann noch andere Regelungen wie klassifiziere ich Weine und die Qualität letzten Endes?

00:14:22: Und das ist natürlich dann streng geregelt seit neunzehnunddreißig und dass es natürlich auch schon zwar relativ spät, aber relativ früh für das wo es dann richtig drum geht, wer dann Wein trinkt oder wo der Wein mehr in die Massen geht.

00:14:37: Früher war's ja natürlich auch dem Adel und so weiter vorgehalten, guten Wein zu trinken

00:14:42: etc.,

00:14:42: also von daher strenge Regelungen, gutes Marketing, Qualitätssicherung.

00:14:47: das ist das was Franzosen da einfach ausmacht.

00:14:49: Bordeaux und Burgunder Das sind Marken, die jeder kennt, die dort einfach Maßstäbe gesetzt haben.

00:14:57: Und letzten Endes verkaufen die Franzosen seit jeher ihren Wein nicht als Produkt, sondern schon als Story, als Kulturgut und sie verkaufen es eben nicht nur als Getränk.

00:15:07: So ähnlich könnten wir vielleicht das in Deutschland sehen mit einem Wein mit dem Riesling der ja auch Rieseling wurde exportiert.

00:15:14: Schon seit Jahr her!

00:15:15: Das ist halt einfach der Wein den man mit Deutschland, mit dem Mosel bisschen auch Sarisling war auch Jahrzehnte lang einer der teuersten Weine, die durch die ganze Welt exportiert worden ist.

00:15:28: Und Frankreich hat es halt querbeet geschafft mit seinen Anbau-Regionen da einfach Maßstäbe zu setzen und natürlich auch im Luxussegment etabliert zu sein ja?

00:15:40: Petrus

00:15:41: und alle anderen, die man dann so hört – dreitausend Euro aufwärts!

00:15:46: Ja das ist... Da kommt kein anderer Wein der Welt im Moment dran.

00:15:50: Also nicht, dass ich wüsste wenn es so ist gerne eines besseren Belehrern.

00:15:54: also Burgund Bordeaux das sind einfach so Referenzpunkte.

00:15:57: klar bröckelt das so langsam an den Rändern und man muss halt auch so sehen.

00:16:02: Frankreich trinkt auch nicht mehr so viel Wein wie es früher getrunken hat.

00:16:06: als er verändert sich natürlich jetzt nicht nur bei uns in Deutschland sondern weltweit.

00:16:10: ja also auch das Thema aber es ist trotzdem immer noch ein guter Spitzenplatz und Frankreich hat halt im Endeffekt gute Anbauregionen für beide Weinsorten, also für weiß und rot.

00:16:22: Und das ist natürlich auch lange Zeit das Thema in Deutschland gewesen, da war es immer halt sehr stark im Weißwein unterwegs gewesen.

00:16:29: jetzt verändert sich das Stück für Stück.

00:16:31: man holt auf aber für viele ist immer noch das Nund plus Ultra wenn zum Rotwein geht Frankreich Italien weil man da diese Kräft je nachdem wie man auf Rotweinen steht kräftige, taninbedrohnte Rotweine hat.

00:16:44: Und das ist halt entsprechend das, wo ich sage, dass es sicherlich einfach sind, dass die Gründe warum Frankreich immer noch so eine Vormachtstellung hat um da tatsächlich als Weinland wahrgenommen zu werden.

00:16:57: also für mich ist es klar Wein und Käseland.

00:17:00: aber da ich persönlich lieber zu deutschen Weingreife Es ist tatsächlich Frankreich ein bisschen was es bei mir im Weinkühlschrank, aber da findet man tatsächlich mehrheitlich deutsche Weine.

00:17:13: Auch deutsche Rotweine!

00:17:14: Also da bin ich auch ein Verfechter für das andere Länder, dass auch gut können.

00:17:18: also sehr wahrscheinlich weiß ich nicht wie's Sechsen-Siebzig bei mir ausgesehen hätte ob ich da gesagt hätte ja deutscher Wein oder in dieses Franzosenhorn geblasen hätte.

00:17:30: Was ich auf jeden Fall sage Ich bin kein Fan der neuen Welt.

00:17:34: Also wenn man sich mit meinen beschäftigt, ich habe dann irgendwann mal alte und neue Welt.

00:17:38: Ja klar ist man da irgendwie zu Zeiten Kolumbus.

00:17:41: Kommt man sich da so vor.

00:17:42: Aber ich muss ehrlich sagen, ich bin kein fan von Kalifornischen oder Neuseeländischen.

00:17:49: chilenischen oder südafrikanischen Wein.

00:17:52: Das muss also wie gesagt, ich meine es muss nicht unbedingt sein ein Wein quer durch die Welt zu transportieren wenn's in Europa echt gute oder wenn es in Deutschland echt gute Weine gibt.

00:18:02: deswegen das ist so vielleicht ein bisschen spleen.

00:18:04: ihr hätt natürlich gerne diesen drei und siebziger mal probiert wenn der schon in meinem Geburtsjahr da gewonnen hätte hatte.

00:18:11: aber ja Es ist mir nicht vergönnt gewesen.

00:18:14: Also

00:18:14: erstmal danke für die Ausführung.

00:18:15: das finde ich erklärt das Phänomen schon bisschen deutlicher.

00:18:18: Und was du ja auch sagst ist, dass ich das richtig verstanden habe.

00:18:22: Es kommt auch viel darauf an, dass man eben eine bestimmte Marke etabliert und ein bestimmtes Produkt in Zentrum setzt und das eben auch durch bestimmte Reglements oder bestimmte Kennzeichnungen rechtfertigt und mit einer bestimmten Macht auszeichnet die über den Augenblick, den Genussaugenblick hinaus geht.

00:18:41: Sondern so ein Wiedererkennungswert macht auch über Generationen hinaus ja und eben das mit der Region verknüpft.

00:18:45: Keine Frage gehört mit Sicherheit auch dazu dass das Grundprodukt eine gewisse handwerkliche Qualität hat.

00:18:50: ansonsten bringt das ganze Marketing relativ wenig.

00:18:53: dann ist es eben in uns große Mode und dann verschwindet es wieder bei solchen Plastikphänomen wie ich sie mal nennen kann.

00:18:57: also die Produkte denke ich von aus haben schon im geschnitten Qualität für diejenigen die zu schätzen wissen sowohl die französischen Weine die guten Weinen als auch die kalifornischen.

00:19:06: Jetzt muss ich einmal doch darauf hinkommen, warum mich der Rumlavierer anfangen unseres Gesprächs hier.

00:19:11: Was dieser Einordnungsfilms angeht?

00:19:12: Denn ich habe die ganze Zeit Sideways im Hinterkopf natürlich, wenn ich diesen Film gesehen habe.

00:19:17: Er ist ja nach Sideways produziert worden und du hast ihn auch schon vielleicht aber zeitlich als Vorläufer eingesetzt.

00:19:22: Und für mich wirkt dieser Film, wenn Ich ihn so anschaue ganz stark wie so ein regional Marketing einer weiteren kalifornischen Region um ihren Wein als Marke ins Spiel zu bringen.

00:19:35: Und das fand ich bei Sideways ja noch super.

00:19:37: und es würde ich auch weiterhin so sagen, dass da diese beiden Anti-Helden aufgebrochen sind und kalifornischen Weinverkosten haben oder die zwar voll im Wein drin waren aber nicht irgendwie dann die ganzen immer französische Beine getrunken haben sondern den Wein getrunten haben den sie da in den USA produzieren.

00:19:51: So jetzt habe ich bei diesem Film immer wieder das Gefühl gehabt Das ist irgendwie so ein Nachfolger von Sideways, der einfach nochmal eine andere Region von Kalifornien auch mit Weilen verknüpfen will und mir diesen Wein aus der Region schmackhaft machen will.

00:20:05: Irgendwie ne weichgespültere Version von Sidewayst Auch wenn ich mir diese Helden so anschaue die sind zwar auch keine großen Helden gewesen jetzt hier in diesem Film aber dieses Anti-Heldenmäßige aus Sideways das findet ihr irgendwie nicht statt sollen.

00:20:19: sie sind irgendwie alle auf einer viel Gutschiene unterwegs.

00:20:22: Und ich habe immer wieder das Gefühl gehabt bei diesem Film hier es wird irgendwie Ja, diese Region mit ihren Weinen irgendwie auf so eine Art ins Zentrum gestellt.

00:20:31: Die zeigen wir, guck mal wie schön hier auch das Weinleben ist und diese Weine sind auch gut!

00:20:35: Und natürlich gibt es dieses große historische Ereignis damals, da wir die französischen Weine in einer Blindverkostung besiegt haben.

00:20:43: Aber in diesem Film wird anhand von so einer historischen Geschichte immer wieder ein weich gezeichnetes Bild des Weintrinkens der Weinarbeit gezeigt Natürlich mit dieser rebellischen Anekdote, dass man die Franzosen vom Thron gestoßen hat.

00:20:59: Aber in dem Film wird das durch die Hand nicht so richtig zementiert.

00:21:04: Es gibt immer kleine Szenen ... Da hab ich mich sozialpädagogisiert gefühlt, muss ich sagen!

00:21:09: Da gab's diese Szene, es gibt da noch diesen Gustavo im Film auch eine Figur, die ich umig mal recherchieren wollte weil mir die überzeichnet korrekt vorkam Also jemand der aus einem Gastarbeiter Milieu da reinkommt und dann auch in den Film gefeuert wird.

00:21:23: Und gleichzeitig aber den Spitzenwein mit produziert, und dann gab es diese Szene wo er von so einem Trucker auf rassistische Art und Weise beleidigt wurde.

00:21:31: Da stehen dann die drei von diesen jungen Leuten Bo, Gustavo und die Frau.

00:21:36: Da standen diese drei junge Leute, diese Hippies vor diesem aggressiven Trucker und er beleidigte Gustavo Klar, auf eine Art und Weise, die es wirklich unverschämt.

00:21:45: Aber dann klettert Gustavo auf den Trakt drauf und bricht ihm dann die Antenne ab... ...und geriert sich so als Held!

00:21:51: Und nachher schafft es der Trucker nicht, als er dann auf die drei jungen Leute zugeht und sich da rechnen will für seine Abgeordnete.

00:21:56: Er schafft das ja nicht körperlich durchzusetzen, er trifft zwar Beau ein paar Mal ins Gesicht Die junge Leute gewinnen den Kampf also auch nicht körperlich aber der Truckern kann sich eben wie gesagt nicht durchsetzen.

00:22:04: und dann kommt nochmal auch Gustavo, der deutlich kleiner von der Statur ist und schwächer und aus meiner Perspektive auch nicht irgendwie über die Kampftechnik verfügen würde diesen Trucker zu besiegen Und geht auf ihn zu.

00:22:13: und dann geht der Trucker so in den Rückzug.

00:22:15: Das ist nicht direkt eine Voke-Szene, das will ich dem Film gar nicht unterstellen dass er in diese Voke Kulturschiene reinschlägt.

00:22:22: aber es ist doch so ne sozialpädagogische Szene in den Bereich von Kitsch rein geht und das sehen wir an anderen Stellen auch, wenn Gustavo danach Sam verführt.

00:22:31: Also das war so eine so dermaßen kitschige Rendezvous-Szene wo sie diesen Wein trinken da hätte ich fast lieber nochmal bitter süße Schokolade geguckt.

00:22:40: also es war ein ähnliches schmalzen Niveau würde ich sagen nur nicht auf einer mexikanischen Stufe sondern auf einer typisch US-amerikanischen Art & Weise der Verführung.

00:22:49: Und dann habe ich mir immer wieder einen Sideways eigentlich zurückgewünscht wo die romantische Situationen und das Wein trinken immer in diesen komplizierten Situationen landen, wo die Protagonisten nicht so sauber erscheinen sondern als zerrissene Persönlichkeiten zum Vorschein treten.

00:23:09: Und das Gleiche fand ich bei Sideways auch mit dem Weintrinken.

00:23:12: da wurde das Weintrinken auch oder die Weinkultur komplexer dargestellt als mir das in diesem Film erschien.

00:23:18: Es war doch aus meiner Perspektive von Anfang an ein Tick zu sauber gezeichnet.

00:23:23: Damit habe ich bei diesem Film immer wieder gehadert.

00:23:26: Ja gut, ne Sideways ist halt ein depressiver Alkoholfilm den man vielleicht nicht immer zu bestimmten Stimmungen schauen kann.

00:23:37: Hier ist es natürlich klar, finde du hast das Eingangs sehr gut getroffen könnte auch ein Werbevideo sein dass aber natürlich alles abdeckt was man schon im Jahr war ja schon diskutiert hat ob das dann in dem Jahr neunzehnten und siebzig mein Wutstock lag paar Jahre dahinter man wurde freier man hat sich da halt auch agitiert gegen solche rassistischen Äußerungen sind alle gleich.

00:24:02: Es wurde dort auch zelebriert und am Endeffekt hat sich das dann halt hier in dieser Zähne niedergeschlagen, dass nicht der einheimische Weiße zuerst mal Sem kriegt, der sonst alles kriegt als Schürzenjäger sondern der Außenseiter, der Mexikaner, also Mexikanern halt auch in Kalifornien mit eine Rolle besetzt werden muss es klar.

00:24:23: schließlich sind da sehr viele Mexikaner, auch unterwegs leben dort.

00:24:28: Es sind letzten Endes da auch als einheimische mit Migrationshintergrund gesetzt.

00:24:34: ja liegt ja vielleicht auch darin dass die spanischen franziskaner menschen dort ja auch missioniert haben ganz ganz ganz Ganz ganz ganz früher.

00:24:43: von daher San Diego und so was ja vorher alles fließend war spielt alles irgendwie da mit in diesen Film.

00:24:50: Da wird halt vieles verwurschtelt, ja diese Zähne ist es halt irgendwie so eine Hütte, so ne ganz romantische Hütthe ob die extra für diesen Film dort in den Weinberg gezimmert worden ist oder ein bisschen aufgepeppt worden ist.

00:25:02: jedenfalls Luft durchlässig Alles offen und man kann dann wunderbar mit der Kamera rein-und rausfahren Und das ist natürlich schon Inszenierung.

00:25:12: Ja!

00:25:12: Es geht Vieles Drumherum, diese Blindverkostung bis es dann zum Höhepunkt der blind Verkostungen auch kommt.

00:25:19: viel nicht Weinrelevantes möchte ich mal so sagen.

00:25:22: Man sieht zwar immer wieder wie Wein gemacht wird, wie Wein geerntet wird oder wie Wein getrunken wird und wie eine blind VerKostung gefaked wird wobei natürlich ein Sideway ist.

00:25:31: klar das Trinken dort im Vordergrund steht.

00:25:34: Der Wein mit Begrifflichkeiten auch aber in der Handlung geht's natürlich auch um die gescheiterten Beziehungen.

00:25:43: Films, das ist halt nur vielleicht ein bisschen... oder man kann es sich dann schöner trinken.

00:25:51: Sagen wir so.

00:25:53: Da wird noch mehr Weinwissen vermittelt als bei der Blindverkostung, hier jetzt bei Bottlechock.

00:25:58: Aber immerhin steht die Weinbauregion im Vordergrund und interessant vielleicht wenn ich das auch mal sagen darf.

00:26:08: wie kam der Wein nach Amerika?

00:26:10: natürlich habe es ja gesagt Missionare brachten den dort hin schließlich braucht man ja Messwein.

00:26:15: Die Missionstraube war robust aber geschmacklich eher bescheiden Und das hat sich dann so Stück für Stück entwickelt.

00:26:21: Mein lieber Daniel aus Kassel, der deutsche Einwanderer Charles Krug hat das erste kommerzielle Weingut dort gegründet im Neppar Valley und er kommt aus Kassell.

00:26:34: Ursprünglich ist es ausgewandert.

00:26:36: In den letzten Jahren hat es dort quasi so einen Buben gegeben.

00:26:41: Da gab es dort über ein Hundertvierzig Kellereien in Nepper Valley.

00:26:49: Dazwischen kamen natürlich auch die Reblaus, die für Probleme sorgte nicht nur dort sondern auch in Deutschland.

00:26:55: deswegen was da halt an Rebsorten irgendwie nach Europa kam hatte diese Reblaust mit eingeschleppt.

00:27:01: und was hat man dann gemacht?

00:27:02: Man hat ja nachher eben umgepflopft damit diese Reblaus dann auf die europäischen Edelreben da geht, sondern man hat ein bisschen rumgebastelt was man machen kann damit eben diese Reben nicht mehr gefressen worden sind.

00:27:21: Ich bin ja auch kein Fachmann also von daher Verzeihung wenn ich jetzt etwas Falsches erzählt habe.

00:27:26: jedenfalls ist es ja auch ganz interessant dass dort auch Wein getrunken worden ist schon vorher ja, sehr wahrscheinlich ganz andere Qualität vielleicht auch ähnliche Qualität wie in Europa.

00:27:37: Lange Geschichte aber man hat es eben nicht den Markt überregional geschafft was sehr wahrscheinlich einfach auch darin zur Grunde liegt weil ist natürlich noch die Prohibition gab Ja?

00:27:52: In Amerika da war quasi plötzlich für viele Weingüter Schicht im Schacht Und daraus haben sie sich dann wieder erst mal entwickeln müssen, weil dann wieder mehr Alkohol getrunken worden ist.

00:28:05: Offiziell!

00:28:07: Und ich glaube das ist natürlich so ein Punkt dass nach dem zweiten Weltkrieg dann dort eigentlich in Amerika der Aufbau des Weins wieder begonnen hat.

00:28:17: und ja wie gesagt... Der Film zeigt das natürlich sehr schön was dann ein Glücksfall für diese Region war.

00:28:26: Wenn man jetzt mal überlegt, was wäre wenn diese Blindverkostung nicht stattgefunden hätte?

00:28:33: Würde man dann kalifornischen Wein auch extrem überteuert trinken oder würde man es eben nicht tun?

00:28:42: also das ist ja wirklich so.

00:28:43: eine Frage.

00:28:45: und klar der Film herorisiert dass alles Wie gerne amerikanische Filme, wenn man... Ich erinnere mich auch noch dran als ich mal das NASA-Museum besucht habe.

00:28:58: Da meinst du, du bist in einem nicht enden wollen amerikanischen Film weil da immer alles irgendwie so auf den Sockel gestellt wird und es ist natürlich auch ein wenig baldsam auf die amerikanisches Seele die sich natürlich gerne irgendwie produziert dass der Servain dann auch so schlagartig gewonnen hat.

00:29:22: Also da kommen wir vielleicht Stück für Stück ja auch in Richtung dieser Blindverkostung, wie die sich darstellt.

00:29:30: also das ist natürlich klar eine Irrung und Währungen bis dann klar ist wunderbar Wir können jetzt hier diesen Wein nach Amerika versenden.

00:29:40: Ich finde es zum Beispiel ja so schön ich habe sehr erzählt Eingangs dass keiner Also dass keiner etwas von Steven Spiria wollte, damit er Wein probiert und als dann bekannt war das er zahlt.

00:29:55: für den Wein.

00:29:56: Dann standen ja vor seinem Hotel plötzlich Massen an Winzer mit einer Flasche Wein, die ihm dann hier zur Verkostung was vorbei bringen wollten damit sie wussten ahja der zahlt mir meinen Wein das ist ja Wahnsinn!

00:30:08: Damit er den probieren darf.

00:30:09: also klar da komme ich doch auch und bringe ihm eine Flaschewine.

00:30:12: jedenfalls probiert es sich ja der Fleißig durch setzt dann auch fest, wen er gerne mitnehmen möchte und ihr möcht natürlich gerne auch Chateau Montelena mitnehmen.

00:30:22: Doch das möchte der Jim nicht!

00:30:25: Also der Vater von Beau, weil er sagt, der Wein ist noch nicht so weit.

00:30:29: Außerdem ist ihn der Steven Spurrier ganz unsympathisch und hält den versnobten Engländer ja?

00:30:36: Und Amerikaner und Englender die mögen sich auch nicht immer so sehr!

00:30:40: Für Jim ist einfach Wein keine Kunst und er sieht es nicht dass Franzosen, die den Wein so zelebrieren als elitäre Form das liegt ihm auch gar nicht sondern die Leute sollen einfach Wein trinken weil sie Spaß daran haben.

00:30:55: und er sieht halt wirklich das nicht als.

00:30:57: Kunstprodukt oder so was, sondern wirklich als Handwerk und harte Landwirtschaft gibt es ja auch diese Zähne direkt unter den Fingernägel.

00:31:05: Man braucht wohl diesen Dreck unter den Finger Nägeln damit man auch wirklich Wein machen kann wo er ja auch kurz verzweifelt weil der Wein ja braun geworden ist.

00:31:14: Ja und jedenfalls er gibt ja seinen Wein zuerst nicht mit und sein Sohn bringt ja dann noch Wein an den Flughafen damit überhaupt auch dran teilnehmen kann Diese Flaschen Wein oder die Weinflasche dieser Chardonnay von.

00:31:27: Und das ist ja auch irgendwie ganz spannend dann zu sehen wie Jim da auch drauf reagiert, weil er, wie gesagt, er wollte das Partu nicht.

00:31:36: und dann gibt es ja noch diese kurze Zerrüttung zwischen Vater und Sohn.

00:31:39: Ich meine, der wird halt alles bedient was in so einem Film mitspielen kann.

00:31:43: Und es ist ja manchmal ein bisschen anstrengend gebe ich gerne zu.

00:31:47: aber der finde dieser geschichtliche Fakt, der mir vorher gar nicht bekannt war, war's schon wert dass dieser Film existiert?

00:31:54: Ja auf jeden Fall!

00:31:55: Das ist der geschichtlichen Fakt kann ich auch nicht.

00:31:56: und das find' ich auch eine spannende Anekdose darin und das finde ich auch für mich wichtig, dass sich da mal aufmerksam gemacht worden bin.

00:32:02: Judgement of Paris scheint ja wirklich eine Revolution für die Weinwert gewesen zu sein.

00:32:06: Du hast jetzt noch mal auf was ganz Wichtiges für mich gesagt oder die Frage aufgehofft, was wäre passiert, wenn es das nicht gegeben hätte als was wir aus den kalifornischen Weinen geworden?

00:32:14: Aus dem Kalifornischen Wein.

00:32:15: Ich habe eben gesagt, es muss irgendwie schon so ein grundsätzlich handwerklich ordentliches Produkt dahinter stecken damit sich dauerhaft als Gegenspieler und das Macht auf dem Feld behaupten kann.

00:32:24: Und genau ist der dann eine spannende Frage.

00:32:26: also gibt es denn objektiven, guten Wein.

00:32:29: Also ich hab gesagt es muss handwerklich ein guter Produkt sein.

00:32:31: und wir hatten das glaube ich bei Sideways auch schon.

00:32:33: die Frage.

00:32:34: da war der Protagonist hatte die Furcht jemand könnte Melo bestellen?

00:32:37: Und ich habe dann thematisiert dass ich mal Dornfelder getrunken habe und dass ja auch ganz verpönt ist an vielen Orten in Deutschland.

00:32:42: und dann hast du das aber damals im Gespräch sehr schön eingefangen hast gesagt Ja es kommt natürlich auch auf die Situationen an der man das trinkt und davon hängt das auch ab.

00:32:50: und das würde ich sagen ist in diesem Film auch im Thema Auch mit dem was du ihm gesagt hast Die Frage so wie kann man eigentlich guten Wein beschreiben?

00:32:57: was also wie kann man dahin kommen?

00:32:58: Was macht guten Wein aus?

00:33:00: und du hast es auch gesagt, auch sehr schön ausgedrückt.

00:33:02: So ist findet eben ein Wandel nicht nur der Anbauregion statt, da fokussieren wir auf die Anbau-Regionen so das findet auch einen Wandel, der damit verknüpften Kulturstadt in dieser Region gepflegt wird mit dem Wein und auch vielleicht mit der Sprache, mit der dieser Wein eingeordnet wird.

00:33:16: Also wir haben bei dem französischen Wein, das wie die denen am Anfang auch beschreiben ja also dass der Wein mit der Oper verglichen wird.

00:33:23: Der Herstellungsprozess wird den Akten beschrieben, also mit Opern-Akten Ja?

00:33:27: Das ist eine klassisch alteuropäische Kultur.

00:33:30: Also Opern ist eben nichts was die US-amerikanische Kultur groß gemacht hat, sondern Opern sind eigentlich ein zentral europäisches, alteuropeisches Kulturfänomen.

00:33:39: und dann eben die kalifornischen Weine werden dann in neue Sprachen und neue Kultursysteme eingesetzt.

00:33:46: Auch das mit Frankreich, da hieß es ja auch im Film einmal so zu einem guten Wein, da gehört dieses Terroir.

00:33:51: dazu ist dann aber in diesem Film nicht nur der Boden, der da mit ihnen begriffen wird.

00:33:56: Sondern es geht eben auch darum... Da gibt es eben Weihendynastien!

00:33:59: Da gibt's lange Traditionen, da gibt diese Weingüter, da gibts all das was du eben doch schon mal beschrieben hast, diese Auszeichnung zur Politikate, dieses eingebettet Sein in die Kultur.

00:34:07: und die gibt es in den USA jetzt definitiv nicht mit dieser langen Tradition und schon gar nicht mit Dieser Aufgeladenheit als.

00:34:13: es gibt keine Weinschlösschen im USA.

00:34:15: Es gibt eben keine Altenachistokraten, die das gemacht haben.

00:34:18: Sonst ist ja eine bürgerliche Kultur, die dass da macht, eine Kultur von Siedlern aufgebrochen sind, dieses Land zu bewirtschaften.

00:34:23: Da sagt er eben auch Gustavo irgendwann, der kommt da witzigerweise auch mit so einer Traditions- lacht ja dann irgendwie dem weißen Weinbauern.

00:34:29: Er könnte das gar nicht machen.

00:34:30: Seine Familie würde schon viel länger darin arbeiten und die hätte wirklich den Dreck unter den Händen.

00:34:34: Der hätte sich der Vater schon damit ausgekannt, ja?

00:34:36: Und er arbeitet da weiter in diesen Weinbergen und im Wein drin.

00:34:39: also steckt eine Arbeitskultur drinnen, die da thematisiert wird.

00:34:43: Viel weniger dieser alteuropäische Schnörkel!

00:34:45: Dann ist diese Frage mit sehr blind Verkostung.

00:34:48: Das soll ja auch eine Möglichkeit sein jetzt mal objektiven Bedingungen oder objektivierten Bedingung, einen guten Wein zu beschreiben.

00:34:55: Nicht nur dass man irgendwie die Flasche dann da sieht und dann weiß an was kommt schon sowieso daher, dann fallen mir die Begriffe und Geschmacksnote ein.

00:35:00: Die kommen ja also über Asphyxationen wieder in den Sinn.

00:35:02: so wie wir beim Dornfelder trinken immer das Erlebnis als Jugendlicher mit meinem Vater, also als siebzehnjähriger mit dem Vater einem schönen Kloster einfällt und ich dann im Dach durch diese Geschmacksnorenzen wieder finde sondern ich müsste das dann ja irgendwie auch blind... erkennen.

00:35:17: Und das treibt, finde ich diesen Film auch um und das thematisiert dieser Film ganz stark.

00:35:21: was macht eigentlich diesen guten Wein aus?

00:35:25: Gibt es diesen objektiv-guten Wein auch?

00:35:28: oder ist auch, ich sage mal, dass wurde bei uns in der Familie damals immer durch meinen Vater auch immer wieder so gesagt kann der Kröver nackt arsch wenn nicht den blinden Verkoste in einer schönen Situation ein guter Wein sein?

00:35:39: oder eben der Dornfelder?

00:35:41: also haben wir bei weinen diese objektiven Kriterien und wie weit gehen die?

00:35:47: Und das schon zum Thema wird, dieser dramatische Zuspitzung als der Wein mal für den Moment braun wird.

00:35:56: Der Wein ist geschmacklich, ganz hervorragend.

00:35:58: Ja du kannst ihn trinken aber schauen dir mal an der sieht aus wie Kacke wird gesagt also allein dass die Farbe da nicht dementspricht was man erwartet.

00:36:05: so habe ich das wahrgenommen ruiniert er schon das ganze Geschmacks empfinden.

00:36:08: und ja dann muss ich dich nochmal fragen Wie würdest Du das einschätzen?

00:36:12: Also gibt es objektiv gute Weine gibt es Objektive schlechte weine?

00:36:17: Und dann auch koppelt mit den Fragen Können Experten das festlegen?

00:36:21: Es ist ein Verfahren das bei Wein Sinn macht oder das geschmacked immer Subjektiv?

00:36:26: oder nein, man muss auch an gutem Geschmack auch rangeführt werden.

00:36:30: Und warum ist diese Farbe eigentlich so ein Drama?

00:36:32: Also natürlich schön nicht schön kann man drüber streiten aber ich will mir den Wahljahr eben nicht in die Wand hängen sondern ich will ja trinken!

00:36:39: Ob das ein großes Problem ist.

00:36:40: also man hat natürlich immer Erwartungen ne?

00:36:42: Also klar deswegen wenn man schau mal nur Wein in einem nicht durchsichtigen Glas, also in so einem schwarzen Glas trinkt und du weißt nicht ob es rot-oder weißwein ohne dass es mir die Augen verbindet, dann wird's auch schon schwierig werden.

00:36:57: Oder wenn sich die Lichtverhältnisse sich verändern, das hatte ich nämlich mal bei Berners Schlossgut in Franken, der macht ja gerne in seinem Weinkeller, dann macht er plötzlich das Licht anders.

00:37:10: Man trinkt man im Rotlicht oder im Blaulicht oder im Grünlicht und schon schmeckt der Wein anders!

00:37:16: Man nimmt den Wein anders wahr und das zeigt im Endeffekt dass es eben nicht objektiv ist meiner Ansicht nach, sondern es kommt immer darauf an auf Erwartungen die man selbst hat.

00:37:26: Auf die eigene Stimmung, auf die eigene Tagesform und somit wird dann irgendwo eine Bewertung fallen subjektiv rein subjektiv.

00:37:35: und das ist wir Menschen versuchen alles zu normieren, zu klassifizieren.

00:37:40: Zu bewerten damit wir es besser einordnen können.

00:37:43: Wir sprechen ja auch immer gerne von den bekannten Schubladen die man aufmacht und irgendjemand reinsteckt und so steckt man gerne auch Dinge andere Dinge dort rein um irgendwo eine Klassifizierung einer Einordnung für sich zu haben.

00:37:54: deswegen fängst dann irgendwann mal halt an wie bewerte ich das ganze?

00:37:58: Robert Parker mit seinen Parkerpunkten der versucht hat Beine in ein hundert Punkte System zu packen.

00:38:04: Da kann man sich jetzt drüber schreiten, wenn man weiß ja er probiert oder sein Team probiert und wie auch immer am Anfang natürlich eher alleine und jeder hat ja so eine Art.

00:38:16: du wirst dann sagen okay vielleicht hättest du den Dornfeld an alle Hundert Punkte gegeben alle anderen hätten vielleicht nur fünfzig Punkte bekommen oder noch weniger oder irgendwas zwischen drin.

00:38:26: das ist alles sehr subjektiv und man weiß heute dass der Parker schwere alkoholreiche, extraktreiche Weine bevorzugt hat.

00:38:35: Und natürlich haben auch unterschiedliche Winzer versucht ihren Stil dorthin zu ändern um mehr Parkerpunkte zu bekommen.

00:38:43: Jetzt kann man natürlich sagen beeinflusst so etwas danach ja tatsächlich eine ganze Weinregion oder die ganzen Winzer das letzten Endes irgendwo auch dann auf dem Etikett oder in Liste stehen kann, so viele Parkerpunkte.

00:38:56: Das ist halt so.

00:38:57: die Frage ja?

00:38:58: Versucht man sich bewusst zu verändern damit es dann schmeckt oder zieht man seinen Stil durch und sucht sich die Menschen denen das schmeckt?

00:39:06: weil Geschmack ist eben subjektiv.

00:39:09: Das ist für mich so.

00:39:10: Deswegen sage ich auch immer, man braucht gar nicht irgendwie Weine zu beschreiben.

00:39:13: das hatte ich ja bei Sideways auch gesagt entweder er schmeckt dir oder er schmeckt ihr nicht.

00:39:18: was bringt es mir zu wissen ob er nach Brombeere Himbeere dunkler Johannes Bäral Cassis nach Pferdedecke oder sonst irgendwas schmeckt?

00:39:25: keine Ahnung.

00:39:26: wenn er mir schmeckt in dem Moment wo ich ihn trinke dann ist es doch wunderbar.

00:39:30: und deswegen Bewertungen sind schön und gut, zur Einordnung.

00:39:35: natürlich schaut man immer gerne mal.

00:39:37: Aber eigentlich sind doch die Qualitätsrichtlinien das wesentliche deswegen dass AOC oder auch wenn ein Weingut Mitglied beim VDP ist oder ein Ökowinzer ist.

00:39:48: Auch da kann man natürlich über die Kriterien immer wieder trefflich diskutieren die dort an den Tag gelegt werden damit entsprechend dort irgendwo Mitglied sein darf oder dieses Siegel bekommt, aber das ist was anderes als dann irgendwie ein Wein einzuordnen.

00:40:03: Ich würde auch nicht behaupten dass mir jetzt einen Wein der irgendwie hundert Punkte hat besser schmeckt als ein Wein der vielleicht fünfzig Punkte hat weil es eben ganz unterschiedlich und subjektiv ist.

00:40:14: Natürlich spielen da diese Erwartungen auch dran, ne?

00:40:16: Wenn ich ein Weißwein trinke sollte er weiß sein.

00:40:19: Das fing ja jetzt mal ganz unabhängig davon und ich kann ja auch noch kurz eingehen was mir diesem braun Werten zu tun hat.

00:40:25: aber letzten Endes fing das ja damit an als dann dieses ganze Thema Orangewein hoch schwappte.

00:40:32: Plötzlich war Wein nicht mehr weiß, auch nicht leicht golden vielleicht wenn es im Holzfass gelagert wurde oder rot- oder rosé sondern er ging ins orangefarben.

00:40:43: Das ist ja schon mal irgendwie komisch.

00:40:44: Warum ist ein Wein orange?

00:40:46: Und deswegen, das spielt dann schon mit eine Rolle.

00:40:49: Er ist ganz durch den Wind also er sieht alle Flaschen sind braun.

00:40:52: Letzten Endes wird Wein braun wenn er... Also Weißwein Wenn zu viel Luft dran kommt, wenn er oxidiert, wenn da unsauber gearbeitet wird Dann zuviel Sauerstoff eben mit dem Fruchtfleisch reagiert.

00:41:05: Man kennt es, wenn Apfel aufgeschnitten ist und man lässt ihn liegen wird der Braun.

00:41:09: Das ist die einfachste Erklärung, was genau dann auch mit dem Wein passiert.

00:41:14: Weil letzten Endes irgendwo zu viel Sauerstoff an diesen Rebsaft kommt.

00:41:18: Was wir hier im Film sehen deswegen der namengebende Effekt Bottle Shock das ist der Name des Films.

00:41:25: Im Endeffekt weil er eine geschockte Flasche hat das heißt Der Wein reagiert erst ganz durcheinander könnte man auch sagen er reagiert also es kam bei der Abfüllung Luft mit rein Ist ja auch Ganz normal und wenn er dann zu sehr in Bewegung gerät, dann kann das eben genau passieren.

00:41:45: Das ist keine klassische Oxidation sondern im Endeffekt kann man auch sagen es ist so ein Reiseschock.

00:41:50: er ist zu viel bewegt worden, zu stark bewegt wurden und diese Schwefelverbindungen im Wein die reagieren mit diesem Sauerstoff der ganz normalen Flasche dabei ist bilden eben für rübergehend diese Verfärbung.

00:42:05: Aber der Wein verändert sich nicht geschmacklich oder sonst was, sondern er wird halt eher trüb leicht bräunlich und das kann halt wieder vergehen oder vergeht in den meisten Fällen.

00:42:16: hier ist es ja relativ schnell gegangen.

00:42:18: Das kann aber auch durchaus auch mal ein paar Wochen dauern.

00:42:21: deswegen sagt man ja auch immer, Wein sollen nach dem Transport erstmal ruhen bevor man ihn öffnet.

00:42:27: Man muss erst einmal ankommen um dann halt auch wieder sich entfalten zu können.

00:42:31: Und da ist eben genau das passiert, dass er da plötzlich eine Fehlnote hatte jetzt nicht in der Nase, nicht im Geschmack sondern im Bild.

00:42:40: Man will ja manchmal auch Dinge braun werden lassen wenn ich hier zum Beispiel an Sherry denke oder an Portwein.

00:42:49: Wenn man beim weißen Port weniger war bei Sherry hat man schon diese bräunliche Geschichte dran weil daher bewusst auch Oxidation mit reinfließt.

00:42:59: Klar kommt nachher noch Sprit rein, also wird ja mit Weinbrand aufgespritet.

00:43:03: Aber letzten Endes wird er dann schon dunkler als normalerweise was weißes als Basis da der Fall wäre.

00:43:11: und da ist es gewollt.

00:43:13: bei einem Weißwein ist es maximal ja gewollт dass er so ein bisschen karamellig goldene Farbnuancen hat wenn er in nem Holzfass gelagert war und dadurch eben gezielt ganz leicht oxidiert weil Holz durchlässig ist, und deswegen kommt natürlich Sauerstoff ran.

00:43:31: Und dann passiert genau das.

00:43:32: Dann löst man vielleicht auch noch ein paar Farbpartikel aus dem Holz raus.

00:43:36: Keine Ahnung!

00:43:37: Das ist wieder zu technisch.

00:43:38: Jedenfalls ist es ja auch dann gewollt.

00:43:40: Aber das war ja wirklich braun... ...und dann verändert sich das Ganze wieder.

00:43:44: Er denkt, er wäre gescheitert und versucht seinen alten Job wiederzukriegen

00:43:48: usw.,

00:43:49: dann ist plötzlich begeistert.

00:43:51: Moment, ich mach doch weiter.

00:43:54: Er hat doch vielleicht ein bisschen Ahnung davon.

00:43:57: Aber die Erwartung ist eben eine andere und das spielt einfach da auch mit einer Rolle, sowohl bei der Bewertung als auch dann wie muss ein Wein aussehen?

00:44:07: Und wie schmeckt er denn vermutlich?

00:44:09: Der Mensch versucht halt gerne zu kategorisieren.

00:44:12: Das stimmt!

00:44:12: Das versuchen wir mit unseren Filmen ja auch.

00:44:14: Wir machen ja auch mal Punktesysteme hier und ordnen sie ein.

00:44:17: Und klar, der Mensch braucht Kategorien, braucht ne Kultur um Wertungsmuster reinzukriegen, um eine Auswahl zu treffen.

00:44:23: Mich hat es trotzdem in dem Moment irritiert, weil ich das Phänomen auch bis dahin nicht kannte.

00:44:28: Das kann man auch sagen und im Film zugute halten, dass er hier wieder ein bisschen Aufklärung geleistet hat.

00:44:32: Ich musste für einen Moment daran denken, dass es natürlich mit Coca-Cola ein anderes sehr braunes amerikanisches Getränk gibt, das sehr erfolgreich ist.

00:44:39: und ob man hier vielleicht darauf anspielen wollte oder wir kamen zur Assoziation.

00:44:43: Man will eben keine Cola sein sondern man will eben ein anderes hochkulturelles Produkt sein zwar nicht mit dem europäischen Einschlag sondern eben mit einem explizit amerikanischen, aber man will sich schon an weiterhin klassischen Kategorien orientieren.

00:44:56: Und das ist finde ich auch in den Filmen eine interessante Erkenntnis, ein interessantes Aspekt dass hier zwar mit der Blindverkostung und dem Erfolg der kalifornischen Weine am Ende zwar ein neuer Machtspieler der kaliforlische Wein nach oben gepusht wird auf den Thron-Grunden, Insofern dann doch wieder keine wirkliche Revolution statt, weil nicht das komplette System von Bewertungen und Einordnungen von Hierarchien entwertet wird, verworfen wird.

00:45:21: Sondern es findet eben eine neue Organisation statt.

00:45:25: Stimmt der alte überkommende aristokratische Akteure müssen zurücktreten?

00:45:31: Und die neuen US-amerikanischen Weine steigen auf dem Podest nach oben?

00:45:36: Das ist ja am Ende auch ne Klu.

00:45:38: Es gibt einen Erfolg in diesem Film.

00:45:39: Es läuft darauf hinaus, dass es neue Herrscher des Marktes sich etabliert haben.

00:45:44: Natürlich jetzt in einem globalisierten Kontext, also die Französischen Weine verschwinden nicht sondern es gibt eben unterschiedliche Ausprägungen.

00:45:51: aber gleichzeitig bleibt ja das alte Schema bestehen, die alten Geschmackspräferenzen sind diejenigen an denen man sich auch in Zukunft orientiert und witzigerweise auch die Experten im Hintergrund, die bleiben eben auch gleich.

00:46:03: Man sieht also es gibt eine gewisse Definitionsmachtelite Die wird nicht verworfen die Sensoriker, die auch vorher die französischen Weine nach oben gehoben haben.

00:46:12: Aber das wäre dann eine Geschichte für einen weiteren Film, für andere Story.

00:46:16: eben dass wir ja heutzutage auch in der Demokratisierung des Weingenusses leben und ich glaube deswegen kommen wir auch nur auf diese Fragen, die uns hier beschäftigen.

00:46:24: also was macht ein objektiv guten Wein aus?

00:46:25: Kann man subjektiv auch Weine gut finden, die Elite nicht gut findet weil wir eben gelernt haben durch und da spielt das Internet natürlich eine große Rolle die sozialen Medien, dass wir gelernt haben jeder kann seine Meinung heutzuthage publizieren und auf eine bestimmte, auf seine Art und Weise wie ihr das möchte ausdrücken über Punkte über Worte über Tänze wenn er möchte ja oder auch einfach über schöne Geschichten.

00:46:47: Und somit bestimmte Aspekte an guten Essen, an guten Getränken ins Spiel bringen und somit dies fällt tatsächlich noch stärker revolutionierend meiner Meinung nach als es damals der Fall gewesen ist.

00:47:01: innerhalb des bestehenden Bewertungssystems jemand nach oben gekommen ist, sondern heutzutage kann eben tatsächlich fast jeder demokratisch mit den Möglichkeiten die einem die technisierte Welt zur Verfügung stellt sich in dieses Spiel der Bewertung mit einbringen.

00:47:14: Natürlich auch das es hier welche gibt über mehr Macht verfügen, weil sie Alfa Webseiten haben.

00:47:19: Alfa Blogger sind und andere die da nur am Rande der Peripherie sitzen wie damals eben Tia Steven in seinem kleinen Shop sitzt.

00:47:26: Der eine oder andere nur vor seinem kleinen X-Account mit zehn Vollen und hat natürlich ne andere Einflussgröße als wenn jemand in der Wein wählt oder auf einem Festival seine Bewertung abgeben kann.

00:47:37: Ja aber gut das hat uns dieser Film auf jeden Fall näher gebracht also dass auch sowas so ein festes Gefühl So ein festes Genussgefüge bei so einem etablierten Kulturprodukt, wie dem Wein in Bewegung gebracht werden kann.

00:47:49: Das

00:47:50: ist in der Tat so!

00:47:51: Also wenn man diese Blindverkostung am twenty- vierten Mai – also wir sind ja fast sogar heute mit der Aufnahme im Zeitraum des tatsächlichen Termins sieht man das ja ne?

00:48:01: Wie diese Elfjugoren übrigens eine Frau war ja dabei und Ed Kahn sonst nur Männer.

00:48:07: Es sind allesamt Corriféen der französischen Weinwelt, Restaurantbesitzer Sommelier ist Direktoren von Weinzeitschriften und so weiter und sofort.

00:48:15: Und die waren sich ja so sicher dass sie die amerikanische Weine sofort herausschmecken können.

00:48:19: Ja also die lachten ja über die Teilnahme.

00:48:23: Also das denkt man es schmeckt mal ja.

00:48:25: Was soll das?

00:48:26: Das ist halt auch nur eine gewisse Hochmäßigkeit die da noch vorhanden ist.

00:48:30: und am Ende Gewann ja nicht nur Chateau-Monteléner, Chateaux-Née, Dreih'n-Siebzig bei den Weißweinen.

00:48:35: Sondern eben auch ein Sauvigno, neunzehnzeitig bei den Rotweinen, beides aus Kalifornien.

00:48:41: und die Arroganz... war auch plötzlich geschockt, weil es kann ja gar nicht sein.

00:48:47: Da hat man auch gerne nochmal die Stimmzettel zurückgefordert und nochmal überprüft.

00:48:51: also das kann ja garnicht sein.

00:48:52: selbst Steven Spurrier war ja ganz überrascht dass das passiert.

00:48:56: da hätte er auch nicht mit gerechnet und keiner wollte zuerst mal so recht das Ergebnis wahrhaben.

00:49:02: Das war eine gewisse Arroganz zu sagen wir haben Terroir Roten Klima, ja hunderte Tradition die da mit reinfließen.

00:49:12: Du hast es ja eben auch erzählt und erwähnt das muss ja unkopierbar sein.

00:49:16: aber dann kommen plötzlich ja die Kalifornia und die beweisen dass man damit Leidenschaft Und natürlich mit gutem Wetter Das ganze schlagen kann.

00:49:24: und das hat letzten endes diese Weinwelt so wie du's grad beschrieben hast auch demokratisiert das erste mal democratisiert ohne Dass Es jetzt Social Media oder ähnliches gab sondern ist kann auch anderen guten Wein geben, der eben nicht aus Frankreich kommt.

00:49:40: Und er wird in einer Blindverkostung nicht nur einfach so erkannt, ja?

00:49:45: Wobei man schon vorhin gesagt hat, das ist ja von ... Das ist der Amerikaner!

00:49:48: Das muss ja aus Kalifornien sein... Also man hat ja gesehen wie sie sich da quasi das schon einfach wieder in ihrem Kopf zurecht gerückt haben die Schubladen auf und die Schubladen zu und dann sind sie eigentlich selbst ein bisschen bloß gestellt worden mit ihrer Bewertung.

00:50:05: Sie sind unfehlbar, sie sind unschlagbar und sie wissen alles.

00:50:09: Nee man weiß eben nicht alles und das kann man auch nie wissen!

00:50:12: Und deswegen klar ist es ja schön wenn jemand was vorgibt ein Meinungsführer ist und man kann sich daran orientieren.

00:50:17: Es ist auch manchmal anstrengend wenn's viele Meinungsführer gibt die dann ihre Meinungen kundtut und breit treten ist macht natürlich die Möglichkeiten noch größer Dinge kennenzulernen, die man vorher vielleicht nicht gekannt hat.

00:50:31: Weil sie erst mal publik werden.

00:50:32: das geht heute einfacher.

00:50:34: Man stößt vielleicht einfach dann auch auf kleine Perlen, die wir vorher nicht gekannt hatte.

00:50:40: aber was meiner Meinung nach immer noch das Beste ist sich mal ins Auto zu setzen oder dem Fall besser vielleicht in die Bahn in eine Weinregion zu fahren und dann mal einfach von Weingut so wein gut zu gehen und da mal etwas zu probieren und zu testen Winzern, die vielleicht keine Instagram-Account haben oder die überhaupt nicht bekannt sind.

00:50:59: Und dann wird man plötzlich feststellen wow was ist denn das für eine schöne Story?

00:51:03: Was ist das für ne Geschichte, die dahinter steckt?

00:51:05: Was is das für ein toller Wein der da entstanden ist und das ist so sage ich Für mich ist ein guter Wein einfach der eine Geschichte erzählt und dass es so das was er hier auch zu sehen ist in diesem Film.

00:51:18: Er erzählt ne Geschichte oder mehrere Geschichten wenn man so nimmt die da zusammengesponnen worden sind.

00:51:24: Diese Geschichte, die du da erzählt bekommst, die verändert letzten Endes auch den Geschmack.

00:51:30: Den Wein und jeden Schluck, den ihr da aus so einem Glas nimmst wenn der Winzer daneben dran sitzt und dir erzählt ja ne wie er da Wasser da macht warum man das macht wie anstrengend es vielleicht auch ist.

00:51:42: Und dann kommt vielleicht noch die Tochter der Sohn oder wer auch immer noch vorbei und du klickst da plötzlich eben ein Gesicht zu diesem Produkt.

00:51:49: Das ist hier das Schöne was Manufakturen ausmacht.

00:51:52: Brau mal unbedingt Hochglanz Instagram, ja natürlich ist das toll und tolle Möglichkeiten.

00:51:57: Aber diese persönlichen Kontakte, diese persönischen Geschichten die dann erzählt werden, die machen das Produkt letzten Endes aus und es sieht man hier auch weil plötzlich interessiert.

00:52:06: dann als dann klar ist der Chardonnay hat gewonnen Das Time Magazine interessiert sich dann plötzlich für den Winzer und macht ihn aufs Titelbild Und natürlich setzt das Ganze Ein, also der Wein war ja vorher schon gut.

00:52:20: Alle haben sich gefreut und alle haben den getrunken.

00:52:23: nur wird er jetzt plötzlich populär und auch in Amerika geprägt von französischen Wein wird plötzlich überall sieht man ja auch im Film gefragt ich hätte gerne den Chardonnay neunzehnundreihen siebzig von Chateau de Montelena.

00:52:36: ja den hat natürlich keiner.

00:52:38: warum hat ihn keiner?

00:52:39: weil man sich eben ja orientiert an dem was allgemein als guter Wein markiert ist.

00:52:45: Es gibt auch wenige Sommeliers oder wenige Restaurants, die bewusst auf ganz andere Dinge setzen um zu sagen ja mir ist es egal weil bei mir gibt's dann halt nur die und die Weine zu trinken von regionalen Winzer oder ähnliches und nicht vielleicht die namhaften Winzer sondern man setzt bewusst auf kleine Gute Qualität, sehr gute Qualität trotzdem liefern und das ist ja genau das was man dann hier sieht.

00:53:10: Plötzlich is es aller Munde im wahrsten Sinne des Wortes und jeder wills obwohl's ja schon vorher da war nur hat's vorher keiner interessiert und das finde ich halt immer so schade dass durch diese Meinungsführerschaft dann plötzlich irgendwas hochgehypt wird was vorher aber genauso gut er schon da ist und man muss sich manchmal einfach auch auf sich selbst verlassen und unterwegs sein und gucken, was einem schmeckt.

00:53:33: Und was einem nicht schmeckt und was es gibt.

00:53:35: Was es vielleicht noch gibt und was man bisher noch nie gesehen hat!

00:53:39: Nach Bayerien sind natürlich die Preise in Amerika im Nepper Valley explodiert für Weinberge.

00:53:46: Und natürlich hat dann plötzlich irgendwelche Weintouren für fünfhundert Dollar aufwärts und so weiter, Boutique-Hotels und so sind alles dort natürlich entstanden.

00:53:56: aber ja es ist halt auch so da kam halt die Kommerzialisierung was ja natürlich immer bis zu einem gewissen Grad auch wichtig ist damit man überleben kann.

00:54:04: gar keine Frage finde ich auch so ein negatives Ding, das sieht man natürlich auch.

00:54:10: Natürlich verändert sich die Gesellschaft, man trinkt weniger Alkoholabere, aber es ist halt auch was, was gerade um Wog ist.

00:54:16: Das ist ja ähnlich wie mit Raucher und Nichtrauchen ne?

00:54:19: Das war dann gesundheitlicher Aspekt!

00:54:20: Das ist dann plötzlich gekippt.

00:54:22: Früher war's um Wok zu rauchen heute ist gar nicht mehr.

00:54:24: da ist ein Raucher ja schon eine Ausnahme, wobei jetzt wird gewaibt.

00:54:28: Also das ist dann halt auch so was... Da frage ich mich immer, brauchst du immer diese Extreme oder passiert das halt?

00:54:33: Warum kannst nicht irgendwie gleichmäßig laufen?

00:54:35: Jetzt muss jeder Winzer überlegen, was mache ich ohne Alkohol damit ich noch vielleicht existieren kann?

00:54:40: in jedem Anbaugebiet in Deutschland gehen die Absätze stark nach unten und es finde Ja, das ist immer so dieser Nachteil des Ganzen.

00:54:49: Wenn es dann plötzlich in den Medien oder in den Meinungsführerschaften nach oben gedrückt wird und man sich entscheidet... Man muss sich ja nicht mehr entscheiden, mache Folge ich dem?

00:54:59: Es ist gesünder weniger Alkohol zu trinken!

00:55:02: Oder könnte ich natürlich auch maßvoll weiter genießen wie ich vielleicht auch vorher gemacht

00:55:06: habe?!

00:55:06: Und das zeigt finde ich der Film dann auch.

00:55:09: Plötzlich trinkt jeder in Amerika will jetzt Diesen Wein, ja?

00:55:13: Aber vorher hat es keinen interessiert obwohl er ja auch schon so nah war.

00:55:16: Und das finde ich immer so schade.

00:55:17: dass ist genau... Der negative Effekt, den ich bei solchen Meinungsführer und Bewertungdingen immer sehe.

00:55:24: Lieber sage ich kleine Dinge selbst entdecken und vielleicht den Geheimtipp manchmal auch noch in der Zeit lang für sich behalten oder mit Menschen teilen die man mag.

00:55:32: Das sind doch schon sehr weise Worte Johannes zum Ende hin unserer Podcastfolge.

00:55:36: Würdest du dann gleich jetzt ins Fazit zum Film übergehen?

00:55:39: Ja

00:55:39: das kann ich gerne tun will es auch gar nicht so lange machen weil das würde sich ja nur wiederholen.

00:55:44: Ich fasse einfach nochmal das zusammen.

00:55:45: was ich auch schon gesagt habe ist schon so ein typischer amerikanischer Streifen, der verschiedene Erzählstrengende miteinander verwebt und dann auf den eigentlichen Punkt eben dieses Judgment diese Blindverkostung hinzusteuert.

00:56:01: Ich finde ihn interessant gemacht ich find die Story unterhaltsam ja deswegen auch Komödie quasi mit ernstem Hintergrund.

00:56:10: Von daher gibt es eigentlich gar nicht mehr so viel dazu zu sagen.

00:56:13: Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, hab wieder noch was dazugelernt hinsichtlich dass dieses Judgment diese Blindverkostung tatsächlich existiert und die Weinwelt revolutioniert hat.

00:56:23: Ein schöner Film den man dann bei einem Glas Wein egal woher oder vielleicht in dem Fall kalifornischen Wein mal sich anschauen kann.

00:56:32: Zwei Komma Fünf von...nein nehmen wir zwei!

00:56:35: Zwei von vier Gängen.

00:56:37: ich hab nochmal reviviert.

00:56:39: Danke für das Fazit.

00:56:40: Ich würde mich ja genau, weil dir auch noch mal ganz herzlich jetzt vereinigen bedanken für was du während des Gesprächs erzählt hast.

00:56:45: Weil ich möchte wenn ich jetzt zu meinem Fazit komme auf jeden Fall darauf hinweisen dass es einen Unterschied dessen gibt was ich jetzt über den Film im Gespräch mit dir gelernt habe was ich sehr spannend finde und wo ich mir eigentlich fast gewünscht hätte Du hättest den Film einmal erzählt Und dann wäre das sicherlich alles für mich sehr angenehm und informativ und ich hab mich voll umfassend informiert gefühlt.

00:57:04: oder auf der anderen Seite diesem film Da möchte ich eigentlich auch nicht... Mir ist das fast schon unangenehm.

00:57:10: Ich möchte einfach nicht, dass Sie mich schon als Silvester Grinch geordnet haben, jetzt der Geburtstagsgrinch hervortun weil du den extra für deinen Jubiläum ausgewählt hast.

00:57:18: Es ist dennoch so wie es ist.

00:57:19: Also der Film selber, vielleicht komme ich ja mit viel Druck beim Medien nicht zu Recht.

00:57:23: Ich erinnere mich auch an unsere ersten Filme wo wir auch mit Entwertungen nie so richtig beieinander lagen.

00:57:27: also ich habe mich unangesehen berührt gefühlt durch die Story muss ich ganz oft sagen Die hat mich nicht mitgerissen komisch.

00:57:34: Ich muss auch immer an Zeitwäsche denken, wo ich mich oft nach Miles und Jack gesehen habe die auf eine ganz andere Art und Weise mit dem Wein umgegangen sind anders gesoffen haben ihre ganzen Beziehungen im Film anders gepflegt haben auch aus meiner Perspektive anderen Frauen zu tun hatten die keineswegs weniger selbstbewusst gewesen sind oder weniger centragewissen als in diesem Film, sondern auch selbstbewusstfrauen gewissnet.

00:57:56: Aber nicht auf so eine sozialpädagogische Art und Weise eingeführt worden sind!

00:58:01: Ich habe diese Kitsch-Szene, dieses kitschromantische Denner deinen Bergen erzählt.

00:58:06: also da fand ich wirklich... Da war so viel Zucker im Wein.

00:58:08: das war auch mir zu süß muss ich sagen.

00:58:10: Also von der Story her fand ich den film leider nicht überzeugend.

00:58:14: deswegen hat er mich auch nicht so richtig Lust aufs Weintrinken gemacht was ich auch schade finde, weil ich weiß, dass ich nach Sideways hatte richtig Bock, obwohl ich gar nicht so viel trinke jetzt Wein zu trinken.

00:58:23: Was dieser Film natürlich trotzdem und das muss man ihm zugute halten mitbringt, ist, dass er dieses besondere Ereignis aufs Tableau gebracht hat, diesen Judgment von Paris, den Aufstieg der kalifornischen Winzer, der Kalifornischen Weine diese Palastrevolution gegen die französischen Weinen, die auch erfolgreich gewesen ist war mir alles nicht klar bewusst, dass es das so gegeben hat.

00:58:45: Finde ich total interessant!

00:58:47: Ich fand auch in diesem Film rein auf der technischen Ebene interessant, dass er gezeigt hat, dass Es verschiedene Protagonisten im Feld des Weintrinkens gibt.

00:58:55: also es gibt Winzer, es gibt Kritiker, es Gibt Trinker und es gibt Händler Und die stehen alle in einem unterschiedlichen Verhältnis zueinander und sind nicht zwingend dieselben Personen.

00:59:04: Also klar auch der Winzer trinkt.

00:59:06: Auch der händler kann den kritik äußern.

00:59:09: aber diese verschiedenen professionen bereich Des weintrinken haben sich professionalisiert und agieren zum Teil auch gegeneinander.

00:59:17: Klar sind alle verbündet in Bezug auf das Phänomen Wein, aber sie verfolgen unterschiedliche Interessen und bringen die auch unterschiedlich zum Ausdruck und können sich gegenseitig auch emporheben und mit runterreißen.

00:59:29: Interessant fand ich auch dass es hier weiter in diesem Film auch mal wieder um Listen ging.

00:59:34: ja also bei der Blindverkostung werden eben auch oder bei den Verkostungen werden Listen erstellt.

00:59:37: welcher Wein ist gut welche ist schlecht?

00:59:39: Das hatten wir in anderen Filmen.

00:59:42: Könige des Sommers, wo es um Käselisten ging zum Beispiel und Rankings ging.

00:59:45: das hatten wir auch bei The Menu, wo's auch um Sterneküche ging gegenüber von profaner Alltags-Burgerküche.

00:59:51: was gehört da rein?

00:59:52: also insofern fügt sich dieser Film schon so in das ganz klar kulinarische Kinofeld.

00:59:57: ich hab damals Sideways zwei Komma fünf Punkte gegeben.

01:00:02: Ich würde diesen Film jetzt hier tatsächlich so eins Komma Eins Komma fünf Punkte geben.

01:00:06: Aber wir haben ja auch in dieser Folge gelernt, dass es alles sehr subjektiv ich war in einer bestimmten Stimmung vielleicht aus den Filmen gesehen habe.

01:00:12: zu einem anderen Setting würde ich noch mal neu bewerten.

01:00:14: Jetzt nach dem Gespräch mit dir.

01:00:15: das ist immer wieder ein Phänomen weil ich das Gefühl hatte.

01:00:17: ich hab'n Film gesehen Den ich eigentlich nicht so toll fand.

01:00:19: dann erzählst du was?

01:00:20: Dann berichtest du was und schon würd ich dem.

01:00:21: ach da gebe ich ihm doch drei Punkte mehr.

01:00:24: So ein guter Film muss man noch mal sehen!

01:00:26: Ich lasse mich diesmal aber nicht von deinen Schönen Ausführungen verführen.

01:00:29: Ich bleibe bei einem bis ein Komma fünf Punkten bei diesem Film und das heißt für mich, ich habe mal gesehen, ich hab wirklich was gelernt.

01:00:36: Ich werde ihn vermutlich nicht so schnell nochmal gucken.

01:00:39: So subjektiv sind Bewertungen?

01:00:41: Das sieht man daran.

01:00:43: Ja herzlichen Dank auf jeden Fall schon einmal für dieses Gespräch.

01:00:46: Und dann natürlich die Frage lieber Daniel mit Was verführst du mich das nächste Mal?

01:00:49: Ja

01:00:50: wo bin ich?

01:00:50: nachverführe ich dich das nächste mal?

01:00:52: also Als ich im Film gesehen habe, diese viel Gutkomöte, da hab' ich mich eigentlich nach dem guten Animationsfilm zurücksehend mit den Würstchen.

01:01:03: in diesem, nochmal einmal zurück zu Bottleshock.

01:01:06: Ich hatte jeder außerhalb der Protagonist am Ende seine moralischen Dividende erhalten und ich habe gedacht also kann es nicht ein bisschen mehr klatschen ja?

01:01:13: Also kann man nicht ein bißchen mehr auch das allzu menschliche zeigen.

01:01:17: Dann hab' ich natürlich nach Animationsfilmen geguckt Und hab gesehen aber ist was da so sonst noch kommt?

01:01:23: Das würde bei mir wahrscheinlich ähnliche Bewertungen wie jetzt hier beim letzten Film hervorrufen Auch so kitschig!

01:01:27: Und hab dann überlegt die Animationsfilme komisch, dass ich da gar keinen Zugang zu habe.

01:01:31: Ich will aber irgendwas haben was irgendwie keine viel gut gemült ist und dann fiel mir etwas ein das ich vor langer langer Zeit einmal gesehen habe und ab und an in den Seminaren nochmal erwähne nämlich eine Simpsons Folge aus den neunzigern Jahren aus der siebten Staffel.

01:01:45: Lisa wird Vegetarierinnen oder Veganerin und die würde ich gerne noch mal sehen und mit dir besprechen und das glaube ich könnte auch ein ganz interessantes Gespräch sein.

01:01:55: und den Hinweis auf ein kuniatisches Kino, das man sonst nicht so vor Augen hat.

01:01:58: Icaramba kann ich ja dann nur noch sagen.

01:02:02: Bin ich sehr gespannt!

01:02:03: Ich bin ja passionierter Simpsons-Fan.

01:02:06: Hab vielleicht dann... Ja, das erzählte ich beim nächsten Mal in der nächsten Folge Und herzlichen Dank nochmal Daniel, dir?

01:02:16: Was wir unseren Lieben, Zuhörerinnen und Zuhörer wünschen können ist viel Spaß beim Reihenhören.

01:02:22: Wir freuen uns wie immer über Kommentare Likes und Bewertungen und denkt immer daran die besten Geschichten können bei einem gemeinsamen Essen entstehen.

01:02:31: bis zum nächsten Mal bei Film und Fressen.

01:02:33: Das war Film und fressen der

01:02:36: Podcast

01:02:37: über Kinomitgeschmack

01:02:39: mit Kofal

01:02:40: und Quirin.

01:02:42: Ihr habt diese Folge gefallen, dann teile sie gerne mit anderen und abonniere uns falls noch nicht geschehen.

01:02:48: Wir freuen uns über Bewertungen.

01:02:50: die helfen uns weiter!

01:02:52: Und dann bis zur nächsten Folge auf Wiederhören.

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