Folge 01: Anweisungen für den Koch - Dokumentation

Shownotes

In dieser besonderen Folge tauchen wir tief in die Welt von Bernard Glassman ein – dem amerikanischen Zen-Meister, der Kochen weit über die reine Nahrungszubereitung hinausdenkt. Wir entdecken, wie die Küche zum Kloster wird und das Kochen zur praktischen Lebensphilosophie avanciert. Gemeinsam reflektieren wir, was achtsames Kochen und Reinigen wirklich bedeuten, wie man mit dem arbeitet, was da ist, und weshalb gerade die kleinen Handgriffe den großen Unterschied machen. Es geht um Dankbarkeit, Nachhaltigkeit und darum, wie sich alte Werte ganz neu im Alltag entfalten können. Wer wissen will, warum der Abwasch manchmal der wichtigste Teil des Essens ist, sollte unbedingt reinhören.

Takeaways

  • Kochen ist eine Lebensphilosophie.
  • Achtsamkeit im Kochen fördert Dankbarkeit.
  • Die Küche ist ein Ort der Gemeinschaft.
  • Reinigung kann eine meditative Praxis sein.
  • Nachhaltigkeit bedeutet, nichts wegzuwerfen.
  • Kreativität entsteht durch den Umgang mit vorhandenen Zutaten.
  • Vertrauen in den Kochprozess ist entscheidend.
  • Gemeinsames Essen stärkt soziale Bindungen.
  • Die besten Geschichten entstehen beim Teilen von Mahlzeiten.
  • Kochen kann helfen, den Geist zu reinigen.

Anweisungen für den Koch bei imdb Anweisungen für den Koch bei wikipedia Anweisungen für den Koch in der ARD-Mediathek

Bernie Glassman

https://de.wikipedia.org/wiki/Bernie_Glassman

Anweisungen an den Koch

https://www.suhrkamp.de/buch/bernie-glassman-anweisungen-an-den-koch-t-9783518126012

Zen-Buddhismus

https://de.wikipedia.org/wiki/Zen

Engaged Buddhism

https://de.wikipedia.org/wiki/Engagierter_Buddhismus

Hakuyu Taizan Maezumi

https://de.wikipedia.org/wiki/HakuyuTaizanMaezumi

Esther Kern – Leaf to Root

https://www.leaf-to-root.com/

La Cucina (Film)

https://www.imdb.com/title/tt0848552/

Babettes Fest (Film)

https://de.wikipedia.org/wiki/Babettes_Fest

Big Night (Film)

https://de.wikipedia.org/wiki/Big_Night

Das große Fressen (Film)

https://de.wikipedia.org/wiki/Dasgro%C3%9FeFressen

Putzen als Passion (Buch von Nicole Karafyllis)

https://www.suhrkamp.de/buch/nicole-karafyllis-putzen-als-passion-t-9783518126876

Peter Greenaway – Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber (Film)

https://de.wikipedia.org/wiki/DerKoch,derDieb,seineFrauundihrLiebhaber

Mehr Infos zu Dr. Daniel Kofahl unter: https://www.apek-consult.de/team/dr-daniel-kofahl/ - Kontakt: Kofahl@apek-consult.de

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Johannes Quirin: Herzlich willkommen zu einer ganz besonderen Folge von Film und Fressen. Heute schauen wir uns mal eine Dokumentation an, die zeigt, dass Kochen weit mehr ist als nur Nahrungszubereitung. Es ist pure Lebensphilosophie. Anweisungen an den Koch mit dem amerikanischen Zen-Meister Bernard... Glassman, ein Film, beweist, dass die Küche der wichtigste Ort der Welt sein kann. Und natürlich mit mir, immer mit dabei, Dr. Daniel Kofahl Ernährungssoziologe und heute unser Experte für achtsame Ernährung. Hallo Daniel.

Daniel: Lieber Johannes, ich freue mich wieder mit dir hier einen neuen Film zu besprechen. Toll, dass du es organisiert hast.

Johannes Quirin: Ja, es ist ja unser erster Film fürs neue Jahr, aber einiges verändert sich die Jahreszahl, was gleich bleibt. Als erstes mal eine kurze Zusammenfassung des Films. Ich hab ja schon ein bisschen was angeteasert und jetzt muss man sich vorstellen, dieser Bernard Bernie Classman ist ein alter Mann, den man da am Anfang dieser Dokumentation in einer ganz einfachen Küche in Neu-England stehen sieht. Kein Prunk, keine Profi-Ausstattung, eben nur dieser Bernie Glassman, einer der bekanntesten Zen-Meister Amerikas, kriegt man dann relativ schnell mit. Wenn man ihn so sieht, denkt man das gar nicht. Und Zen und Amerika außerhalb von Asien, ganz unnormal. Aber der kocht und der kocht ganz normal. Und was er dabei erzählt, das verändert die Art, wie man plötzlich über Kochen denkt oder auch vielleicht über Zen denkt. Der Glassman zeigt uns während dieser Dokumentation, die auch nicht unbedingt so eine ganz klassische Dokumentation ist, das vielleicht auch dazu. dass die Küche eigentlich ein Kloster ist und jeder von uns ein Mönch, da drin steht. Und er erklärt dann auch anhand verschiedener Dinge, was denn, ja, das Zen bedeutet und Zen aufs Kochen transportiert bedeutet. Und wieso auch die alten Zen-Meister eigentlich gesagt haben, der wichtigste Job im ganzen Kloster ist der des Kochs. Und warum? Tja, weil der Koch eben für das Wohlergehen aller anderen verantwortlich ist. Wie gesagt, es ist keine klassische Dokumentation, es sind viele Interviewszenen an verschiedenen Schauplätzen und es geht eher so oder es wirkt eher so wie ein langes, entspanntes Gespräch mit einem weißen Großvater, der in der Küche steht und vom Leben erzählt. Ich fand, da greife ich jetzt einfach mal aus dieser Zusammenfassung schon mal dahin, wie ich diesen Film empfand und dann gern du, Daniel. als sehr entspannend. Ich habe drei Ansätze gebraucht, bin zweimal etwas weggenickt, weil es wirklich sehr entspannend ist. Und das finde ich ja auch sehr passend zu diesem Thema Zen-Entspannung im Kochen zu finden. Und ich fand es aber extrem interessant, dass eben oder wie er eben diese Brücke aus diesen verschiedenen Gängen des Kochens oder der verschiedenen Punkte des Kochens dann eben auch in die Philosophie transportiert hat. Wie ging es denn dir dabei, Daniel?

Daniel: Lieber Johannes, erstmal danke für die Einführung in das filmische Thema. Ich war überrascht, dass du uns eine Dokumentation ausgesucht hast. Das fehlt uns in unserer Reihe. Das noch ein bisschen, dass wir auch sagen, Kundalises Kino über den Spielfilm hinaus im Bereich des Dokumentarischen. Dann hatte ich von dieser Dokumentation ebenso wie von der Hauptartikel. Hauptamtlich auftretenden Protagonisten Bernie Glassman, noch nie irgendwas gehört. war auch schon mal was Neues. Und dann war ich natürlich auch gespannt, was so ein Genuss-Experte wie du, der sich ja auch viele Gedanken über Essen und Trinken macht, für eine Dokumentation raussucht. Und dann ist das eine Zenn-Dokumentation, gleich irgendwie was Fernöfsliches wieder und von jemandem aus den USA, also internationale Komponente steckt da schon mit drin. Also alles in allem erstmal ein sehr interessanter Film, den wir jetzt hier besprechen. Schon ansichin von der ganzen Infrastruktur, die er mit sich bringt. Dann habe ich den gesehen und muss sagen, ich habe auch zwei Anläufe gebraucht. Und zwar nicht, weil ich weggenickt bin, sondern weil ich beim ersten Mal gedacht habe, naja, das ist aber komisch. Auch nachdem man sowieso schon so unterschiedlich ist, wie wir es bisher gemacht haben.

Johannes Quirin: Hahaha

Daniel: ist ja noch etwas ganz anderes als ich erwartet hatte. Weil er auch sehr viel, muss ich einfach so sagen, die Dokumentationslänge von 45 Minuten ist das ja ungefähr, Hand nimmt, sehr viel auch über Sachen berichtet, die nichts mit Kochen aus meiner Perspektive konkret zu tun haben, sondern irgendwie auch so Sozialarbeit reingehen. Na gut und dann ist... Ich bin fasziniert von östlicher Philosophie, aber auch von japanischer. Im zweiten Anlauf habe ich mehr Punkte gefunden, die wir jetzt sprechen können. Man braucht diesen Anlauf, auch wenn es keine komplexe Dokumentation ist etwas anderes als man gewohnt ist. Darum freue ich mich, mit dir zu sprechen. Frag mich, wie du mir diesen Film schwackhaft machen wirst.

Johannes Quirin: Hahaha, ja, einfach Kühlschrank auf und reingucken, was drin ist. Nein, also stimme ich da völlig zu. Ich wusste, ich kannte sowohl Bernie Glassman als auch die Dokumentation vorher nicht. Ich habe einfach mal recherchiert, was es noch so rund ums Essen gibt. es ist, gebe ich dir recht, es ist keine klassische Essensdokumentation.

Daniel: Ja, das ist... Ja?

Johannes Quirin: sondern das Essen wird in einem anderen Kontext genutzt, Themen zu transportieren. Auch das Thema Soziales kommt natürlich auch noch vor. Vielleicht auch noch mal so zur Einordnung. Wer ist überhaupt dieser Bernard Bernie Glassman, geboren 1939 in Brooklyn, ist auch schon tot 2018 gestorben. Sein Beruf war wirklich Zen-Meister, obwohl er vorher Mathematik studiert hat, Ingenieurswesen studiert hat und entdeckte dann in den 60er Jahren eben diesen Zen-Buddhismus, wurde dann Schüler des japanischen Zen Meisters, Haku-Yu Taizan, Maizumi, und gründete dann in New York eben einen Zen Center und entwickelte dann diesen Engaged Buddhism, weil er sagt, oder Buddhismus ist eine Lehre, aber für ihn ist es wichtig, dass es nicht nur Meditation auf dem Kissen ist, sondern Praxis im Alltag. Kochen, Arbeiten, Leben, alles das, was eben da eine Rolle spielt. Und das lebt er auch, weil er da eben auch, er hat ja ein Buch darüber auch geschrieben, so wie der Titel des Films oder der Dokumentation auch ist. Und er ist Sozialaktivist. Und das zeichnet sich ja da auch eben auch wieder. Buddhismus trifft auf Sozialarbeit in seiner Gründung der einzelnen Unternehmungen, die er da auch zeigt. Und da geht es auch oft Kochen und Backen. Aber nicht nur. Aber wenn man diesen Bereich einfach mal betrachtet, er sagt ja zum Anfang Das höchste Mal kochen, ist ja das Wesentliche, was es da auch geht. Und ich fand's halt eigentlich spannend, diese Grundsätze, die er da Stück für Stück hatte, spiegeln sich im Endeffekt ja auch ganz klassisch mit dem Ablauf in einer Küche wieder. Da ist es gar nicht so weit entfernt. Da dachte ich, vielleicht hat das Kochen wirklich ein bisschen was von Sen, und er hat's einfach übereinander gelegt. Weil es ging darum, schaffe Ordnung. Bereite alles vor, schafft ihr einen Überblick. Und das macht ja jeder in der Küche. Er ordnet, er macht Mise en place, damit er sieht, was er hat. Er reinigt während und davor und danach seine Arbeitsflächen. Und das spiegelt sich da wieder. dann, ich eben, gut, bin, wie gesagt, auch mal weggenickt, weil es so entspannend war für mich. Aber auch das Mehrfache-Gucken hat das natürlich auch einfach noch mal ein bisschen vertieft, wie du auch gesagt hast. dass man da diese einzelnen Komponenten auch noch mal rausfischen kann. das ist mir da dann tatsächlich aufgefallen, dass es doch sehr starke Überschneidungen gibt mit dem reellen Küchenalltag, die er da hat. Aber wie gesagt, das höchste Mal steht ja im Endeffekt so ein bisschen da im Vordergrund nicht ein besonderes Gericht, sondern eben das Leben selbst. Und was kann ich da auch vom Kochen oder während des Kochprozesses auf mich und ... mein inneres selbst transportieren. das fand ich schon mal sehr, sehr, sehr, sehr interessant. Er hatte diese fünf Kochprinzipien da aufgestellt. Also, können wir ja auch mal so bisschen nach und nach durchgehen. Augen öffnen, die Zutaten sehen, glücklich sein mit dem, was man da auch hat. Aber auch dann noch mal aus Leben transportiert, die Ressourcen zu erkennen und kennen, die man eben selbst auch hat. Man fängt zwar an, es ist einfach, auch wenn man schon was kann, fängt man immer von vorne an. Das war ja so die Aussage. Und im Endeffekt sagt er, und auch die, dazu Wort kommen, ja, Bernie kocht immer sehr interessante Gerichte. Er kombiniert Dinge, die ich vielleicht nicht kombinieren würde. Und das ist ja das Prinzip. Er sagt, ich mach den Kühlschrank auf, guck rein, was da ist, und überleg mir dann ... Was kann ich damit machen? Ich würdige jede einzelne Zutat, bevor ich sie dann auch verwende. Und so komm ich da auch einfach in Kontakt. Klar, oftmals scheint es dann ein Rührei zu geben. ich den Eindruck gehabt oder ein Omelett. Aber letzten Endes ist es, ja, finde ich, finde ich es auch sehr, spannend, weil ja, auch durchaus mach ich das hin und wieder, aber sehr selten. Anstatt einfach zu gucken, da ist, überlegt man sich, was brauche ich jetzt für ein bestimmtes Rezept und man kocht eigentlich nicht mit dem, was sowieso schon da wäre.

Daniel: Ich fand auch mehrere Punkte interessant an diesem Film. Zum einen, aus der Küche heraus eine Lebensphilosophie entwickelt. dass sagt, Kochen, das wird auch zum Zitat passen, dass der Koch so wichtig im Kloster ist, gelebte praktische Philosophie ist. Man kann in diesem Kochprozess schauen, wie funktioniert die Welt. Wie steht man selber zu der Welt? Wie verortet man sich mit den Zutaten, aber auch mit den Artefakten, mit dem Geschirr, das da vorhanden ist, mit den Dingen, die man tun muss, also mit den Praktiken selber? Und wie kann man das, was man aus dem Kochen mitnimmt, dann auch in anderen Situationen des Lebens, die erstmal nicht primär kulinarisch anmuten, eigentlich wie kann man das da anwenden? Wie kann man die Erkenntnisse übertragen? Oder wo kocht man vielleicht auch im Rest des Lebens? Wo bereitet man eben dann soziale Mahlzeiten zu? Also man hat hier irgendwie die Küche als Modell für eine Form der Sozialgestaltung präsentiert bekommen. Das finde ich erstmal ganz spannend, weil es eben auch die Wertigkeit von Essenszubereitung heraushebt. Es wie bei Aristoteles sagt, eine sklavische Tätigkeit und das wahre Leben findet außerhalb der Küche statt. Es ist etwas ganz Basales, etwas Grundlegendes für die menschliche Erkenntniswelt. Das kann man in andere Bereiche transportieren. Dann kam man zu diesem spannenden Satz, man macht den Kühlschrank auf und lässt sich nicht von... Man lässt sich nicht von Erwartungen treiben. Man will nicht, dass da was drin ist. Man will nicht ein bestimmtes Rezept nachkochen. Für das muss man einkaufen. Man schaut, welche Ressourcen hat man. Was kann man daraus zubereiten? Ganz spontan oder als jemand, der sich mit dem, was da ist, in eine Beziehung setzt. Und dann gemeinsam mit den Dingen ein Gericht erzeugt. Das kann manchmal zu Omelette führen, wenn man nur Eier hat. Das dachte ich auch so. Auf der anderen Seite finde ich großartig, dass man nicht immer mit überbordenden Erwartungen an die Welt herangeht und nicht immer noch mehr haben will. Man kommt natürlich auch dahin zu schauen, wenn man einem Nichtsennblick herangeht. Die Kühlschrank ist noch gefüllt. Da lässt sich auch leichter aus dem was da ist herauszaubern, wenn man jetzt mit einem ganz leeren Kühlschrank zu tun hat. auch da könnte man, finde ich, weiter denken und spekulieren. Ja, auch mit wenigen Zutaten kann man natürlich etwas ganz tolles kochen. Also es ist irgendwie eine Philosophie, kulinarische Philosophie, die sich hier auf Grundlagen bezieht. Das ist ein ganz schöner Ansatz. Man muss seinen Geist frei machen. Das ist klar, würde ich auch bei dem Film Dann wird das erst einmal ersten Durchlauf nicht erfüllt. Dann wird einmal in der Offenheit Dann eröffnet sich die Geheimnisse und die Ressourcen. Da steckt schon ein wahrer Kern drin. Dass man oft von zu viel Erwartungen gebremst wird. Dass zu viel Wissen hat. Dass sich der Welt gegenüber verschließt. Wenn man auf das nicht wissen... Das ist ein Beispiel, dass man dann Zugänge findet, die man nur dann machen kann, wenn man nicht wissend an die Welt geht und sich nicht von Strukturen zu sehr einengen lässt.

Johannes Quirin: Genau, das Reinigen, das habe ich ja quasi zwar schon erwähnt, aber eigentlich ist das ja sogar der erste Punkt, dass man die Küche aufgeräumt ist und seinen eigenen Geist damit auch reinigt, wenn man dann wieder in das Zen-Thema geht, kurz innehalten und einfach sich wirklich auf das, was du auch gesagt hast, konzentriert, wenn es ums Kochen geht. Und das finde ich ja auch wichtig, dass man einfach auch mal tatsächlich Und das sieht man ja, also wenn man das ins modernen in die Küche überträgt, da ist die Konzentration extrem hoch. Gerade in der Sterneküche, da ist Konzentration alles. Da geht alles zack, zack, zack, zack, zack. Da quatscht keiner groß, da konzentriert man sich auf das, was gemacht wird. Da hat keiner am Handy irgendwie das Handy nebenbei oder sonst irgendwas, sondern man konzentriert sich auf das, was man da tut. Und das erzählt ja der Bernie da auch, dass man einfach erstmal Küche, Geist reinigt und klar ist, Was jetzt kommt, dann mach ich den Kühlschrank auf, seh was da ist, nimm raus, würdige auch jede Zutat, spüre sie intensiv, fühle sie, egal ob Gewicht, Farbe, Textur und mach mir halt eben bewusst, was ich da auch in der Hand halte, ist irgendwas, was lebendig war, wenn's ne Pflanze oder ein Tier war, ja, und muss Dankbarkeit verspüren, dass uns das nachher dann auch nährt. wie du auch gesagt hast, das ist ja eigentlich etwas, was man auch wunderbar in den Alltag mit übernehmen kann. Wie oft schaut man dann in seinen Vorratsschrank und stellt dann auch fest, was steht denn da noch drin, was ich nicht verwertet habe. Und deswegen könnte man ja auch sagen, ja es wäre schön, wenn man eine achtsame Vorratshaltung hätte und regelmäßig da einfach auch die Vorräte durchgeht und guckt. was da ist, was ich verwende, bevor ich wieder was Neues kaufe, eben diese Dankbarkeit zu spüren, die mir einen vollen Vorratsschrank beschert. Und anstatt dann nochmal einmal im Jahr wieder auszumisten, ⁓ abgelaufen, abgelaufen, weg, weg. Und das finde ich eigentlich, was die Nachhaltigkeit angeht, was Was man ja auch propagiert, durchaus Nachhaltigkeit, Regionalität, genau mit dem zu kochen, was da ist, was es jetzt auch gerade gibt zum Beispiel. Das ist ja auch eigentlich das, dass man sich da drauf fokussiert und sagt, okay, was nutze ich und wie koche ich? Und da geht ja auch das dritte, der dritte Punkt, alles verwenden, nichts wegwerfen, was ja dann auch folgt, greift ja da auch im Endeffekt mit ein. einfach auch zu sagen, ja, ich verschwende nichts. Selbst dann die Abfälle muss ich überlegen, was passiert damit. Kompost oder vielleicht nährt es noch jemand anderen, weil es dann im Kompost ist oder was weiß ich. Die Schalen werden zu einer Brühe verarbeitet. Da fällt mir auch immer das Buch ein von Esther Kern, die die ja entsprechend nicht von Nostradale, sondern von Leave the Root, vom Leave the Root hatte und geschrieben hatte. Und da ist es ja auch darum, eben Dinge, die man eigentlich wegwerfen würde, auch zu verwenden. Und das fiel mir da auch direkt wieder ein, wo ich sage, ja stimmt, man kann eigentlich so viel, was weggeschnitten und weggeworfen werden würde, auch nochmal weiter verwenden. Und ich mache es tatsächlich, aber ich mache es auch sehr nicht immer. Und da habe ich mich auch noch mal dran erinnert. Ich sammle eigentlich, so wie sie es auch vorschlägt, alles, was ich an Schalen abmache und normalerweise im Gefrierschrank. Und wenn es dann eine Summe erreicht hat, koche ich eine Gemüsebrühe draus zum Beispiel. Und das finde ich einfach klasse, dass man Dinge dann auch noch mal verwertet und einfach dann, ja, Zero Waste kochen, könnte man ja da auch sagen, kreativ auch mit Resten umgeht. und eben da nichts verschwendet. Er transportiert das ja auch so ein bisschen wieder ins Leben, was da Abfall ist oder Schwächen sind. Ich finde es immer sehr interessant, welchen Bogen er schlägt. Manchmal ist er sehr weit, Bogen. Da bin ich dann manchmal etwas ... Vielleicht ging es dir auch so, da ich immer erst mal kurz verloren. Da habe ich so überlegt, wie kommt er jetzt genau darauf? Aber ich fand es sehr interessant. ich meine, das, was er da in seiner Küchen-Cent-Philosophie propagiert, ist ja eigentlich das, wie man es auch von, sag ich jetzt mal so, wie man es von früher kennt, wie die Großeltern gearbeitet haben. Die haben mit dem gearbeitet, was vorhanden war. Die haben versucht, nichts zu verschwenden. Alles wurde irgendeiner Art Weise genutzt, selbst wenn es dann die Hühner oder die Schweine oder wer auch immer gekriegt hat, es dann noch mal weiterzuverwerten. Und da finde ich immer so, ja, es ist eigentlich was ganz Bodenständiges, was Authentisches, was er da vermittelt. im Umkehrschluss denke ich dann so, ja, gut, jetzt hat er dem Ganzen hier nochmal einen neuen Namen gegeben. Aber So wird es auch noch mal in Erinnerung gebracht. Werte, die man eigentlich schon von früher kannte, werden jetzt noch mal neu mit einem neuen Anstrich versehen und kommuniziert. Und das kam mir da auch so nach und nach, als ich es mehrfach gesehen habe, wo ich dann dachte, ja, stimmt, eigentlich nichts Unbekanntes. Aber er hat dem Ganzen dann halt noch mal ein Ticken was anderes mitgegeben, dass es vielleicht auch noch mal ins Bewusstsein von vielen Menschen zurückkehrt.

Daniel: Es gibt viele Dinge, zu denen ich etwas sagen möchte, die du jetzt richtig aufgeführt hast. Ich würde auch sagen, es gibt viele Dinge, die hier mit der Zen-Philosophie erklärt werden, die natürlich auch in Kulturräumen wie hier in Mitteleuropa, Stichwort unsere Großeltern und Heuergenerations, auch praktiziert worden sind. Da würde ich aber noch sagen, es gibt in der Auf Basalien gibt es viele Ähnlichkeiten, die nicht regional so unterschiedlich In auch praktiziert, die an anderen Stellen der Welt auch praktiziert wurden. Jetzt kann man die unter dem Blickwinkel der Zen-Philosophie noch einmal aufgreifen, genauso wie man sich anderen Orten der Welt, in Asien, auch gut mit europäischer Philosophie nochmal anschaut. Und dazu den, wie man seit Jahrhunderten, Jahrtausend gelebt hat, neuen Blick drauf bekommt. Insofern finde ich das gar nicht so ungewöhnlich und auch nicht frevelhaft, dass man Dinge, die überall bekannt sind, den verschiedenen Geschichten, die sich an anderen Orten der Welt entwickelt haben, neu beleuchtet und zu neuen Erkenntnissen kommt. Oder die Dinge noch mal in neues Licht setzt, die neue Aspekte zum Vorschein bringen. da passt eben auch diese 10-Zent-Philosophie ganz gut dazu. Genauso wie du es erklärt hast. Mit der Rücksichtnahme auf bestimmte Produkte, auf den achtsamen Umgang mit den Ressourcen, man hat. Und ich fand auch das ganz... Ich finde, dass er das Kochen und das Anwenden von bestimmten Abläufen, die Rezeptlogik, gar kein Dogma Es gibt nicht ein starres Rezept. Das habe ich bei Chefkoch gefunden. Das muss ich jetzt eins zu eins umsetzen. Wenn ich jetzt das Lorbeerblatt nicht haue, dann ist das ganze Rezept...

Johannes Quirin: Ja.

Daniel: Ich kann das nicht kochen, aber im Zweifel funktioniert eine Tomatensauce auch mal ohne das Lorbeerblatt. Ich kann auch Rosmarin dazugeben, auch wenn es nicht drin steht. Ich schaue in meinem Vorratsschrank nach und schaue welche Zutaten ich habe. Der Koch ist dann jemand, mehr als Kurator der Zutaten fungiert. Auch nicht als jemand, der die genaue Rezeptur eins zu eins bis ins Mikrogramm umsetzt. Das ist ein kreativer Prozess, auf der Basis der Ressourcen, die man hat. Mit dem, was man oft als Abfall bezeichnet, Zuge einer Überflussgesellschaft noch weiter arbeiten. ⁓ Gerade nachdem es die große Projekt vorangetrieben hat, schon vorher die From Nose to Tail Bewegung gab, war auch ein ganz zentraler Aspekt. Hier muss ich sagen, bin ich nicht so mitgegangen, es dann aus meiner Perspektive doch amerikanischen Sozial-Kitsch abgleitet. Also dass man sagt, ich werfe das weg, aber jemand anderes kann es ja vielleicht auch gebrauchen. Da denke ich mir dann doch irgendwie so, ja okay. Du isst es nicht, aber jemand anderes, der nichts hat, der muss es dann essen. da kommen wir nochmal in eine Debatte rein. Was für den einen Abfall ist, ist für den anderen die überlebenswichtige Ressource. Und das ist was anderes, als wenn ich sage, ja gut, ich habe entdeckt, das schmeckt irgendwie ganz gut. Oder jemand entdeckt, wie der Frankfurt, der dann anntest, aufs Brot, das so weggeworfen wird, kann man eigentlich ein sehr gutes Bio-Bier bauen. Das ist natürlich eine ganz tolle Sache, aber es ein anderer Zugang zu dem, was Food Waste bedeutet. Als wenn ich eben dazu gezwungen bin, die Abfälle anderer Leute zu verzehren. Jetzt komme ich zu dem letzten Punkt, den ich aufgegriffen hatte, den ich aber super wichtig fand, den ich vielleicht sogar, passt das spannendst an dem ganzen Film, weil er einen Aspekt des Kochens betont, den wir bisher überhaupt nicht auf dem Schirm hatten, nämlich das Reinigen.

Johannes Quirin: Ja.

Daniel: Das Abwaschen spielt hier eine ganz zentrale Rolle. Man kocht natürlich, aber man greift auf sauberes Geschirr zurück. Das steht schon im Schrank und man es zwingend zum Kochen. Man muss es Ende reinigen. Hier geht es tatsächlich ganz stark darum, dass das Reinigen dazugehört. Das einen interessanten Aspekt mit rein, weil schon nochmal zeigt, dass das Ganze abschließt, es schafft eine Ordnung in dem ganzen Prozess. Und es ist auch etwas, was den Geist selber nochmal reinigt, das sagt er. Und das würde ich tatsächlich auch aus eigener Erfahrung so mitgehen. Das Abwaschen durchaus nochmal eine meditative Praxis sein kann. Wir versuchen es zwar immer... Das ist ein ganzer Wissen, das nicht nur Das Dessert, das mit dem Tisch gebetet Kochen und Essen beginnt mit sauberen Geschirr und endet mit einer reinen Umgebung. Es kommt aus dem Nichtwissen und führt in das Nichtwissen wieder hinein. Damit wieder Raum und Platz für etwas Neues geschaffen werden. und auch als eigenständiges Teil der Nahrungszubereitung

Johannes Quirin: Völlig richtig, denn ohne einen Spüler würde jede Küche zusammenbrechen und der Spüler oder die Spülerin, die stehen ganz ganz selten im Vordergrund. Im Vordergrund sieht man immer Köche oder den Gastgeber, die Gastgeberin. Man sieht aber nie die Spülerin oder den Spüler, der ein wesentlicher Faktor ist, weil nicht nur Teller und Besteck, sondern vor allem Pfannen, Töpfe wären nicht verfügbar und somit könnte gar nicht mehr weitergekocht werden in einem laufenden Betrieb. Wie oft die Pfannen putzen und waschen, will ich gar nicht wissen an so einem Abend in der Großküche oder auch in der Sternengastronomie in der Kleinküche. Und das ist schon sehr, sehr spannend. Was ich auch ein spannender Aspekt gerade beim Reinigen fand, nicht nur das Vorhereinigen, das finde ich sehr sinnig. Das Zwischenreinigen, das klappt jetzt nicht immer so, sage ich jetzt mal. Das ist aber halt in der professionellen Küche ganz klar, dass immer direkt, irgendwie was gemacht wird, wischt der Koch über seine Über seine arbeitsfläche oder über sein brett oder ähnliches da wird immer direkt zwischen gereinigt ich fand hier Bei bernie ganz klasse wir kommen ja auch noch dazu dass es auch das teilen geht gemeinschaft schaffen Da das da greife ich jetzt zumindest mal das ende etwas hervor dass die gäste am ende ihre teller selbst spülen einfach wie du auch so schön beschrieben hast diesen gesamten prozess diesen gesamten diese gesamte kette des kochens nicht nur Es wird zubereitet, wird gekocht, es wird serviert, es wird gegessen, sondern eben auch es wird abgewaschen. Das stießt dann diesen Kreislauf auch wieder und jeder putzt dann dort und wäscht seinen Teller selbst ab. Und das fand ich halt auch so spannend, dass man das als Gemeinschaft sieht. Weil wenn man jetzt so denkt, ja, man lädt Freunde ein, man kocht, man serviert, man räumt ab, man wäscht. Das ist ... Meistens passiert das zwischendrin ja wie du sagst dann macht man die spielmaschine an oder was ebenfalls ist dann die gesellschaft Grad wenn man das jetzt als altes paar auch denkt vielleicht bleibt einer bei den gästen der andere verschwindet in der küche und macht schon mal sauber also es ist kein gemeinsames tun und hier entsteht auch gemeinschaft in dem dass man reinigt dass man Die teller reinigt und dann vielleicht auch sagt ja das ist ein schöner abschöner abschluss sage ich jetzt mal so vom Essen her. Ich sag auch Dankeschön, indem ich helfe beim Abräumen, beim Abwasch und bedanke mich dabei auch vielleicht mit einer gewissen Art und Weise, mit einer Geste beim Koch. Und das fand ich einfach auch interessant, das zu sehen, weil das macht man natürlich normalerweise nicht. Klar, wenn man jetzt irgendwie bisschen befreundet ist, ein bisschen enger, vielleicht hilft man dann beim Abräumen oder beim Einräumen der Spülmaschine vielleicht. Wobei da auch jeder so sein System hat, das ist ja auch nicht so einfach. Einfach in eine Spülmaschine einzuräumen, in eine Fremde. selbst bei Ehepaaren oder bei Partnern ist es nicht immer einfach. Dann lässt man besser vielleicht das Geschirr draußen stehen, auch wenn dann die Enttäuschung groß ist. Aber dann frage ich mich, was ist denn da vielleicht der einfachere Weg? Lieber draußen stehen lassen, anstatt nachher gesagt zu kriegen, wie räumst du da die Spülmaschine ein? Also das... Das ist ja ungewöhnlich und das fand ich hier in dieser Dokumentation aber auch einen sehr spannenden Ansatz einfach zu sagen Ja, wir machen das auch gemeinsam und bedanken uns somit. So sah ich die die Geste genau und dieses dieses Reinigen ist natürlich ein Anfang und das Ende des Prozesses und zwischendrin eben auch. Es ist aber auch immer so finde ich bewusste Pausen. Also auch finde ich es ist eine bewusste Pause für einen Koch. Für. Einen profikoch der reinigt überlegt was mache ich jetzt als nächstes was ist jetzt der nächste schritt reflektion auch vielleicht ein bisschen ok fertig was kommt wie war es habe ich alles richtig gemacht jetzt geht es wieder weiter ja es ist aber halt auch ein kurzes durchschnaufen sowohl jetzt hier in der dokumentation aber auch ein kurzes durchschnaufen im hektischen küchenalltag gerade wenn man da auch an lacor gina denkt Und an andere Filme, es hektisch in der Küche zugeht. Wenn man da nur mal eine Sekunde bewusst seinen Platz reinigen kann. Und einfach mal für sich quasi kurz ist. Und ich denke, das bringt jemanden... bringt jemand auch etwas. So stell ich's mir zumindest vor. Ich hab ja noch nie in einer stressigen Küche gearbeitet. Aber ich könnte mir sehr gut vorstellen, wenn's auch nur ein, zwei Sekunden sind, die ich dann da für mich bin, meinen... Brett reinige, mein Messer nochmal irgendwie kurz reinige und dann weiter denke, was ist jetzt der nächste Schritt den ich tun muss, ist es glaube ich einfach einmal so ein kurzes Durchschnaufen. Und ja, das fand ich ein sehr, sehr interessanter Punkt, der mir dann auch nochmal bewusst wurde, auch das was du gerade eben gesagt hast, Rezept. Ich bin jemand der kocht schon sehr gerne, nicht immer. aber sehr gerne nach Rezept und dann geht man natürlich Stück für Stück vor und man ist manchmal vielleicht auch gehetzt und denkt so was ist jetzt der nächste Schritt was muss ich machen anstatt zu sagen Pause ich gucke einfach mal gemütlich ins Rezept was kommt jetzt als nächstes hab alles wieder hier stehen und dann geht's wieder weiter das bewusste für viele ist ja auch genau dieses Kochen Intuitives kochen sage ich jetzt mal oder auch nach rezept kochen für viele ist das ja auch entspannend oder auch wirklich meditation kommen runter weil sie dann einfach eins mit dem messer oder dem löffel sind und so und das Kommt ja da auch wieder hoch wenn du sagst ja ich schaffe platz ich mache mich bereit für den nächsten schritt und Dann dann geht es einfach auch wieder los der weitere punkt der ja da auch so gezeigt worden ist diesen wandel zulassen vertrauen in den prozess haben was entsteht während des kochens es entsteht etwas da muss ich vertrauen haben was schmecken wird gerade wenn man so vorgeht wie class man der ohne rezept einfach in den kühlschrank schaut rausholt und anfängt und guckt was daraus wird wie fühlen sich hatte auch mal so gesagt ja wie fühlen sich so die eier Wollen sie eigentlich ein rührei oder ein spiegelei werden und das fand ich ja auch ja etwas sehr viel philosophisch Letzten endes interessiert mich da wenig was das eidenken mag sondern auch was ich lust habe Aber ja man muss einfach vertrauen haben Das ist was wird weil ab einem gewissen zeitpunkt kannst du ja auch nichts mehr ändern daran und dann musst du vertrauen in den prozess haben wenn ich denke Ich kann bestimmte dinge steuern Aber wenn ich eine Suppe fertig hab und die kocht oder der Braten in der Röhre ist und er muss dann zwei Stunden da drin sein, weil er dann fertig ist, dann muss ich Vertrauen haben, dass was rauskommt, was super ist. Ich kann manchmal ganz wenig ändern, gerade beim Backen. Wenn das Ding fertig ist, der Teig ab in den Ofen, dann muss ich Vertrauen haben, dass das rauskommt, was ich erwarte. Oder was heißt das, was ich erwarte, was rauskommen soll, ja? Weil ich kann nichts mehr ändern. Bei einer Suppe, da ... muss ich mich jetzt selbst korrigieren, da kann ich natürlich immer noch mal ein bisschen nacharbeiten, aber manchmal wird es halt auch schwer, wenn es versalzen ist oder zu scharf. Klar kann ich da noch mal gegenarbeiten, aber es wird nicht unbedingt besser werden, manchmal passiert dann irgendwas. ja, da ist es eigentlich auch so, okay, gut, ich muss Vertrauen haben, dass das rauskommt, was ich da zusammen koche. Und ich habe es ja zitiert, grob zitiert, was da so eine Interview Partnerin gesagt hat, er kocht da mit unterschiedlichen Zutaten und sehr seltsame Dinge. So war, glaube ich, tatsächlich der Thema sehr seltsame Dinge, die aber immer schmecken. Also das war dann so eine große Verwunderung. Er kombiniert Dinge, auf die kein Mensch kommt, die seltsam anmuten, aber sie schmecken. Und da muss man dann tatsächlich auch vielleicht einfach, das ist dann der Unterschied, Rezept. Auch da weiß man nie was rauskommt, man das Rezept zum ersten Mal kocht. Aber gerade so beim intuitiven Kochen muss man einfach so ein Vertrauen haben, ein Urvertrauen haben in sich selbst auch, dass man sagt, das wird, das wird, das wird, das wird.

Daniel: Das zeigt auch die Polarität zwischen Rezeptwissen, Befolgen und Vertrauen in unkontrollierte Prozesse. Bei der Suppe musste man sich korrigieren und beim Backen hatte man weniger Einflussmöglichkeiten. Ich fand das ganz gut beschrieben, weil wir es damit zu tun haben, dass mit beiden Handtieren müssen. Wir können nicht alles kontrollieren, es gibt ja der Systemtheorie einen sehr schönen Satz von einem Psychoanalytiker aus Mittenherdecke, Fritz B. Simon, der hat mal gesagt Nur weil wir Systeme nicht steuern können, das nicht, dass wir Systeme nicht steuern können. Und genau das würde ich eben beim Kochen und hier auch sagen, in Bezug auf diese Philosophie. Ja, wir können natürlich bestimmte Dinge anstoßen, das tun wir ja auch, weil wir sind eben nicht nur irgendwie auch nicht nur ein Spielball, sondern die Eier. Omelette feuern wollen oder Spiegelei werden wollen, ja wollen natürlich auch wir bestimmte Dinge, ja wir wollen Spiegelei oder Omelette, tendieren wir mal dahin, dorthin. Also auch wir... Das ist ein sehr aktiver Prozess. Wir können den Ofen auf eine bestimmte Art Weise einstellen. Aber wir müssen dann auch bestimmten Stellen loslassen. Wenn wir merken, dass das Hefebrot nicht so aufhört wir es gedacht haben und die Suppe ist deutlich salziger als wir das intendiert haben, dann müssen wir wieder nachsteuern. Wir können das nicht wieder rückgängig machen. haben nicht die Tumf komplette Gewalt darüber. Manchmal entfalten sich Geschmäcker. Wir müssen uns damit arrangieren, dass es anders schmeckt. Beim Kochen lernt man, dass es Kontrolle über alles gibt, wenn wir nicht in einem Industriekontext befinden. Wir haben es mit einem lebendigen System zu tun, mit den Prozessen. Wir dabei als Köche und Schmeckende nur ein Teil. Die Zutaten sind auch ein Teil des Prozesses, die auch nicht in ihren Geschmackseigenschaften Auch ein Apfel vom selben Baum schmeckt an einander. Nicht jeder Apfel hat den gleichen Geschmack. Das lernen wir in dieser Küchenphilosophie. Die Kunst ist natürlich auch bei Bernie. Er besinnt sich auf sein Nichtwissen und öffnet sich für das Nichtwissen. Es bedeutet ja dass man nichts kann. Man hat im Laufe seines Lebens Kurses besucht. Anhand dieser Erfahrungen hangelt man sich da durch. Aber man soll nicht dogmatisch an den festhalten. Mit dem einmal gewonnenen Rezept könnte man immer durchs Leben kommen. Das Leben verändert sich genauso wie sich Zutaten verändern. Wenn man sich an ein bestimmtes Rezept hält, kommt man da nicht durch. Die Welt sich verändert, aber das Rezept ist vielleicht noch das gleiche. Da steckt viel in dieser Küchenphilosophie, die sich basal aus dem Kochprozess heraus entwickelt und auf das Leben übertragen werden kann. Ich komme bei dem Putzen nicht dran vorbei, ein Buch hinzuweisen, das vor einigen Jahren erschienen ist. Das die Passion von Nicole Karafiles. Sie eine kluge Abhandlung darüber geschrieben, dass Putzen auch als Meditationspraxis verwendet werden kann.

Johannes Quirin: Ja.

Daniel: Die suchen immer nach Putzhilfen die sind immer auf dem Ich finde, dass wir darüber nachdenken müssen, welchen Küchen-Koch-Situationen das Geschirr gereinigt wird. In so einem Gastrobetrieb, in so einer Großküche wie bei La Cocina, man natürlich nicht jeder das wieder mitkochen. Der Gast will natürlich auch nicht da mitkochen. Alle stehen unter Stress. Es geht ja am Fließband hin und her. da ist eben die Putzarbeit an eine wirklich doch als sklavische Tätigkeit, niedrige Positionen. Die machen dann aber auch nichts anderes als putzen. Das ist natürlich auch nicht angenehm. Genauso wie früher muss man auch sagen. Oder in allzu klassischen konservativen Paarbeziehungen. Wenn irgendwie die Großfamilie, die ganze Hausarbeit an einer Person kleben bleibt. Sei es die Mutter oder der Vater. Dann ist das natürlich nichts mehr, was einen als militative Praxis beruhigt oder erfüllt. Sondern dann ist das einfach eine Pflichtarbeit, die nervt. Und dann tendiert man natürlich zur Spülmaschine oder zur Küchenhilfe. Dann will das los werden. In diesem Film wurde gesagt, dass alle mit abwürgen. Die Reinigungsarbeit ist dann auf weniger Töpfe Man kann sich dann eher darauf einlassen. Das ist ein anderes Beispiel die Arbeit, das Kochen und das Reinigen. Das lässt natürlich auch darüber nachdenken, ob wir unsere Esskultur, unseren Essalltag neu überdenken müssen, Bezug auf das Abwaschen, auf das Einräumen der Spülmaschine, wie du es beschrieben hast. Die beste Option ist immer zu sagen, der Kühlschrank räumt das wieder auf. Vielleicht hat man auch mehr Spaß daran oder kann auch Spaß entwickeln, wenn man diesen Reinigungsprozess zusammen durchführt. Auch wenn es sich Spaß macht, bedienen zu lassen oder das los zu sein. Aber da steckt vielleicht auch eine Philosophie hinter das zu tun, diese Arbeit, die wir sonst so ausgrenzen.

Johannes Quirin: Ja, wo du das jetzt so erzählt hast, auch hier mit Philosophie und mit dem Buch zum Reinigen und zum Putzen. Es ist natürlich eine Arbeit, also gerade das Abwaschen oder das Putzen oder das Saugen, was man auch immer will, oder das Bügeln. Wenn es jetzt auch noch danach geht, wenn man jetzt mal in den Haushalt guckt, da braucht man jetzt nicht groß nachzudenken, sondern man kann einfach was machen. Ohne groß nachzudenken. finde ich tatsächlich beim Kochen ist es nochmal ein bisschen anders, weil ich durchaus erdenken muss, was ich da jetzt tue. Und beim Abwaschen muss ich einfach heißes Wasser, ein bisschen Spülmittel und dann kann ich loslegen. Und dann muss ich einfach abarbeiten, was da so steht oder was da so liegt. Und Gleiches gilt ja wie beim Durchsaugen oder so. Saug ich einfach durch, ohne groß nachzudenken. Das ist tatsächlich, finde ich, noch einfacher dann durchzuführen als dann das Kochen, wo ich schon ein bisschen meinen Kopf da behalten muss bei der Sache, weil ich überlegen muss, was kommt als nächstes oder wie kombiniere ich das vielleicht. Klar, er versucht da auch zu transportieren, dass man da auch einfach dem Prozess vertraut, wie ich eben gesagt habe, einfach Geduld. auch hat er hatte dieses omelette da als beispiel oder dieses rührei das unten ansetzt und man muss ja geduld haben bis sie sich verändert und dass man vielleicht da auch nicht so stark mit seinem kopf mit dabei ist ich habe das auch jetzt erlebt ich kenne unterschiedliche menschen mit denen ich gekocht habe und manche kochen einfach intuitiv die manche haben sie ein bisschen auch gelernt die kochen intuitiv andere kochen schon immer intuitiv Und ja, dann denke ich immer, ja, ich bin jemand, ich hab's ja gesagt, der schon eher so nach Rezept, auch trotzdem Grund, vielleicht so ein bisschen Grundanleitung hat, aber dann auch irgendwie Freestyle unterwegs ist. bin aber dann, merke ich halt immer so, ich bin jetzt nicht sonderlich, also sonderlich intuitiv beim Kochen unterwegs, sondern ich muss dann immer einfach auch überlegen. Und da dachte ich so, als ich den Film gesehen hab, okay, mach das doch mal öfter. Ich mache es schon mal hin und wieder, wo ich dann einfach auch Dinge kombiniere, die dann halt einfach gerade da sind und ich überlege dann mal kurz, ach ja, was könnte ich denn da noch dazu nehmen, was ich sowieso da habe? Und dann kommen immer spannende Sachen raus. Dieses Zulassen hat da schon einiges damit zu tun. Auch das Zulassen vielleicht. Gerade beim Aufräum, man will ja ein perfekter Gastgeber sein. Da wird ja auch keiner auf die Idee kommen. Ach ja, du hilfst mir jetzt so. Und wenn dann aber ein Gast sagt, komm ich helf dir dann das einfach auch zulassen diese veränderung in deinem leben einfach auch mal zuzulassen dass dir jemand bei irgendwas hilft und das ist nicht nur bei sowas kleinem du musst dich nicht alleine ⁓ den abwasch kümmern sondern ja auch grundlegend zuzulassen dass dir jemand helfen möchte weil das finde ich kommt ja da auch so ein bisschen rüber dass auch in dem was was man sonst noch so im film sind die dokumentation sieht wo überall Hilfe passiert durch die Aktivitäten, die Bernie und seine Bewegung da schaffen. Hilfe zuzulassen ist ja auch, glaube ich, ein wesentlicher Punkt zu sagen, okay, es ist schön, wenn mir jemand hilft. Und es ist auch schön, wenn mir jemand beim Kochen hilft vielleicht. Das hat man jetzt tatsächlich hier weniger gesehen, fand ich interessant, weil das gemeinsame Kochen kann ja auch so ein Prozess sein. Dass Bernie sagt, okay, wir machen das, ich hab dies und jenes, schäl du mal, schnippel du mal. Also das, wo wir jetzt gerade drüber sprechen, fällt mir da auf. Das war nicht der gemeinsame Prozess, das Kochen, sondern nachher das Reinigen, das Spülen. Und da frag ich mich, man könnte doch auch eigentlich schon sagen, hey, dann kochen wir gemeinsam. Jeder macht was oder schnippelt oder jeder bringt was mit. Das gibt's ja manchmal auch. Dann wird man gemeinsam gekocht, aber man isst gemeinsam und jeder hat was dazu beigetragen. Aber hier war der Fokus sehr stark nachher auf dieses Reinigen. Gemeinsam. Wobei wir ja jetzt schon. Ja.

Daniel: Das auf jeden Fall richtig. Das Kochen hat er schon organisiert. Das ist sein Hoheitsgebiet gewesen. Das würde ich auch sagen, wir den Rest des Films anschauen. Das stimmt, alles was du gesagt hast, mit dem Helfen Helfen zulassen, finde ich super beobachtet. das war etwas, was mich auch gestört hatte.

Johannes Quirin: Ja.

Daniel: Er ist der Chef des ganzen Sozialunternehmertums. Es gibt hier hier auch Hierarchien. Das Kochen wäre für mich auch so eine Sache. Erst der jemand, im Kochtopf sitzt und da ist seine Intuition, die da so läuft. wie die Betriebe aufgebaut sind. Er ist schon das Zentrum dieser ... Ich Ich weiß nicht, ob auch das kraftvolle Zentrum es ist jeden Fall das Kraftzentrum, das Denkzentrum, das Akteurszentrum des Kochens, des Prozesses und dieser Organisationen drum herum. Und ja, finde ich spannend. Aber noch ein Punkt, wo du eben gesagt hast, mit dem Intuitiv leiten lassen, da finde ich auch wichtig zu sagen, Man braucht auch eine Grundkenntnis ⁓ zu machen. Ich koche oft nach Rezept. Das passt auch zu meiner Art der Sozialisation. bin auch ein Fan der Anleitung. Bei bestimmten Dingen braucht man auch ein Verständnis dafür, welchem Verhältnis etwas zu setzen ist. Ich kann nicht Muffins, Zucker, Mehl, Ei, Verhältnis so variieren, ich mich fühle, wenn ich keine Ahnung habe. Dann wird das einfach nichts. Das ist eben auch wie beim Jazz Musik machen. Das wirkt so locker leicht und natürlich haben die kein Rezept für feste Noten, wenn sie ins Jammen kommen. Aber der Clou dahinter ist ja, dass die alle ihre Instrumente und die Grundtechniken des Musikspielens sehr gut beherrschen. Und dann kann man natürlich in die Intuition reinkommen und dann kann man irgendwie tolle Sachen ausprobieren. Bei allem Nichtwissen ist die andere Seite

Johannes Quirin: Ja, also sehr schöne Analogie mit dem Jazz, weil auch da ist es ja wesentlich, wie du sagst, dass man es beherrscht, weil sonst wird es chaotisch und klingt komisch. Und zweitens, einer gibt es ja auch vor, weil es funktioniert ja auch nicht, wenn alle plötzlich denken, ach, jetzt mache ich hier meine Improvisation und alle anderen machen ihre eigene Improvisation. Sondern einer gibt ja vor, den Takt könnte man vielleicht sagen, ja, und andere schließen sich dem dann an und übernehmen und übergeben wieder und hier ist es tatsächlich so klar vielleicht liegt in dieser hierarchie dass er der meister ist ja der zennmeister der kopf des ganzen dass er da vorne steht aber er übergibt ja auch nicht in irgendeiner art und weise sondern er könnte ja sagen okay ich beginne und übergebe und du führst weiter was ich jetzt hier vielleicht mir überlegt habe zu kochen Das wäre ja eigentlich auch eine Variante. In einer Szene habe ich es eigentlich auch zuerst gar nicht so richtig kapiert. Da interviewt er eigentlich einen, der zu dieser Bewegung, wenn ich es richtig verstanden habe, da ging es, glaube ich, das war das Heim. Nein, das war die Bäckerei. Das war die Bäckerei, die ja auch dazugehört, weil er steht ja vorher vor diesem Haus, wo er stolz erzählt, wie die Bäckerei wieder aufgebaut worden ist. Und dann ist aber dann die Szene, wo er den Manager der Bäckerei so quasi interviewt, was hier passiert. Wo ich so dachte, hm, du weißt doch, was da passiert. Das war dann irgendwie so eine komische Szene. Passt aber zudem, ne, er ist der Kopf, er lässt sich berichten oder wie auch immer. So hatte das plötzlich dann so für mich so ein Anschein. Und so locker und so entspannt, wie manches auch wirkte, war dann manches dann doch wiederum ... an manchen stellen eben nicht ja sondern da war es irgendwie hier archiv und gefühlt und jetzt so in der nachbetrachtung ja er hat alleine gekocht er fühlt sich jetzt als meister und als koch des klosters als beide wichtigsten personen in einer person so und das ja fand ich eigentlich irgendwie auch bisschen schade weil ich erlebe es immer so wenn ich mit anderen gemeinsam koche ist das auch toll, weil man dann hat man so ein Flow und man kriegt plötzlich auch noch mal so eine Idee und dann sagt einer, wir könnten doch das oder das daraus machen und dann sagt man, ja cool, aber lass uns doch vielleicht noch dies machen. Also es ist ja auch so ein Prozess, wo man gemeinsam wächst, dran wächst und dann was Tolles entwickeln kann. Und die Gemeinschaft andererseits wird ja auch da ganz groß geschrieben, das ist ja auch ein wesentlicher Faktor, dass man das, was gekocht wird, teilt. Jetzt geht es nicht nur darum, Obdachlose zu verköstigen, sondern auch in der Gemeinschaft zu essen. Das war ja auch das Sicht, dass Fremde dazukommen, dass man eben als Gemeinschaft am Tisch sitzt, als Gemeinschaft nachher auch abspült, ja, aber am Tisch sitzt und dieses Mal gemeinsam zu sich nimmt und spürt und dankbar ist, was da entstanden ist. Und diese Gemeinschaft ist manchmal gut, vielleicht liegt es auch am Stil der Dokumentation. dann schon so bisschen verloren gegangen. Weil so viel Gemeinschaft hat man dann da tatsächlich so bei rund ums Essen nur immer ganz kurz zwischendrin mal gesehen, wenn dann der Tisch da gedeckt worden ist oder man zum Tisch gegangen ist mit den gefüllten Tellern und sich dann da hingesetzt hat, kurz inne gehalten und dann gespeist hat. für mich ist das Gemeinschaftliche schon auch wichtig. Da hat man es ja auch schon zu unterschiedlichen Filmen. Wo dann Gruppen zusammenkommen, sei es bei Babets Fest, beim Großen Fressen und so weiter und so fort oder Big Night, wo viele Menschen zusammenkommen und es wird meistens ausschweifend, unterhaltsam, gefeiert, gegessen. Man kommt plötzlich ins Gespräch, auch mit Menschen, mit denen man vielleicht schon lange nicht mehr gesprochen hat oder die man auch noch gar nicht kennt. Und das, finde ich, macht Gemeinschaft gerade beim Essen aus. Und das fand ich hier doch sehr buddhistisch. hatte so gut, man hat jetzt nicht den kompletten Abend beim Essen gesehen, aber ich hatte so eher es ist fast was Klosterartiges. Man nimmt das Essen schweigend zu sich. So hat es bisschen für mich den den Anschein gehabt. Und für mich ist halt so gemeinschaftliches Essen. Gut, ich rede auch gern. Ja, aber auch. Austausch und Kommunikation und zusammenkommen und miteinander sein. Und das hatte ich jetzt vielleicht klar, vielleicht auf einer spirituellen Ebene. Ist man da auch gemeinsam und ist bewusst. Man soll ja bewusst essen und wenn man miteinander spricht, ist man natürlich nicht bewusst. Aber mir geht es eher diese Gemeinschaft dann beim Essen. Und das fand ich hier unter Gemeinschaft, wenn man das so nimmt, das Teilen ja, aber gemeinschaftlich teilen, was so Vielleicht einen bewegt oder ähnliches. Das kam mir da nicht ganz so raus.

Daniel: Es war eben doch ein stilles Fest, aber es war auch eine Zen Geschichte. Wir spirituellen religiösen Kontext, was wir an Essen und Philosophie präsentiert bekommen haben. Diese von einem Jesuiten produziert. Es ist eine bestimmte Form der christlich-buddhistischen Religion. Es kommt auch nachher diese starke Anleihe mit dem Teilen des Essens von dieser Geschichte von Jesus. Da sie genäht, wo sie Fische haben, dann sollen sie so viele Leute verköstigen und dann teilen sie die am Ende werden dann doch alle satt. Und hier bei dieser Dokumentation, hat er das Rührei und dann kommt noch ein Gast und dann teilen sie ein bisschen von dem Rührei und haben sie alle bisschen weniger und trotzdem werden alle satt. er meint dann ja, hier mehr Leute kämen, dann würde er noch bisschen was abgeben und alle würden weiterhin satt werden. Und das natürlich sind wir ganz stark in der religiös-spirituellen Interpretationen, die sich mit der materialistisch ökonomischen Theorie beißen, dass irgendwann Ressourcen aufgebraucht sind. Da muss man sich überlegen, wie sich das in den Alltag Von welcher Form des Satzseins sprechen wir hier? ist letztlich doch darum, dass Essen eine Form von Gemeinschaft stiftet. Wenn auch keine festgemeinschaftliche eine Form von Zusammenhalt und Austausch. Es wird ja dass für sich kocht, nie satt Da steckt auch eine Wahrheit drin, dass das soziale Teilhabe und das soziale Mitnehmen von anderen durchaus zum Kochen dazugehört.

Johannes Quirin: Hmm.

Daniel: Der mag überfüllt sein und kann vielleicht nicht mehr von dem materiellen Essen zu sich nehmen. diese soziale Sättigung, die wir vielleicht auch brauchen, eine soziale Nährstoffe, der Mensch ist doch, dass man eine anthropologische Universalie durchaus ein Ebewesen, das Bezug zu anderen Menschen sucht, die würde er dadurch nicht erhalten. Sie sprechen auch von sprechenden Zutaten hier. Vielleicht geht es dann eben doch tatsächlich mehr die Lebensmittel, das Gefühl des Zusammenseins was nicht gleich in einer festlichen Stimmung agieren muss. Sondern ganz basal, wir sind eine Gruppe, wir sind hier eine Gemeinschaft und kommen hier zusammen, ohne dass es immer im Fest enden müsste.

Johannes Quirin: Ja, so ist das. Genau, es muss nicht immer mit als Fest enden. Da stimme ich auch zu. Es muss nicht immer rauschend sein. Wie gesagt, aber das ist halt so meine meine persönliche Art, wie ich dann gerne gemeinsam irgendwo bin, dass ich da schon mehr als jetzt nur das spirituelle dann spüre der Gemeinschaft, sondern dann halt auch wirklich so im Austausch. Bin oder ja gerne bin und das auch schon halt während des kochens wie gesagt das war so ein punkt wo ich so gedacht habe ja er kochte alleine er sieht sich da irgendwie als der der chef koch aber warum teilt er diesen moment nicht Ja der film ist jetzt kein klassischer Kein klassisches kulinarisches kino in dem sinn sondern halt man eine ganz andere betrachtung als es ja dokumentation Und B, natürlich geht es jetzt nicht nur ganz rund ums Essen. Ich fand ihn, wenn man jetzt mal gerade noch mal so eine Gesamtbewertung dahingehend macht, ich fand ihn sehr spannend. Auch einfach mal noch mal eine Dokumentation. Ich bin Dokumentationsfan, muss ich sagen. Ich gucke mir gerne Dokumentationen an. Ich fand es auch spannend, weil ich bisher weder Glassman noch das Buch kannte. Auch das Urbuch, das er sich ja bezieht, kannte ich nicht. Die Zen-Kultur ist mir jetzt nicht völlig fremd, aber gerade mich hat's gereizt, ich das gefunden hab, diese Dokumentation zu sehen, weil diese Kombination Essen, Kochen, Küche hin zum Leben, hin zum Zen gemacht worden ist. Und das wollte ich einfach mal unbedingt anschauen, was da so transportiert wird. Und ich fand es, ja, an manchen Stellen etwas langatmig. 45 Minuten. Ja, es sind ja nicht lang, aber sie kamen mir manchmal deutlich länger vor, die 45 Minuten. Und es liegt vielleicht daran, dass der Film entschleunigt. Mich hat er ja wirklich entschleunigt. Es ist ja so immer so ein Übergang auch Stück für Stück und dann die Musik und dann er spricht auch sehr ruhig, sehr entspannt. Die anderen teilweise dann wieder ein bisschen hektischer, aber er ist dann doch schon sehr entschleunigt und sehr entspannt. Und ja, ich fand, ich fand, ist, es zeigt für mich, wie man doch auch im Kochen oder in der Küche bewusster mit dem Leben umgehen kann und auch Dinge mitnehmen kann, dass da auch mehr ist, als einfach nur satt werden wollen. So möchte ich das einfach mal beschreiben. Sondern es geht einfach auch darum, diesen Prozess und alles das, was man da auch so hat. nicht nur einfach zu konsumieren, sondern auch bewusst dazu zu machen. das ist halt, ja, im Alltag kommt das oft zu kurz. ist Kochen und Essen einfach, ja, Hunger beseitigend. Aber man kann auch im Alltag einfach mal dann in dieser Situation entschleunigen, wie ich finde. Und das macht man oder mach ich zu selten. Und das hat mir das einfach noch mal gezeigt. Deswegen fand ich diesen Film dahingegen sehr... Sehr spannend. Mit Gängen zu bewerten, finde ich natürlich schwierig, weil das jetzt kein klassischer Film war. Essen spielt auf jeden Fall die Hauptrolle. Daniel (1:01:03) Ich es gut, wir auf den Dokumentationen mal ausgewichen sind. bin jemandem näher gekommen, den ich bisher noch nicht kannte. Auf der haben Seite des Films steht definitiv, dass er sich mit dem Zennblick auf Essen, Trinken und Kochen beschäftigt hat. fand ich sehr lohnenswert. Hätte ich gerne auch noch mehr... Das war für mich alles so eine US-Kitsch-Romantisierung von Prikatisierung. Ich würde fast bei nichts mitgehen wollen. die Subvention teilt sich in diese zwei Hälften. Was ich super fand an dem Film, ist, dass das Reinigen so im Zentrum stand. Das ist ein Punkt, so oft runterfällt und der mir nicht immer bewusst war. Johannes Quirin (1:01:58) Hmm. Daniel (1:02:19) Das hat mich zum Nachdenken über etwas gebracht, was ich sonst nicht bedenke. Das ist auf jeden Fall super an dem Film. Man kann ihn schlecht in Gängen bewerten. würde auf jeden Fall sagen, die 45 Minuten sind nicht so lang. Man kann sich zu dem, was da gezeigt wird, zu einer sozialpolitischen Meinung bilden. Darüber könnte man auch diskutieren. Über die Zen-Kultur würde ich gerne beim Kochen und Trinken mit dir weiterreden. Vielleicht erfahren wir bei anderen Filmen noch mehr darüber. Johannes Quirin (1:02:52) Wer weiß, da sind wir schon beim Thema. Was ist denn unser nächster Film, Daniel? Daniel (1:02:56) Nachdem jetzt entspannt die Dokumentationen haben und einige Filme hatten, abseits vom klassischen Kulinarischen Kino gewesen sind, dachte ich, wir brauchen einen richtigen Schlag in die Tradition unseres Genres. Du wirst mir wahrscheinlich deine Postadresse geben müssen, denn den nächsten Film würde ich dir gerne als DVD zuschicken, weil du den wahrscheinlich bei keinem Streaming-Anbieter findest. Ich habe die DVD doppelt, deswegen kannst du die gerne von mir bekommen. Es wird nicht Zen-Buddhistisch sein, sondern wird noch mal heiß gekocht. Ich würde gerne mit dir den FSK 18-Film gucken. Der Koch, Dieb, seine Frau, Liebhaber von Peter Greenaway. Ein Klassiker von 1989. Wird als Komödie hier und da geführt. Ich finde es lohnt sich, anzuschauen. Wenn man ihn mit jemanden zusammenschaut, eine kleine Triggerwarnung. Es ist ein Film mit expliziten Stellen. Johannes Quirin (1:04:16) ho ho ho ho also wie sagt man es wird nicht so heiß gekocht gegessen wie gekocht wird in dem fall geht es heiß her ja ja also gut da bin ich mal gespannt ich gucke mal ob es ihn trotzdem vielleicht irgendwo gibt ansonsten freue ich mich natürlich über die dvd und bin schon gespannt er sagt der titel habe ich natürlich in unserer Auflistung schon gesehen, aber er sagt mir so nichts. Ein Klassiker der Filmgeschichte, der kulinarischen, wo dann nicht nur dann aus Töpfen genascht wird, wenn ich dem so richtig schließen kann, was du sagst. Daniel (1:05:02) Ja, und noch etwas gegessen wird könnte vielleicht eine neue Reiche öffnen. Johannes Quirin (1:05:04) Explicit sein Ja da bin ich mal gespannt da bin ich sehr sehr gespannt dann auf jeden fall herzlichen dank für den austausch mit dir wieder heute zu dem etwas anderen zenn dokumentationsfilm ja und da freue ich mich doch wieder auf das nächste mal mit dir Daniel (1:05:28) Es hat mich auch gefreut, ich jeden wieder sehr erkenntnisreich und produktiv mit dir war, lieber Johannes. Ich freue mich auch, wenn wir uns demnächst wieder hören. Johannes Quirin (1:05:34) Ja und in dem Sinne kann man ja eigentlich nur sagen kocht bewusst, esst dankbar und denkt daran manchmal sind die besten Geschichten die die beim gemeinsamen Essen entstehen.

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